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Maas will Korruption bei Ärzten mit bis zu drei Jahren Haft bestrafen

Berlin (dpa) - Korruption im Gesundheitswesen soll einem Zeitungsbericht zufolge künftig mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Dies berichtet die «Berliner Zeitung» (Mittwoch) unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Dieser sieht demnach die Einführung des neuen Straftatbestandes der «Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen» vor. Das Verbot betreffe nicht nur Mediziner, sondern alle Heilberufe, also auch Psychotherapeuten oder Apotheker. Hintergrund des Vorhabens ist eine...

Spenderdatei DKMS knackt Marke von fünf Millionen Stammzellenspendern

Tübingen/Warschau (dpa) - Mehr Hoffnung für Blutkrebspatienten: Fünf Millionen Knochenmarkspender haben sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) seit ihrer Gründung im Jahr 1991 weltweit registriert. Allein in Deutschland hätten sich 3,7 Millionen Freiwillige für eine Stammzellenspende gemeldet, teilte die DKMS in Tübingen am Dienstag mit. Das sei für die Spenderdatei ein bedeutender Meilenstein, sagte Geschäftsführerin Sandra Bothur. «Für viele Blutkrebspatienten ist die Übertragung gesunder Stammzellen eines Fremdspenders die einzige Chance auf Überleben.» Jedes Jahr erkranken...

Verdi: Situation im Kieler Klinikum teils «haarsträubend»

Kiel (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hält an ihrer Kritik an der Situation des Pflege- und Reinigungspersonals im Kieler Universitätskrankenhaus (UKSH) fest. «Seit 2010 wird das Personal im Pflegebereich sukzessive abgebaut», sagte Verdi-Gesundheitsexperte Steffen Kühhirt am Dienstag in Kiel. Rund 60 Prozent von 1864 Gefährdungsanzeigen von UKSH-Mitarbeitern im Jahr 2013 seien mit Arbeitsüberlastung begründet. «Haarsträubend» sei die Situation im privatisierten Bereich Service. Die Zahl der Reinigungskräfte reiche schlichtweg nicht aus, um wie vorgeschrieben die Räume reinigen und desinfizieren...

Weiterer Patient mit multiresistentem Keim in Kiel gestorben

Kiel (dpa) - Im Universitätsklinikum Kiel arbeiten Experten weiter an einer Eindämmung der Keiminfektion. Am Montag war bekanntgeworden, dass ein weiterer Patient, bei dem der Keim festgestellt wurde, gestorben ist. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf zwölf, sagte Klinikchef Jens Scholz bei einer Pressekonferenz. Mit Hilfe von Fachwissenschaftlern aus Frankfurt am Main will das Klinikum den Befall möglichst schnell beseitigen. Die Experten bescheinigten nach einer ersten Begehung, die Klinik habe Isolierungs- und Hygienemaßnahmen bestmöglich durchgeführt - soweit der Bauzustand dies...

Gröhe: Entwurf zur Reform der Pflegebedürftigkeit kommt im Sommer

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will noch im Sommer einen Gesetzentwurf zur grundlegenden Neuordnung der Pflegebedürftigkeit vorlegen. Damit soll künftig die Rehabilitation stärker in den Mittelpunkt rücken. «Rehabilitation auch im Rentenalter kann helfen, länger selbstständig leben zu können», sagte der CDU-Politiker der «Saarbrücker Zeitung» (Dienstag). Von den mehr als eine Million Begutachtungen im Jahr werde durch den Medizinischen Dienst nur in 5000 Fällen eine Empfehlung zur Rehabilitation abgegeben. «Das darf und kann so nicht bleiben», sagte Gröhe. Das neue...

Kinderhospizverein: Schwer kranke Kinder sind immer noch Tabuthema

Olpe (dpa) - Schwer kranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, sagte Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse am Montag in Olpe (Nordrhein-Westfalen). Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwiste Der Begriff «Hospiz» sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagte Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: «Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen...

Kampf gegen gefährlichen Keim in Kiel nun mit externer Hilfe

Kiel (dpa) - Mit Hilfe von Fachleuten aus Frankfurt am Main hat das Universitätsklinikum Kiel den Kampf gegen einen gefährlichen multiresistenten Keim fortgesetzt. Die beiden Spezialisten für den MRGN-Keim, gegen den vier Antibiotika-Gruppen wirkungslos sind, nahmen am Sonntagabend die Arbeit auf. Die Gewerkschaft Verdi warf dem Klinikum unterdessen Hygieneverstöße infolge von Personalmangel vor. Der Krankenhausgesellschaft liegen dagegen keine Hinweise auf Hygienefehler oder andere Defizite in diesem Bereich vor. Der Bundesgesundheitsminister will die Meldepflicht verschärfen. Nach Stand...

Experten aus Frankfurt am Kieler Klinikum eingetroffen

Kiel (dpa) - Ein Expertenteam aus Frankfurt am Main hat am Montagmorgen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel die Arbeit aufgenommen. Die Fachleute sollen das Klinikum mit ihrer Expertise im Kampf gegen einen gefährlichen multiresistenten Keim unterstützen. Sie sind Spezialisten auf dem Gebiet des betreffenden Keims. Welche Schritte die Fachleute am Montag unternehmen, konnte ein UKSH-Sprecher zunächst nicht sagen. Er verwies auf eine Pressekonferenz am späten Nachmittag. Dann soll über den neuesten Sachstand im Falle des Ausbruchs eines sogenannten MRGN-Keimes informiert...

Kassen: «Mondpreise» bei neuen Medikamenten eindämmen

Wenn ein neues Medikament hoch wirksam ist, verlangt der Hersteller einen sehr hohen Preis. Die Kassen ärgert das - wohl wissend, dass die betroffenen Patienten der Preis nicht schert. Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wollen «Mondpreise» bei Markteinführung neuer Arzneimittel eindämmen. Der stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, forderte am Freitag in Berlin, dass der nach einem Jahr zwischen Kassen und Herstellern ausgehandelte «Erstattungsbetrag künftig rückwirkend ab dem ersten Tag gilt. So bekommen wir faire Preise auch...

Gefährliche Keime in Kieler Klinik

Kiel (dpa) - Mit einem gefährlichen Bakterium haben sich zwölf Patienten im Universitätsklinikum (UKSH) in Kiel infiziert. Deshalb nehme der Campus Kiel zunächst keine künstlich beatmeten internistischen Notfallpatienten mehr auf, teilte das UKSH am Freitag mit. «Zur Eindämmung des Infektionsrisikos werden betroffene Patienten umgehend strikt isoliert», hieß es. Als Überträger werde ein Patient vermutet, der im Dezember aus dem Mittelmeerraum ins UKSH verlegt worden war. Es handele sich um ein gegen vier Antibiotikagruppen resistentes Acinetobacter baumannii, das Lungenentzündungen,...