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Hartz-IV-Empfänger fühlen sich kränker als Erwerbstätige

Nürnberg (dpa) - Hartz-IV-Empfänger schätzen ihre Gesundheit schlechter ein als Menschen mit Job. 40 Prozent der Empfänger von Arbeitslosengeld II gaben in einer Befragung an, gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein. Bei den Erwerbstätigen waren es dagegen nur etwa 20 Prozent, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte. Auch früheren Hartz-IV-Empfängern, die wieder eine Arbeit gefunden haben, ging es gesundheitlich deutlich besser als den weiterhin Bedürftigen. Die Forscher betonen jedoch, dass die Befragungsergebnisse keinen Aufschluss über...

Erster deutscher Test eines Ebola-Impfstoffs an Menschen gestartet

Auf diesem Impfstoff ruhen viele Hoffnungen: In Hamburg wird ein Mittel gegen die Ebola-Seuche getestet. Es ist einer von mehreren Versuchen. Hamburg (dpa) - Bundesweit erstmals haben Forscher des Hamburger Universitätsklinikums am Montag mit der Erprobung eines Ebola-Impfstoffes an Menschen begonnen. Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO gelieferte Impfstoff solle in den nächsten sechs Monaten an zunächst 30 Freiwilligen getestet werden, teilte das Klinikum mit. Die ersten Impfungen sollen in den nächsten Wochen erfolgen. Tests an Tieren seien erfolgreich verlaufen. Es bestehe keine...

Bundesweite Gesundheitsstudie mit 200 000 Teilnehmern gestartet

Essen (dpa) - Für eine bundesweite Langzeit-Studie zu den großen Volkskrankheiten werden in den kommenden Jahren 200 000 Männer und Frauen untersucht und befragt. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) gab am Montag in Essen den offiziellen Startschuss für die nach Ministeriumsangaben größte Gesundheitsstudie in Deutschland. Die Forscher wollen Risikofaktoren und Ursachen für chronische Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz, Depression oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermitteln. Die zufällig ausgewählten Teilnehmer werden in bundesweit 18 Studienzentren untersucht. In die Studie...

Heim-Pflegenotstand wird zum Fall für das Verfassungsgericht

Karlsruhe (dpa) - Mit den oft als unwürdig kritisierten Zuständen in manchen Pflegeheimen muss sich jetzt das Bundesverfassungsgericht befassen. Die Verfassungsbeschwerde von sieben Betroffenen ist am Montag in Karlsruhe eingegangen, wie ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Das Verfahren wird vom ersten Senat unter Vorsitz von Vizepräsident Ferdinand Kirchhof bearbeitet. Die Kläger kommen nach Angaben ihres Rosenheimer Anwalts Christoph Lindner aus fünf Bundesländern. Details will Lindner nicht nennen: Seine Mandanten befürchteten durch eine Berichterstattung potenziell...

CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen

München (dpa) - Die CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen lassen. Das sagte Parteichef Horst Seehofer am Montag nach der CSU-Vorstandssitzung in München. Auch Ärzte sollen keine Beihilfe zur Selbsttötung geben dürfen. «Die verkehrteste Antwort wäre: Wir greifen zur Pille», sagte Seehofer zur aktuellen Sterbehilfe-Diskussion. Außerdem will die CSU die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für Palliativmedizin und Hospize ausbauen lassen. Derzeit seien Sportverletzungen wie ein Tennisarm in der gesetzlichen Krankenversicherung besser abgesichert als die...

Krankenhauskosten steigen weiter: Mehr als 4000 Euro pro Patient

Wiesbaden (dpa) - Eine stationäre Krankenhausbehandlung kostet in Deutschland im Durchschnitt 4152 Euro. Damit lagen die Kosten im Jahr 2013 um 2,3 Prozent höher als im Jahr davor. Insgesamt gaben die Kliniken für die stationäre Krankenhausversorgung im vergangenen Jahr rund 78,0 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Jahr 2012. Dazu kommen Ausgaben für nichtstationäre Leistungen - zum Beispiel für Ambulanzen oder Forschung - in Höhe von 12,0 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Kosten je Fall waren in...

Unions-Mehrheit gegen organisierte ärztliche Suizid-Beihilfe

Berlin (dpa) - Eine Mehrheit der Unionsfraktion will jegliche organisierte Sterbehilfe verbieten - auch eine organisierte Form des ärztlich begleiteten Suizids. Von einem solchen Verbot organisierter oder geschäftsmäßiger Suizid-Beihilfe seien Angehörige nicht betroffen, da bei ihnen nicht anzunehmen sei, dass sie eine solche Beihilfe wiederholten. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Unions-Abgeordneten Claudia Lücking-Michel (CDU), Michael Brand (CDU) und Michael Frieser (CSU) am Dienstag in Berlin vorstellten. Weiter heißt es in dem Papier: «Auch behandelnde Ärzte, die im...

Fresenius-Tochter Kabi baut Geschäft in Russland aus.

Bad Homburg (dpa) - Der Medizinkonzern Fresenius baut ungeachtet der Ukraine-Krise sein bestehendes Geschäft in Russland aus. Die Fresenius-Tochter Kabi starte mit CJSC Binnopharm ein Joint-Venture, an dem Kabi 51 Prozent der Anteile halten werde, teilte der Dax-Konzern Fresenius am Freitag mit. Der russische Markt für Arzneimittel ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Binnopharm stellt intravenös zu verabreichende Arzneimittel, Infusionslösungen und pharmazeutische Wirkstoffe her. Das im Großraum Moskau ansässige Unternehmen verfüge über zwei Produktionsstätten und habe 2013 einen...

Immer weniger Frauen treiben ab

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland geht seit zehn Jahren kontinuierlich zurück. Rund 99 700 Frauen haben 2014 abgetrieben, 3,0 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2004 waren noch 129 650 Abtreibungen gemeldet worden. Der Rückgang gilt trotz des demografischen Wandels. So kamen 2004 auf 10 000 Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren 66 Abtreibungen, 2014 waren es vorläufigen Zahlen zufolge nur noch 55. Knapp drei Viertel der Frauen, die 2014 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen...

Tückisches Virus - Experten rechnen mit mehr Grippe-Toten

Berlin (dpa) - Die laufende Grippesaison ist in Deutschland auf dem Höhepunkt angekommen - und hat es in sich. Fast 40 000 Menschen sind bisher nachweislich an Influenza erkrankt, im ganzen Land wird gefiebert, geschnupft und gehustet. Dazu kommt noch ein Negativ-Effekt: Ein wandlungsfreudiges Grippevirus hat eine Komponente der Impfung außer Kraft gesetzt. Geimpfte haben damit keinen so guten Schutz wie in anderen Jahren. Grippeforscher rechnen deshalb damit, dass es zum Ende der Saison mehr Tote geben könnte als sonst in einem Winterhalbjahr üblich. Für Belege ist es aber zu früh. Noch...