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Lieferengpässe bei medizinischem Cannabis

Berlin (dpa) - Schwerkranke Patienten, die Cannabis als legales Schmerzmittel bekommen, müssen wegen Lieferschwierigkeiten mitunter wochenlang auf ihr Medikament warten. Das räumte das Gesundheitsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken ein. Anfang und Ende 2014 seien bei den Lieferungen aus den Niederlanden Engpässe aufgetreten. Das habe zu Verzögerungen «von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen» geführt, heißt es in dem Ministeriumsschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» (Dienstag) darüber berichtet. Nach...

Mehr oder weniger Ärzte - wie gesund ist die medizinische Versorgung?

Mehr als 37 Milliarden Euro bekamen die Praxisärzte vergangenes Jahr - so viel wie nie zuvor. Es gibt auch so viele Mediziner wie nie. Und trotzdem müssen die Patienten laut den Ärzten wachsende Lücken in der Versorgung hinnehmen. Berlin (dpa) - «Etwas mehr und doch zu wenig» - so bewertet Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery den jüngsten Rekord bei den Medizinern in Deutschland. Warum warnen die Ärzte trotz steigender Zahlen vor einem Mangel? Und welche Ansätze zur Lösung gibt es? Wie viele Ärzte arbeiten in Deutschland? Die Zahl stieg 2014 binnen eines Jahres um 2,2 Prozent auf 365 247....

Rekord von mehr als 365 000 Ärzten in Deutschland

Berlin (dpa) - Noch nie hat es in Deutschland so viele Ärzte gegeben wie heute. Nach einer neuen Statistik der Bundesärztekammer arbeiten derzeit mehr als 365 000 Mediziner in der Bundesrepublik. Die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner sei im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent gestiegen, teilte die Kammer am Dienstag in Berlin mit. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnte dennoch vor einem Ärztemangel. «Dieses leichte Plus reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von...

Gesundheitsausgaben steigen - Patienten zahlen aber weniger

Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger. Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11,0 Prozent, 2011 10,9 Prozent. «Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur...

Bundesweit mehr als 900 Masernfälle - größte Welle in Berlin

Berlin (dpa) - Bereits mehr als 900 Menschen in Deutschland haben sich in diesem Jahr nachweislich mit Masern angesteckt. Nach Angaben des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales erkrankten allein in der Hauptstadt seit Oktober 782 Patienten. Die meisten von ihnen waren nicht geimpft. 661 Menschen steckten sich in diesem Jahr an. Mit zurzeit rund 20 neuen Fällen pro Tag schwäche sich die Welle bisher auch nicht ab, berichtete Sprecherin Silvia Kostner. Bis Ende Februar wurden an der Robert Koch-Institut Masernausbrüche aus 13 Bundesländern gemeldet, lediglich in Bremen,...

Laumann fordert Kommunen zum Ausbau der Tagespflege auf

Berlin (dpa) - Die Kommunen in Deutschland müssen nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), mehr für den Ausbau der Tagespflege tun. Nachdem der Bund mit dem Pflegestärkungsgesetz die Leistungen flexibilisiert und erhöht habe, müsse nun gebaut oder umgebaut werden, sagte Laumann der «Nordsee-Zeitung» (Donnerstag). Die Kommunalpolitik sei in der Pflicht, dies mit den Pflegediensten und den Einrichtungen auszuloten. Laumann plädierte dafür, Einrichtungen zur Tagespflege «möglichst nahe an den Menschen» zu schaffen: «So, wie man bei Grundschulen sagt,...

Studie: Patienten werden kritischer - guter Service gefragt

Berlin (dpa) - Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister müssen sich zunehmend auf ein kritischeres und selbstbewussteres Publikum einstellen. So sind bei den 18- bis 34-Jährigen rund 27 Prozent mit den Öffnungszeiten der Praxen unzufrieden, bei der Generation 55plus dagegen nur 8 Prozent. Das zeigt der Healthcare-Barometer März 2015 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach fühlen sich knapp 20 Prozent der jungen Erwachsenen von Ärzten und medizinischem Personal nicht ernst genommen, bei den...

Patientenschützer: Mehr Vorsorge für suizidgefährdete Alte

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz ruft die Bundesregierung auf, die Vorsorge für suizidgefährdete ältere Menschen zu verbessern. Angesichts der hohen Selbsttötungsraten müsse dringend ein «Aktionsprogramm Suizidprophylaxe 60plus» aufgelegt werden, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er hob hervor: «Der Anteil der Über-60-Jährigen an der Bevölkerung beträgt 27 Prozent. Mit 45 Prozent ist sie jedoch die größte Gruppe unter den Menschen, die Suizid begehen.» Hauptursache seien Depressionen. Antworten darauf sollten psychiatrische und...

Tarifverhandlungen für Krankenhausärzte gehen weiter

Düsseldorf (dpa) - In Düsseldorf hat am Donnerstag die zweite Tarifrunde für bundesweit rund 52 500 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern begonnen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund verlangt 5,4 Prozent mehr Geld, weniger Wochenenddienste und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als zu teuer ab. In der Summe ergebe sich eine Kostensteigerung von rund 9 Prozent. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft sollten am Donnerstag erstmals Details besprochen werden. Der Marburger Bund verlangt, mindestens zwei Wochenenden im Monat sollten frei sein. Der...

Kassen: Pflege in Deutschland ist besser geworden

Berlin (dpa) - Nach teils massiver Kritik in den vergangenen Jahren ist die Qualität der Pflege in Deutschland auf dem Weg der Besserung. Zu diesem Ergebnis kommt der 4. Pflegequalitätsbericht der Krankenkassen, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Fortschritte zeigten sich demnach bei der Vermeidung von Druckgeschwüren, bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung der Pflegebedürftigen oder beim Verzicht auf freiheitseinschränkende Maßnahmen wie Gurtanlegen. Schwächen waren bei der Versorgung von Menschen mit ständigen Schmerzen zu erkennen. Der Medizinische Dienst (MDS) des...