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Tarifverhandlungen für Krankenhausärzte gehen weiter

Düsseldorf (dpa) - In Düsseldorf hat am Donnerstag die zweite Tarifrunde für bundesweit rund 52 500 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern begonnen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund verlangt 5,4 Prozent mehr Geld, weniger Wochenenddienste und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als zu teuer ab. In der Summe ergebe sich eine Kostensteigerung von rund 9 Prozent. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft sollten am Donnerstag erstmals Details besprochen werden. Der Marburger Bund verlangt, mindestens zwei Wochenenden im Monat sollten frei sein. Der...

Kassen: Pflege in Deutschland ist besser geworden

Berlin (dpa) - Nach teils massiver Kritik in den vergangenen Jahren ist die Qualität der Pflege in Deutschland auf dem Weg der Besserung. Zu diesem Ergebnis kommt der 4. Pflegequalitätsbericht der Krankenkassen, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Fortschritte zeigten sich demnach bei der Vermeidung von Druckgeschwüren, bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung der Pflegebedürftigen oder beim Verzicht auf freiheitseinschränkende Maßnahmen wie Gurtanlegen. Schwächen waren bei der Versorgung von Menschen mit ständigen Schmerzen zu erkennen. Der Medizinische Dienst (MDS) des...

Ehemaliger Chefarzt wegen Missbrauchs von Patientinnen angeklagt

Bamberg (dpa) - Im Missbrauchskandal am Bamberger Klinikum hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen ehemaligen Chefarzt erhoben. Ihm werden Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Arzt soll Frauen unter dem Vorwand einer angeblichen medizinischen Studie untersucht und sich dabei an ihnen vergangen haben. Zuvor soll er sie mit Medikamenten ruhiggestellt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Der inzwischen entlassene Chef der Klinik für Gefäßchirurgie hat die Vorwürfe bestritten und erklärt, nur medizinisch notwendige...

Ministerium macht bei elektronischer Gesundheitskarte Druck

Berlin (dpa) - Nach massiven Verzögerungen will das Bundesgesundheitsministerium bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) den Druck erhöhen. Sollten Industrie, Krankenkassen oder Ärzte erneut blockieren und die Fristen für die einzelnen Entwicklungsstufen nicht einhalten, droht ihnen eine Geldstrafe. Das geht aus einem Referentenentwurf des Ministeriums zur «sicheren digitalen Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen» hervor, der am Dienstag in die Ressortabstimmung ging. Das Gesetz soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Ärzte sollen künftig unter anderem im Notfall...

Fehler bei einem Test für Organspende im Klinikum Bremerhaven

Bremen (dpa) - Ärzte haben bei einer Organspende im Klinikum Bremerhaven einen Test auf Hirntod nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Es handele sich um einen formalen Fehler in der Dokumentation, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen am Montag. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission will noch im Laufe des Tages eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass die Ärzte die Organentnahme Anfang Dezember 2014 wegen des Fehlers abgebrochen hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Bauch des Patienten schon aufgeschnitten....

Sozialversicherung macht in ersten neun Monaten 2014 weniger Minus

Wiesbaden (dpa) - Das Minus der Sozialversicherung ist in den ersten neun Monaten 2014 kleiner geworden. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lag das Defizit bei 3,6 Milliarden Euro und damit 0,5 Milliarden Euro unter dem des Vorjahreszeitraums. Einnahmen von 407,3 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent) standen Ausgaben von 410,9 Milliarden Euro (plus 3,0 Prozent) gegenüber. Unter Sozialversicherung werden unter anderem gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, allgemeine Rentenversicherung, soziale Pflegeversicherung und die Bundesagentur für Arbeit...

SPD verlangt Regelung für «Pille danach» bis zum Frühjahr

Berlin (dpa) - Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, bis zum Frühjahr eine deutsche Regelung für die «Pille danach» vorzulegen. SPD-Gesundheitspolitikerin Martina Stamm-Fibich sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich begrüße die Entscheidung der EU-Kommission die «Pille danach» aus der Rezeptpflicht zu entlassen. Dies ist ein längst überfälliger und wichtiger Schritt für das Selbstbestimmungsrecht moderner Frauen.» Weiter sagte sie: «Ich hoffe, dass bereits im Frühjahr Frauen von der heute getroffenen Entscheidung profitieren.» Stamm-Fibich zeigte sich...

Arznei ohne Rezept: Apothekerin muss Schadenersatz zahlen

Karlsruhe (dpa) - Weil sie ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept herausgegeben hat, muss eine Apothekerin einem Konkurrenten 1099 Euro Schadenersatz plus Zinsen zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag entschieden. Apotheker dürften verschreibungspflichtige Medikamente generell nur bei Vorliegen eines Rezeptes herausgeben, hieß es. Das schütze die Patienten vor gefährlichen Fehlmedikationen. Nur in Notfällen dürfen Apotheker demnach ein solches Mittel ohne Rezept abgeben. Die Apothekerin aus Baden-Württemberg war von einem Konkurrenten verklagt worden. Sie...

«Pille danach» bald auch rezeptfrei direkt in Apotheken

Berlin (dpa) - Frauen können die «Pille danach» bald auch in Deutschland ohne Rezept direkt in der Apotheke bekommen. Nach der Freigabe durch die EU-Kommission sicherte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine rasche nationale Regelung zu. «Wir werden der Entscheidung der Kommission folgen und das deutsche Recht für beide Präparate, die derzeit auf dem Markt sind, schnellstmöglich anpassen», erklärte Gröhe am Donnerstag in Berlin. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um «ellaOne» (Wirkstoff: Ulipristal) und «PiDaNa» (Wirkstoff: Levonorgestrel). Am Vortag hatte Brüssel auf Empfehlung...

Mehr Auszubildende in der Altenpflege

Berlin (dpa) - Mehr junge Menschen entscheiden sich für einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege. Das geht aus dem Zwischenbericht zur «Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege» hervor, den das Bundesfamilienministerium am Donnerstag vorgestellt hat. «Im Schuljahr 2013/2014 haben sich so viele Personen wie nie zuvor für eine Altenpflegeausbildung entschieden», sagte Ministerin Manuela Schwesig (SPD). Mit einer Steigerung von 14,2 Prozent auf 26 740 begonnene Ausbildungen sei die angepeilte Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2012/2013 deutlich übertroffen worden. Die...