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Fehler bei einem Test für Organspende im Klinikum Bremerhaven

Bremen (dpa) - Ärzte haben bei einer Organspende im Klinikum Bremerhaven einen Test auf Hirntod nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Es handele sich um einen formalen Fehler in der Dokumentation, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen am Montag. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission will noch im Laufe des Tages eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass die Ärzte die Organentnahme Anfang Dezember 2014 wegen des Fehlers abgebrochen hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Bauch des Patienten schon aufgeschnitten....

Sozialversicherung macht in ersten neun Monaten 2014 weniger Minus

Wiesbaden (dpa) - Das Minus der Sozialversicherung ist in den ersten neun Monaten 2014 kleiner geworden. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lag das Defizit bei 3,6 Milliarden Euro und damit 0,5 Milliarden Euro unter dem des Vorjahreszeitraums. Einnahmen von 407,3 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent) standen Ausgaben von 410,9 Milliarden Euro (plus 3,0 Prozent) gegenüber. Unter Sozialversicherung werden unter anderem gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, allgemeine Rentenversicherung, soziale Pflegeversicherung und die Bundesagentur für Arbeit...

SPD verlangt Regelung für «Pille danach» bis zum Frühjahr

Berlin (dpa) - Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, bis zum Frühjahr eine deutsche Regelung für die «Pille danach» vorzulegen. SPD-Gesundheitspolitikerin Martina Stamm-Fibich sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich begrüße die Entscheidung der EU-Kommission die «Pille danach» aus der Rezeptpflicht zu entlassen. Dies ist ein längst überfälliger und wichtiger Schritt für das Selbstbestimmungsrecht moderner Frauen.» Weiter sagte sie: «Ich hoffe, dass bereits im Frühjahr Frauen von der heute getroffenen Entscheidung profitieren.» Stamm-Fibich zeigte sich...

Arznei ohne Rezept: Apothekerin muss Schadenersatz zahlen

Karlsruhe (dpa) - Weil sie ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept herausgegeben hat, muss eine Apothekerin einem Konkurrenten 1099 Euro Schadenersatz plus Zinsen zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag entschieden. Apotheker dürften verschreibungspflichtige Medikamente generell nur bei Vorliegen eines Rezeptes herausgeben, hieß es. Das schütze die Patienten vor gefährlichen Fehlmedikationen. Nur in Notfällen dürfen Apotheker demnach ein solches Mittel ohne Rezept abgeben. Die Apothekerin aus Baden-Württemberg war von einem Konkurrenten verklagt worden. Sie...

«Pille danach» bald auch rezeptfrei direkt in Apotheken

Berlin (dpa) - Frauen können die «Pille danach» bald auch in Deutschland ohne Rezept direkt in der Apotheke bekommen. Nach der Freigabe durch die EU-Kommission sicherte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine rasche nationale Regelung zu. «Wir werden der Entscheidung der Kommission folgen und das deutsche Recht für beide Präparate, die derzeit auf dem Markt sind, schnellstmöglich anpassen», erklärte Gröhe am Donnerstag in Berlin. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um «ellaOne» (Wirkstoff: Ulipristal) und «PiDaNa» (Wirkstoff: Levonorgestrel). Am Vortag hatte Brüssel auf Empfehlung...

Mehr Auszubildende in der Altenpflege

Berlin (dpa) - Mehr junge Menschen entscheiden sich für einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege. Das geht aus dem Zwischenbericht zur «Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege» hervor, den das Bundesfamilienministerium am Donnerstag vorgestellt hat. «Im Schuljahr 2013/2014 haben sich so viele Personen wie nie zuvor für eine Altenpflegeausbildung entschieden», sagte Ministerin Manuela Schwesig (SPD). Mit einer Steigerung von 14,2 Prozent auf 26 740 begonnene Ausbildungen sei die angepeilte Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2012/2013 deutlich übertroffen worden. Die...

Bürokratieabbau: Formularflut nervt Patienten, Ärzte, Kassen

Berlin (dpa) - Formulare über Formulare: Die fortschreitende Bürokratie im Gesundheitswesen nervt Patienten, Ärzte und Krankenkassen gleichermaßen. Die Barmer GEK sowie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe wollen den Druck auf Krankenkassen und Ärzteschaft erhöhen, gemeinsam gegen die Flut unverständlicher Formulare anzugehen. In Pilotprojekten in Borken, Münster und Dortmund überprüfen Kasse und Ärzte Formulare auf ihre Praxistauglichkeit. Barmer GEK-Chef Christoph Straub unterstrich am Mittwoch in Berlin, weniger «Papierkram» für den Arzt bedeute mehr Zeit für den...

Ministerium erarbeitet Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium will Leitlinien für die medizinische Versorgung bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung erarbeiten. Ärzten und Psychotherapeuten komme eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum gehe, Verdachtsmomenten nachzugehen und weitere Schritte einzuleiten, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem will es ausloten, wie die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessert werden kann. «In jungen Jahren auftretende psychische Auffälligkeiten nehmen nicht selten einen langwierigen Verlauf», erläuterte das Ministerium.

Bund und Länder verhandeln über Gesundheitskarte für Asylbewerber

Hamburg (dpa) - In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses «Bremer Modells», teilte eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag mit. Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich bei den Stadtstaaten bereits zuvor nach dem Modell erkundigt. Laut Hamburger Senatsverwaltung lohnt sich die...

TK verlangt Änderung der Krankenhausfinanzierung

Hamburg/Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich für eine Änderung der Krankenhausfinanzierung ausgesprochen. Wenn die Länder ihren finanziellen Verpflichtungen ohnehin völlig unzureichend nachkämen, «dann bezahlen wir als Krankenkassen eben alles, inklusive der Investitionskosten», sagte der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas, der Deutschen Presse-Agentur. «Dann wollen wir aber dabei mitsprechen, wo Infrastruktur auf- und wo abgebaut wird. Faktisch haben wir diese Finanzierung heute in weiten Teilen schon so. Dann kann man es auch rechtlich festschreiben. Und wer bezahlt,...