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Bürokratieabbau: Formularflut nervt Patienten, Ärzte, Kassen

Berlin (dpa) - Formulare über Formulare: Die fortschreitende Bürokratie im Gesundheitswesen nervt Patienten, Ärzte und Krankenkassen gleichermaßen. Die Barmer GEK sowie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe wollen den Druck auf Krankenkassen und Ärzteschaft erhöhen, gemeinsam gegen die Flut unverständlicher Formulare anzugehen. In Pilotprojekten in Borken, Münster und Dortmund überprüfen Kasse und Ärzte Formulare auf ihre Praxistauglichkeit. Barmer GEK-Chef Christoph Straub unterstrich am Mittwoch in Berlin, weniger «Papierkram» für den Arzt bedeute mehr Zeit für den...

Ministerium erarbeitet Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium will Leitlinien für die medizinische Versorgung bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung erarbeiten. Ärzten und Psychotherapeuten komme eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum gehe, Verdachtsmomenten nachzugehen und weitere Schritte einzuleiten, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem will es ausloten, wie die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessert werden kann. «In jungen Jahren auftretende psychische Auffälligkeiten nehmen nicht selten einen langwierigen Verlauf», erläuterte das Ministerium.

Bund und Länder verhandeln über Gesundheitskarte für Asylbewerber

Hamburg (dpa) - In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses «Bremer Modells», teilte eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag mit. Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich bei den Stadtstaaten bereits zuvor nach dem Modell erkundigt. Laut Hamburger Senatsverwaltung lohnt sich die...

TK verlangt Änderung der Krankenhausfinanzierung

Hamburg/Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich für eine Änderung der Krankenhausfinanzierung ausgesprochen. Wenn die Länder ihren finanziellen Verpflichtungen ohnehin völlig unzureichend nachkämen, «dann bezahlen wir als Krankenkassen eben alles, inklusive der Investitionskosten», sagte der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas, der Deutschen Presse-Agentur. «Dann wollen wir aber dabei mitsprechen, wo Infrastruktur auf- und wo abgebaut wird. Faktisch haben wir diese Finanzierung heute in weiten Teilen schon so. Dann kann man es auch rechtlich festschreiben. Und wer bezahlt,...

Kassen wollen mehr Mitsprache bei Krankenhausplanung

Deutschlands Krankenhäuser sind nicht optimal aufgestellt. So sehen es jedenfalls Politik und Kassen. Reformvorschläge gibt es einige. Berlin (dpa) - Die Krankenkassen fordern mehr Mitsprache bei der Planung und Finanzierung der Kliniklandschaft. Wenn die Länder ihren finanziellen Verpflichtungen ohnehin völlig unzureichend nachkämen, «dann bezahlen wir als Krankenkassen eben alles, inklusive der Investitionskosten», sagte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, der Deutschen Presse-Agentur. «Dann wollen wir aber dabei mitsprechen, wo Infrastruktur auf- und wo abgebaut...

Die Krankenhausreform birgt noch reichlich Konfliktstoff

Bund und Länder haben bis Ende des Jahres wie versprochen Eckpunkte für eine Krankenhausreform vorgelegt. 2015 soll ein Gesetz erarbeitet werden, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten kann. Doch bis dahin dürfte es noch etliches Hauen und Stechen geben. Berlin (dpa) - Wenn in diesen Zeiten von Krankenhäusern die Rede ist, dann von zu vielen Kliniken, zu vielen unnötigen Operationen, zu vielen Hygieneproblemen, zu wenig Geld. Die Hälfte der etwa 2000 Häuser schreibt rote Zahlen. Trotzdem stiegen die Ausgaben für sie von 2008 bis 2012 um 20 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Im Grunde sind...

Mehr Leistungen in der Pflegeversicherung - und höhere Beiträge

Berlin (dpa) - Mit dem neuen Jahr steigen die Leistungsbeträge in der Pflegeversicherung um vier Prozent. Das bringt etwa in vollstationärer Pflege bei Stufe eins 1064 Euro - also 41 Euro mehr. Kurzzeit- und Verhinderungspflege können besser kombiniert werden. Zuhause Gepflegte sollen leichter vorübergehend in einem Heim oder von ambulanten Diensten betreut werden können. Tages- und Nachtpflege kann ungekürzt neben Geld- und Sachleistungen beansprucht werden. Der Anspruch auf Betreuung durch Helfer in der ambulanten Pflege wird ausgeweitet - auch mit Hilfe im Haushalt oder Alltagsbegleiter....

Gesundheitsminister Gröhe warnt vor vorschnellem Kassenwechsel

Seit Jahresanfang dürfen die gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben - was zu unterschiedlich hohen Beiträgen führt. Sollte man jetzt also schnell zu einer billigeren Kasse wechseln? Der Bundesgesundheitsminister rät zu Vorsicht. Berlin (dpa) - Nach der Beitragsreform für die gesetzliche Krankenversicherung hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe die Versicherten davor gewarnt, vorschnell ihre Kasse zu wechseln. Eine gute Krankenkasse erkenne man an Leistung und am Preis, sagte der CDU-Politiker der «Bild»-Zeitung (Freitag). Sei eine andere Krankenkasse zum Beispiel für Nachfragen...

Bundesregierung will gegen Volkskrankheit Diabetes vorgehen

Berlin (dpa) - Mit mehr Aufklärung und besserem Zugang zu Therapien will die Bundesregierung die Ausbreitung der Volkskrankheit Diabetes eindämmen. Gesundheitspolitiker von Union und SPD planen eine Nationale Diabetes-Strategie, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Samstag) berichtet. Zum Konzept gehören demnach auch eine umfassende Erhebung von Krankheitsdaten sowie mehr Kooperation von Bund und Ländern. In Deutschland leiden nach den Angaben 6,7 Millionen Menschen an der «Zuckerkrankheit». Angesichts der älter werdenden Bevölkerung wächst die Zahl der Betroffenen schnell. Jedes Jahr...

GKV warnt vor zu schnellem Kassenwechsel - Angebote genau prüfen

Beitragszahler können zum 1. Januar ihre Krankenkasse wechseln, wenn sie den Zusatzbeitrag nicht zahlen wollen. Sie sollten sich aber vorher das Preis-Leistungs-Verhältnis genau anschauen, raten Experten. Berlin (dpa) - Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat Beitragszahler vor einem übereilten Wechsel ihrer Krankenkasse gewarnt. Die Versicherten sollten nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags achten, sondern auch die teilweise unterschiedlichen Leistungen berücksichtigen, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, der Deutschen Presse-Agentur. «Das...