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Erneuter Rückschlag für die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen

Berlin (dpa) - Die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, die über wesentliche Belange von mehr als 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten entscheidet, hat einen weiteren Rückschlag von der Politik einstecken müssen. Der Gesundheitsausschuss votierte am Mittwoch einstimmig gegen die Nominierung zweier Kandidaten als unabhängige Mitglieder des sogenannten Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wie der Vorsitzendes des Bundestags-Gremiums, Edgar Franke (SPD), mitteilte. Im G-BA, dem höchsten Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung, sind Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser...

BGH überprüft Freispruch in Göttinger Transplantations-Skandal

Leipzig (dpa) - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Mittwoch über den Freispruch eines Göttinger Mediziners wegen des Transplantations-Skandals verhandelt. Der 5. Strafsenat des BGH in Leipzig muss über die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen entscheiden (Az.: 5 StR 20/16). Mit einem Urteil wird im Laufe des Mittwochs gerechnet. Das Landgericht hatte den früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin 2015 freigesprochen. Der Arzt habe zwar medizinische Daten manipuliert, sich damit aber nicht strafbar gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte...

Der Markt für Bio-Medikamente in Deutschland auf Wachstumspfad

Berlin (dpa) - Gentechnisch hergestellte Medikamente, sogenannte Biopharmazeutika, sind auf dem Arzneimittelmarkt weiter auf dem Vormarsch. Ihr Marktanteil nahm 2016 knapp ein Viertel des deutschen Arzneimittelmarktes ein, im Jahr zuvor waren es noch knapp 23 Prozent, wie der Verband Forschende Pharma-Unternehmen (vfa) am Montag in Berlin mitteilte. Der Umsatz mit diesen - zumeist sehr innovativen - Medikamenten wuchs von 8,2 Milliarden Euro 2015 auf 9,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, wie aus dem Biotech-Report weiter hervorgeht. Diese Entwicklung zeige, dass Biopharmazeutika...

Rentenkasse verzeichnet Minus von 2,2 Milliarden Euro

Rentenkasse mit Milliarden im Minus - ein Grund zur Sorge? Die Rentenversicherung beteuert: Die Lage ist gar nicht so schlecht. Berlin (dpa) - Die Rentenkasse hat im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Die Ausgaben lagen bei 282,7 Milliarden, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund am Montag in Berlin mitteilte. Die «Ruhr Nachrichten» hatten zuvor unter Berufung auf die Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018 darüber berichtet. Die Rentenversicherung führt die Entwicklung unter anderem auf die Kosten...

BGH verhandelt über Göttinger Organspende-Skandal

Göttingen/Leipzig (dpa) - Die juristische Aufarbeitung des Göttinger Transplantations-Skandals geht in die entscheidende Runde. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig wird am Mittwoch über die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen verhandeln. Das Gericht hatte den früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin im Mai 2015 freigesprochen. Es wird erwartet, dass der BGH noch am Mittwoch entscheidet. Das Landgericht bescheinigte dem Chirurgen zwar Manipulationen medizinischer Daten, die eine schnellere Zuteilung von Organen...

Moderne Versorgung organisieren! BKK Dachverband und DEGEMED vereinbaren Kooperation beim Projekt BGM-innovativ

Betriebskrankenkassen und Reha-Einrichtungen arbeiten bei Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), Prävention, Rehabilitation und Eingliederung von Arbeitnehmern künftig zusammen. Dazu vereinbarten der BKK Dachverband (BKK DV) und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) in Berlin die Kooperation im Projekt BGM-innovativ. Der beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelte Innovationsfonds fördert das Projekt bis 2020 finanziell. Von dem Projekt profitieren Arbeitnehmer mit Beschwerden im Muskel-Skelett-Bereich. Deren Beschwerden werden oft chronisch und...

Bertelsmann-Stiftung stellt Studie zur Altersarmut bis 2036 vor

Gütersloh (dpa) - Mit der Entwicklung der Altersarmut bis ins Jahr 2036 beschäftigt sich eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die am Montag (8.00 Uhr) in Gütersloh vorgestellt wird. Ab dem Jahr 2022 gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Die Studienautoren beleuchten, wie das deutsche Rentensystem vor diesem Hintergrund aufgestellt ist und welche Risikogruppen in den kommenden Jahren besonders von der Altersarmut betroffen sind. Heute gelten Rentner als armutsgefährdet, wenn ihr Netto-Einkommen unter 958 Euro liegt. 2015 waren das 16 Prozent der Neurentner. Für die Studie...

Ministerium: Krankenkassen machen zu Jahresbeginn 612 Millionen Plus

Die Rekordbeschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung. Schön für Gesundheitsminister Gröhe gerade im Wahljahr. Doch die meisten Krankenkassen dringen auf ein neues Geldverteilsystem. Berlin (dpa) - Anhaltend gute Konjunktur und hohe Beschäftigung füllen auch die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung. Im ersten Quartal dieses Jahres erwirtschafteten die Krankenkassen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Plus von rund 612 Millionen Euro. Damit stiegen deren Finanzreserven auf insgesamt 16,7 Milliarden Euro. Das geht aus den...

CSU-Gesundheitsexperte will Fonds für Opfer von Ärztefehlern

Berlin (dpa) - CSU-Gesundheitsexperte Reiner Meier will einen Entschädigungsfonds für die Opfer von Ärztefehlern. Dieser Fonds solle beispielsweise greifen, wenn ein Behandlungsfehler zwar offensichtlich sei, juristisch aber nicht nachgewiesen werden könne, heißt es in einem Bericht der «Welt am Sonntag». «Es steht für mich außer Frage, dass wir die Patienten in dieser Situation nicht allein lassen dürfen», sagte Meier der Zeitung. «Ein Fonds kann hier dringend notwendige Unterstützung leisten.» Der Fonds soll dem Bericht zufolge von Ärzten, Krankenhäusern und sonstigen medizinischen...

Laumann: Große Unterschiede bei Leistungszusagen der Krankenkassen

Berlin (dpa) - Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat zum Teil große Unterschiede bei der Genehmigung von Krankenkassenleistungen kritisiert. Laumann sagte am Freitag in Berlin, die Krankenkassen bewilligten zwar insgesamt einen Großteil der genehmigungspflichtigen Leistungen. Allerdings gebe es in manchen Bereichen große Unterschiede. So liege die Ablehnungsquote nach einer neueren Studie bei Rehabilitationen und Vorsorge durchschnittlich bei 18,4 Prozent. Zwischen den einzelnen Kassenarten variiere diese Quote jedoch zwischen 8,4 und 19,4...