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Bundestag beschließt Pflegeausbildungsreform

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat nach langem Ringen die Reform der Pflegeausbildung verabschiedet. Die Koalitionsfraktionen stimmten am Donnerstag für das sogenannte Pflegeberufegesetz, Grünen und Linke stimmten dagegen. Nach dem Gesetz soll künftig in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen allgemeinen Pflegeausbildung beginnen. Danach sollen die Azubis diese Ausbildung entweder fortsetzen oder sich im letzten Jahr als Altenpfleger oder Kinderkrankenpfleger spezialisieren können. Die Koalitionsfraktionen hatten sich in der vergangenen Woche auf letzte Details...

Nüßlein: Pflegeausbildung letzter Reformbaustein in der Pflege

Berlin (dpa) - Die Reform der Pflegeausbildung ist nach den Worten des stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden Georg Nüßlein (CSU) der letzte Baustein von Pflegereformen in dieser Legislaturperiode. Und es sei einer der schwierigsten gewesen, sagte Nüßlein am Donnerstag in der abschließenden Debatte im Bundestag. «Die Pflege war das Topthema dieser Legislaturperiode.» Die Union habe dafür gesorgt, dass Hauptschüler und Quereinsteiger weiter Zugang zu dem Beruf hätten. Die Linken-Abgeordnete Pia Zimmermann kritisierte, die Ausbildung werde unübersichtlicher. Zudem sei die...

Zahnärzte: Kaum Beschwerden über angebliche Behandlungsfehler

Rund 90 Millionen Zahnarztbehandlungen im Jahr und trotzdem wenig Beschwerden. Allerdings sind die Statistiken bundesweit sehr uneinheitlich - ein Jahre langes Ärgernis. Berlin (dpa) - Die zahnärztliche Patientenberatung hat im vergangenen Jahr knapp 2000 Eingaben und Beschwerden von Patienten nachgehen müssen. Von diesen stellte sich bei 30 Prozent heraus, dass der Einwand zutreffend gewesen sei. Dies geht aus einem neuen Bericht der Beratung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei jährlich mehr als 90 Millionen Zahnarztbehandlungen sei diese Zahl überschaubar, hieß es...

Krankenkassen: Finanzausgleich im Gesundheitssystem reformieren

Berlin (dpa) - Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen haben eine rasche Reform des Finanzausgleichs unter den gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Der Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), der die Gelder aus dem Gesundheitsfonds an die einzelnen Kassen nach der Schwere der Erkrankungen ihrer Versicherten verteilt, «erfüllt derzeit nicht sein Ziel, gleiche Chancen im Wettbewerb um eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen», kritisierte das Kassen-Bündnis am Montag. Das Bündnis umfasst insgesamt rund 42,3 Millionen der rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland....

Unionskreise: Koalition verständigt sich auf Pflegeausbildungsreform

Berlin (dpa) - Die Koalitionsfraktionen haben sich auf letzte Details der Reform der Pflegeausbildung verständigt. Damit kann das sogenannte Pflegeberufegesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Wie am Freitag aus Unionskreisen zu erfahren war, soll das Gesetz nun 2020 in Kraft treten und damit ein Jahr später als bisher geplant. Zentrale Änderung des Gesetzes ist, dass sich die Auszubildenden nach zwei Jahren entscheiden können, ob sie die generalistische Ausbildung weiter machen oder sich im letzten Jahr auf Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren...

Bundesaufsicht: Viele Kassenverträge für Arzt-Diagnosen rechtswidrig

Je schlimmer die Krankheit, um so mehr Geld bekommt die Krankenkassen für ihren Versicherten aus dem Gesundheitsfonds. Dieser Mechanismus reizt zum Mauscheln. Der Bund geht nun dagegen vor. Doch wo bleiben die Länder? Berlin (dpa) - Viele Verträge zwischen Krankenkassen und Ärzten zur besseren Dokumentation von Patientendiagnosen bieten nach Angaben des Bundesversicherungsamtes immer noch Anreize für Manipulationen. Nahezu alle diese Verträge seien rechtswidrig, zitierte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) die zuständige Aufsichtsbehörde. Diese habe inzwischen die...

Experte: Gewaltprävention in der Pflege kaum beachtet bei Qualitätsbewertung

Berlin (dpa) - Bei der Bewertung von Pflegequalität wird Gewaltprävention nach Einschätzung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) noch viel zu wenig beachtet. Der Vorstandsvorsitzende des Zentrums, Ralf Suhr, erklärte am Mittwoch in Berlin: «Die Politik muss sicherstellen, dass sich mit der Reform der Pflegenoten hier etwas grundlegend ändert. Gewaltprävention muss zentraler Punkt der pflegepolitischen Agenda nach der Bundestagswahl sein.» Sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige können gewaltsam handeln. Um neue Anhaltspunkte zur Bedeutung des Themas in der professionellen ...

Aufsicht: Viele Kassenverträge für Arzt-Diagnosen rechtswidrig

Berlin (dpa) - Viele Verträge zwischen Krankenkassen und Ärzten zur besseren Dokumentation von Patientendiagnosen sind nach Erkenntnissen des Bundesversicherungsamtes rechtswidrig. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) berichtete, hat die zuständige Aufsichtsbehörde inzwischen die betreffenden Kassen aufgefordert, rechtswidrige Vertragsinhalte unverzüglich zu beseitigen oder die Verträge zu kündigen. Hintergrund dieser Überprüfung durch das Bundesversicherungsamt waren Berichte aus dem vergangenen Jahr über Mauscheleien bei der Dokumentation von Diagnosen zugunsten der...

Müdes Deutschland: Schlafstörungen quälen Millionen

Trauma statt Traum: Immer mehr Deutsche leiden unter Schlaflosigkeit - mit schlimmen Folgen. Zugleich werden an der Sehnsucht nach Bettruhe Milliarden verdient. Guter Schlaf gilt manchem gar als Status-Symbol. Ulm (dpa) - Ruhelose Nächte, zermürbendes Schnarchen, immer wieder Atemaussetzer und morgens fühlt man sich wie gerädert. Wenn dagegen nichts anderes hilft, kommt vielleicht ein Hightech-Produkt in Frage: ein Zungenschrittmacher. «Der wird im Brustbereich implantiert und er aktiviert - wann immer nötig - über ein Kabel den Zungennerv», sagt Professor Jörg Lindemann (45), Leiter...

Experten warnen: Schlafstörungen in Deutschland auf dem Vormarsch

Ulm (dpa) - Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für die Allgemeinheit insgesamt, seien gravierend, warnt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Aus Anlass des «Aktionstages für erholsamen Schlaf» am Mittwoch (21. Juni) verweist die DGSM auf eine Erhebung der Krankenkasse DAK: Demnach haben seit 2010 Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent zugenommen. Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich derzeit betroffen. Zu den gefährlichen...