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Widerstand gegen Gröhes Versandhandelsverbot mit Arzneien auf Rezept

Apotheker im Wahlkampf gegen sich zu haben, kann unangenehm werden. Deswegen beeilte sich Gesundheitsminister Gröhe, eine EuGH-Urteil mit einem Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneien zu unterlaufen. Doch es klappt wohl nicht so richtig. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) stößt mit seinem geplanten Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln weiter auf massiven Widerstand. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist strikt gegen einen solchen Schritt. Und bei Justiz-, Finanz- und Wirtschaftsministerium...

Bessere Versorgung psychisch Kranker ohne mehr Psychotherapiepraxen?

Die oft monatelangen Wartezeiten für psychisch Kranke auf eine Behandlung beim Psychotherapeuten sollen endlich der Vergangenheit angehören. Doch reicht die Zahl der psychotherapeutischen Praxen dafür aus? Berlin (dpa) - Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland leidet übers Jahr gesehen an mindestens einer psychischen Störung, so eine Untersuchung des Robert Koch Instituts. Die Bandbreite reicht von Angst- und Schlafstörungen über Depressionen und Demenz bis zu Süchten wie Alkohol- oder Magersucht. Auf der Suche nach einem Psychotherapeuten wird man allzu oft am Telefon vom...

Psychotherapeuten: Es fehlen weiterhin Behandlungsplätze

Die Leistungen für psychisch Kranke werden vom kommenden Monat deutlich verbessert. Das könnte zu weiteren Engpässen und Wartezeiten bei den Psychotherapeuten führen. Berlin (dpa) - Psychisch kranke Menschen bekommen vom 1. April an einen wesentlich schnelleren Zugang zu einem Psychotherapeuten. Nach einer neuen Richtlinie können die monatelangen Wartezeiten für ein erstes Gespräch wesentlich verkürzt werden, sagte der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Dietrich Munz, der Deutschen Presse-Agentur. Er kritisierte jedoch, dass es immer noch an ausreichend...

BGH: Mutmaßlichen Willen bei Patientenverfügungen berücksichtigen

Eine wirksame Patientenverfügung muss nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs möglichst konkret sein. Im Zweifel sollte ein Gericht aber versuchen herauszufinden, wie ein Patient entschieden hätte, wenn er noch selbst bestimmen könnte. Karlsruhe (dpa) - Beim Umgang mit der Patientenverfügung eines schwer kranken Menschen muss nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) auch dessen mutmaßlicher Wille berücksichtigt werden. Anforderungen an die Eindeutigkeit einer Patientenverfügung dürften nicht überspannt werden, entschied der für Betreuungssachen zuständige Zivilsenat...

Familienministerin Schwesig: Smartphone am Esstisch tabu

Rostock (dpa) - Beim Essen sind Smartphones im Hause von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) tabu. «Bei uns gibt es die goldene Regel, «beim Essen hat kein Handy und kein Smartphone etwas zu suchen»», sagte Schwesig am Freitag bei der 2. Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock. Dies einzuhalten sei auch für sie wichtig. «Wenn ich morgens schon die ganzen Nachrichten sehe, dann habe ich die im Kopf und kann mich nicht mehr auf die anderen konzentrieren.» Mit solchen Regeln, an die sich alle halten, komme die Familie ganz gut klar, betonte die Ministerin. Zusätzlich gelte...

Gröhe drängt Kliniken und Kassen auf Personaluntergrenze in Pflege

Eigentlich könnten sich die Kliniken aus einen millionenschweren Fördertopf bedienen, um mehr Pflegepersonal einzustellen. Doch offenbar muss Gesundheitsminister Gröhe per Gesetz nachhelfen. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will Krankenhäuser und Krankenkassen verpflichten, personelle Untergrenzen für Pflegekräfte zu vereinbaren. Ein entsprechendes Gesetz will der CDU-Politiker im April ins Kabinett bringen. «Eine gute Versorgung im Krankenhaus setzt eine angemessene Personalausstattung voraus», sagte Gröhe der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag). Die Regelungen,...

Studie: Die Pille ist sicher - auch, was das Krebsrisiko angeht

Weltweit nehmen bis zu 150 Millionen Frauen regelmäßig die Pille. Sie schützt wirkungsvoll vor ungewollter Schwangerschaft - und langfristig auch vor einigen Krebsarten, wie eine neue Analyse zeigt. Aberdeen (dpa) - Pillen-Nutzerinnen müssen langfristig kein erhöhtes Krebsrisiko fürchten. In einer mehrere Jahrzehnte umfassenden Studie mit mehr als 40 000 Frauen in Großbritannien fanden Forscher, dass sich das Krebsrisiko auf lange Sicht durch die Einnahme der hormonellen Verhütungsmittel nicht erhöht - im Gegenteil: Vor einigen Krebsarten scheint die Einnahme der Pille sogar zu...

BKK im Dialog: Patient und Qualität im Fokus – geht das aktuell überhaupt?

Die gestrige Veranstaltung „BKK im Dialog“ befasste sich mit der Frage, ob es aktuell umsetzbar sei, dass für die Akteure im Gesundheitswesen mit den aktuell vorliegenden Rahmenbedingungen in gleichem Maße Patientenversorgung und Qualität im Fokus habe könnten. Plädoyer für Debatte zu Qualitätsaspekten – für und mit den Kassen Für die Kassenseite erläuterte Dr. Gertrud Demmler, Vorstand bei der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) Parameter für eine Qualitätserfassung von Krankenkassen – so Transparenz bei den Beschwerdequoten sowie Qualität und Schnelligkeit der Bearbeitung von...

„Migration und Gesundheit – interkulturelle Aspekte in der Prävention“

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten eine Fülle von Präventionsleistungen an. Studien zeigen jedoch, dass nicht alle Menschen gleichermaßen von diesem Angebot profitieren - Menschen mit Migrationshintergrund nehmen Präventionsleistungen seltener in Anspruch. Genau hier setzen BKK Dachverband e.V., IKK e. V., KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) (Kooperationsgemeinschaft unternehmensnaher Krankenkassen, kuk) und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) mit ihrer gestrigen Veranstaltung in Berlin an. vdek und kuk berichteten über ihre ersten...

Ärztekammer: 2245 Behandlungsfehler im vergangenen Jahr nachgewiesen

«Fehler passieren - auch in der Medizin.» Nur da können sie erhebliche Folgen haben - bis hin zum Tod. In der Statistik der Bundesärztekammer tauchen übrigens nur Fehler auf, wenn sich ein Patient beschwert. Berlin (dpa) - Die Zahl der ärztlichen Behandlungsfehler in Deutschland hat sich nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) in den vergangenen Jahren kaum verändert. 2016 trafen die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft bundesweit 7639 Entscheidungen zu Beschwerden von Patienten über Behandlungsfehler, gut 400 mehr als im Vorjahr. In 2245 Fällen (2015: 2132;...