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Kassenärzte verlangen mehr Geld für mehr Psychotherapieangebote

Berlin (dpa) - Die Kassenärzte haben den Krankenkassen vorgeworfen, die Ausweitung der Angebote für psychisch kranke Menschen nicht angemessen zu honorieren. Es handle sich um echte Verbesserungen für die Patienten. «Doch die Krankenkassen haben die Interessen ihrer eigenen Versicherten torpediert. Sie weigern sich, den Mehraufwand für die Psychotherapeuten adäquat zu finanzieren», kritisierte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Donnerstag in Berlin. «Die Krankenkassen leisten damit den Versicherten einen Bärendienst.» Von diesem...

Langer Kampf - Spätes Glück: Erfolg für Opfer des Bluter-Skandals

Sie wurden ausgegrenzt, rechneten mit einem frühen Tod - und hattenkeine Chance auf ein normales Leben. Nun jubeln die Opfer desBluter-Skandals über eine späte Genugtuung. Berlin (dpa) - Das Aids-Virus bekam Michael Diederichs als Kind. Damals, in den 80er Jahren, kam HIV für viele einem Todesurteil gleich. Diederichs ist Bluter, das Blut aus Wunden gerinnt nicht oder nur langsam. Das Virus bekam er über infiziertes Konzentrat, gewonnen aus menschlichem Blutplasma, das gegen seine Krankheit helfen sollte. Diederichs überlebte - wenn auch unter oft dramatischen Umständen. Jetzt feiert...

Ende der Grippewelle in Sicht - 629 registrierte Todesfälle

Berlin (dpa) - In Deutschland neigt sich die Grippewelle dem Ende zu. Seit Mitte März werde nur noch eine geringe Grippe-Aktivität verzeichnet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Mittwoch mit. «Das Ende der Grippewelle scheint erreicht zu sein», folgern die Forscher. Nach den jüngsten Daten sind seit dem frühen Beginn der Welle im Oktober 109 866 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt. Es zirkulierte vor allem der Virustyp A. Bei fast einem Viertel (23 Prozent) verlief die Infektion so schwer, dass sie in Kliniken behandelt werden mussten. Fast 200 Mal verbreiteten sich die...

Krankenhausgesellschaft verlangt Ausnahmen bei Krankenhausreform

Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Ausnahmeregelungen bei der 2016 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturreform gefordert. So solle es zwar Zuschläge für besonders gute Leistungen von Häusern geben. Abschläge für schlechte Leistungen seien aber «kein Instrument zur Qualitätsverbesserung», heißt es in einem Positionspapier für die Bundestagswahl im September, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Außerdem solle auf Kliniken Rücksicht genommen werden, die zwar die Anforderung an Mindestmengen bei einzelnen Leistungen nicht erfüllten, gleichwohl aber...

Patient 2.0 – Medizinische Versorgung in Netzwerken

Vernetzt und digital – schon heute sind diese beiden Begriffe der Informationstechnologie kaum noch aus unserer realen Lebenswelt fortzudenken. Es geht um Information, um Möglichkeiten einer durch Computer, Handy und Internet unterstützen, sich vernetzenden Kommunikation. Und die betrifft inzwischen alle Lebensbereiche, ob in der Arbeitswelt oder auch im Bereich der Gesundheit. Gerne ist hier dann die Rede vom Patienten 2.0.

Problem Pflege-TÜV - Bessere Pflegenoten nicht in Sicht

«Wir brauchen endlich einen Pflege-TÜV, der seinen Namen auch verdient.» Das sagte Gesundheitsminister Gröhe vor mehr als einem Jahr. Doch immer noch steht in den Sternen, wann aussagekräftige Heimbewertungen kommen. Berlin (dpa) - Auch nach langem Ringen um eine Reform des Pflege-TÜV müssen Pflegebedürftige noch weit mehr als ein Jahr auf aussagekräftige Pflegenoten für Heime warten. Vorschläge von offiziell beauftragten Wissenschaftlern zur Messung der Pflegequalität würden voraussichtlich erst im Sommer 2018 vorliegen, sagte Gernot Kiefer vom Vorstand des Spitzenverbands der...

Stiftung Patientenschutz: Gröhe muss bei Pflege-TÜV einschreiten

Berlin (dpa) - Wegen Verzögerungen einer Reform des Pflege-TÜV hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Einschreiten aufgefordert. «Für diese Misere ist die Bundesregierung verantwortlich», sagte Vorstand Eugen Brysch am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seit Jahren wird hinter den Kulissen des Gesundheitswesens um eine Reform des Pflege-TÜV gerungen, weil die Noten für die Heime kaum aussagekräftig sind. Der Gesetzgeber gab den Pflegeanbietern und Pflegekassen 2015 auf, ein neues Heim-Bewertungsverfahren als Ersatz ...

Studie: Prävention kann Zahl der Demenzfälle erheblich verringern

Demenzkrankheiten wie Alzheimer sind noch immer unheilbar. Die Forschung konzentriert sich deshalb auf vorbeugende Maßnahmen - und hat neun verschiedene Risikofaktoren identifiziert. London (dpa) - Die Zahl der weltweiten Demenz-Fälle ließe sich erheblich reduzieren, wenn die Risikofaktoren konsequent und von Kindheit an bekämpft würden. Zu diesem Ergebnis kommen internationale Experten in einem Artikel im Fachmagazin «The Lancet». In der Jugend sei mangelnde Bildung einer der wesentlichen Risikofaktoren. Im mittleren und höheren Lebensalter wirkten sich Übergewicht, hoher Blutdruck,...

Krankenkasse: Ältere im Krankenhaus oft nicht optimal behandelt

Können Klinikpatienten darauf vertrauen, dass ihr Krankenhausaufenthalt vor allem medizinische Gründe hat? Ausgerechnet bei hochbetagten Kranken sind große Zweifel angebracht. Berlin (dpa) - Hunderttausende hochbetagte Patienten werden in Deutschlands Krankenhäusern nach einer neuen Krankenkassen-Studie nicht optimal versorgt. So blieben viele über 70-Jährige oft für eine spezielle Krankenhaus-Reha in der Klinik, obwohl sie dort ein höheres Pflegefall-Risiko haben als bei einer herkömmlichen Reha, teilte die Barmer unter Berufung auf ihren neuen Krankenhausreport mit. Die ...