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Kinderärzte beklagen fehlende Zeit für psychosomatisch Erkrankte

Kinder klagen etwa über Bauch- oder Kopfschmerzen, ohne dass es eine organische Ursache gibt, haben Essstörungen oder ritzen sich: Das kann durch Mobbing oder die Trennung der Eltern ausgelöst werden. Kinderärzte schlagen Alarm: Ihnen fehle die Zeit für diese Patienten. Berlin (dpa) - Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen bei Kindern kommt aus Sicht von Kinderärzten in Deutschland oft zu kurz. Die derzeit mehr als überlasteten Ärzte hätten kaum Zeit, um der steigenden Zahl solcher Patienten nachhaltig zu helfen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und...

Was hilft dem Zappelphilipp?

Ist ein Kind nur etwas hibbelig und unkonzentriert - oder leidet es an ADHS - dem Zappelphilipp-Syndrom? Diese Frage zu entscheiden, ist selbst für Experten nicht einfach. Eine neue Leitlinie soll helfen. Medikamente spielen darin eine prominente Rolle. Berlin (dpa) - «Ob der Philipp heute still, wohl bei Tische sitzen will?», fragt sich der Vater vom Zappel-Philipp zu Beginn des Gedichts von Heinrich Hoffmann. Er wird enttäuscht werden: Philipp zappelt und kippelt mit dem Stuhl bis er fällt, reißt das Tischtuch mit sich, das Abendessen ist dahin. «Suppenschüssel ist entzwei, und die...

Mehr pflegende Angehörige bekommen Rente

Die Pflege von Angehörigen ist oft belastend. Zumindest für die Rente der Betroffenen gibt es jetzt aber gute Nachrichten. Berlin (dpa) - Immer mehr pflegende Angehörige bekommen für die Zeit der Pflege eine Rente. Nach einem Jahr Pflege erhöht sich dadurch die monatliche Rente um bis zu 30 Euro, wie ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Die Zahl der Pflegenden mit dabei erworbenen Rentenanwartschaften dürfte durch die Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegereform deutlich gestiegen sein. Seither sind...

Gesundheitsminister: Verständliche Patientenbriefe statt Ärztelatein

Wenn Ärzte am Krankenbett stehen, sprechen sie oft Fachchinesisch. Doch die Patienten sollten verstehen, was getan wird oder welche Behandlung ansteht. Dazu haben sich die Gesundheitsminister der Länder etwas einfallen lassen. Düsseldorf (dpa) - Patienten sollen eine stärkere Position im Gesundheitssystem bekommen und besser informiert werden. Die Kommunikation mit den Patienten müsse von allen Beteiligten verbessert werden, erklärten die Gesundheitsminister der Länder am Donnerstag nach ihrer Jahreskonferenz in Düsseldorf. Dies müsse auch einen größeren Stellenwert in der Ausbildung...

Altersrückstellungen für Privatversicherte steigen auf 250 Mrd. Euro

Berlin (dpa) - Trotz anhaltender Niedrigzinsphase in Europa sind die Altersrückstellungen der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) auf über 250 Milliarden Euro gestiegen. Damit sei ein Höchstwert erreicht, teilte der PKV-Verband am Donnerstag in Berlin mit. Durch die Altersrückstellungen sind die Privatversicherten nach Einschätzung des Verbands gut auf den demografischen Wandel vorbereitet. Die Beiträge seien so kalkuliert, dass die Versicherten von Beginn an Vorsorge für einen höheren Bedarf an Leistungen im Alter träfen. Im Jahr 2017 wuchsen die Rückstellungen für das...

Pfiffe gegen Gesundheitsminister - Beratungen über Patientenrechte

Mit Pfiffen empfangen protestierende Pfleger die Gesundheitsminister von Bund und Ländern in Düsseldorf. Nicht nur der Personalnotstand ist ein drängendes Problem. Patienten kritisieren im Gesundheitswesen zu wenig Mitspracherecht. Düsseldorf (dpa) - Bei Behandlungsfehlern sollten Patienten leichter Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche stellen können. Das forderte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch zum Auftakt der zweitägigen Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf. Die Regeln zur Beweislast müssten erleichtert werden, sagte...

Studie: Immer mehr künstliche Kniegelenke werden eingesetzt

Gütersloh (dpa) - In Deutschland werden einer Studie zufolge immer mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt - auch bei vergleichsweise jungen Patienten unter 60 Jahren. Zwischen 2013 und 2016 nahm die Zahl solcher Operationen um gut 18 Prozent auf rund 169 000 Fälle jährlich zu, wie die Bertelsmann-Stiftung am Dienstag in Gütersloh mitteilte. «Erklärbar ist dieser Trend weder durch medizinische noch durch demografische oder geografische Einflussfaktoren», hieß es. Unter den Patienten, denen eine Knieprothese eingesetzt wurde, waren 2016 rund 33 000 Menschen jünger als 60 Jahre. Ein...

Diskussion um das Brustkrebs-Screening - «Medizin kann mehr»

Brustkrebs ist ein Frauen-Killer. 17 000 Tote gibt es allein in Deutschland jedes Jahr. Seit fast zehn Jahren läuft zur besseren Früherkennung das Mammographie-Screening-Programm. Es zeigt Erfolge, sagen viele Experten. Aber geht da noch mehr? Berlin (dpa) - Manchmal kriecht die Erinnerung hoch. Ein Arztzimmer, ein Schreibtisch, zwei Stühle. Sterile Atmosphäre. Auf dem Tisch liegt ein bedruckter Zettel, es ist der Überweisungsschein fürs Krankenhaus. «Lässt sich das nicht besser noch ein bisschen beobachten?», fragt Andrea Idstein*. «Sie haben Brustkrebs, da brauchen Sie nicht...

Mammografie-Screening - gut so oder dringend zu ergänzen?

Berlin (dpa) - Wie gut gelingt es mit dem bis 2009 aufgelegten Mammographie-Screening-Programm, tödliche Brustkrebs-Erkrankungen zu vermeiden? Mit validen Ergebnissen aus Langzeitanalysen ist erst in einigen Jahren zu rechnen, Diskussionen darum gibt es aber schon jetzt. Neben der Röntgenuntersuchung müssten ergänzend alternative Methoden wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) genutzt werden, lauten zentrale Forderungen. Bis zu 45 Prozent mehr invasive Brustkrebs-Tumore entdecken - das sei möglich, wenn die Ultraschalldiagnostik standardmäßig ergänzend zur ...