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Das Embryonenschutzgesetz

Berlin (dpa) - In Deutschland ist es verboten, ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen. Nach dem Embryonenschutzgesetz (Paragraf 1) wird mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldbuße bestraft, «wer es unternimmt, bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen». Bestraft wird in diesen Fällen der Mediziner, nicht die spendende und nicht die empfangende Frau. Aber wie in einigen anderen Staaten ist es auch in Deutschland möglich,...

Prozess um Abrechnungsbetrug - Millionenschaden für Krankenkassen

Hamburg (dpa) - Mit falschen Abrechnungen und Verordnungen für Röntgenkontrastmittel sollen sie Krankenkassen um Millionen betrogen haben. An diesem Dienstag (9.30 Uhr) beginnt in Hamburg der Prozess gegen die beiden 59 und 66 Jahre alten Männer. Sie müssen sich wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Der Schaden für die Krankenkassen beträgt nach Angaben der Staatsanwaltschaft 34 Millionen Euro. Die Betrugsmasche des ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführers einer Radiologie-Gesellschaft und des Apothekers zusammen mit dem Inhaber der Gesellschaft habe so funktioniert: Die...

Erstes Mehrgenerationen-Hospiz in Deutschland eröffnet

Normalerweise sind in Deutschland Hospize streng nach Alter getrennt. Kinder und Erwachsene sterben nicht in einem Haus. In Kassel ist das nun anders. Dort können Todkranke in einem neuen Mehrgenerationenhaus unter einem Dach ihre letzte Lebenszeit verbringen. Kassel (dpa) - Ein grüner Plüschdrache sitzt auf einer zartrosa Seidendecke, große Fenster geben den Blick über Kassel frei, es riecht noch leicht nach frischer Farbe. Die acht neuen Zimmer des ersten Mehrgenerationen-Hospizes in Deutschland, das am Sonntag eingeweiht wurde, wirken beruhigend und behaglich. «Die Zimmer sind alle im...

«Ein Ort für alle» - Erstes Mehrgenerationen-Hospiz eröffnet

Kassel (dpa) - Das erste Mehrgenerationen-Hospiz Deutschlands hat in Kassel seine Tore geöffnet. «Heute ist der Tag, an dem sich eine 25 Jahre alte Vision erfüllt», sagte Gerhard Paul, Vorstandschef der Heilhaus-Stiftung Ursa Paul, am Sonntag. 4,3 Millionen Euro investierte die Stiftung in den Neubau. Die Leiterin des Pflegebereichs, Viviane Clauss, erklärte: «Wir wollten einen Ort, der die Menschen nicht trennt. Einen Ort, wo sterben möglich ist. Einen Ort für alle.» Die Betreuung der Sterbenden jeden Alters und die Begleitung ihrer Familien stehen im Mittelpunkt. 15 neue Stellen wurden...

Die rezeptfreie Pille danach und ein Anstieg der Abtreibungen

Frauen können seit einem Jahr die Pille danach rezeptfrei in Apotheken kaufen. Frauenärzte sehen Auswirkungen auf die Zahl der Abtreibungen. Berlin (dpa) - Seit Jahren nimmt die Zahl der Abtreibungen kontinuierlich ab - so auch 2015, um 0,5 Prozent. Eine gute Nachricht. Doch die Statistik kann auch anders gelesen werden, meinen zumindest Frauenärzte. Danach gab es im Verlauf des vergangenen Jahres sehr wohl eine Trendwende - hin zu einem neuerlichen Anstieg der Schwangerschaftsabbrüche. Wie lesen Frauenärzte die Zahlen des Statistischen Bundesamtes? Der Präsident des Berufsverbandes der...

Frauenärzte: Apotheker beraten bei Pille danach nicht ausreichend

Seit März 2015 gibt es die Pille danach auch rezeptfrei in der Apotheke. Die Beratung dort sei nicht gut genug, findet der Berufsverband der Frauenärzte mit Verweis auf die Statistik. Berlin (dpa) - Frauenärzte haben den Apothekern vorgeworfen, Frauen über die Wirkung der Pille danach nicht ausreichend aufzuklären. Zwar würden durch die Rezeptfreiheit mehr Präparate zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Sex verkauft. Aber der Anteil, der wirkungslos bleibe, sei nach der Statistik höher als vorher, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, der Deutschen...

Gröhe: Qualität der Pflegeausbildung verbessern

Pflege braucht mehr Fachkräfte und eine moderne Ausbildung, weil die Anforderungen immer größer werden. Das Pflegeberufsgesetz soll dies abfangen. Doch Kritik an der Reform kommt selbst aus der Wirtschaft. Berlin (dpa) - Der Pflegeberuf muss nach den Worten von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) attraktiver werden und braucht deswegen eine moderne Ausbildung. Gröhe verteidigte am Freitag im Bundestag seine Reform der Pflegeausbildung gegen Kritik privater Leistungsanbieter. Nach zehn Jahren Debatte über eine Reform werde es endlich Zeit, sie umzusetzen, sagte er bei der ersten Lesung...

Gröhe: Pflege braucht eine moderne Ausbildung

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Reform der Pflegeausbildung gegen Kritik privater Leistungsanbieter verteidigt. Bei der ersten Lesung seines Pflegeberufsgesetz im Bundestag sagte Gröhe am Freitag, nach zehn Jahren Debatte über eine Reform werde es endlich Zeit, sie umzusetzen. Eine Zusammenlegung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege werde dabei der Tatsache gerecht, dass immer häufiger Menschen ins Krankenhaus kämen, die beispielsweise altersdement seien, und umgekehrt Menschen im Altenheim lebten, die mehrere Erkrankungen hätten. Um mehr Menschen...

Reform der Pflegeberufe im Bundestag

Berlin (dpa) - Der Bundestag berät am Freitag (09.00 Uhr) in erster Lesung über die Reform der Pflegeberufe. Kern ist die Zusammenlegung der Ausbildung für die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege und deren inhaltliche Neuausrichtung. Besonders die Altenpflege soll damit aufgewertet werden. Mit einer solchen generalistischen Ausbildung soll den Pflegekräften unter anderem die Chance eröffnet werden, später innerhalb des Pflegeberufs zu wechseln - etwa von der Altenpflege auf die Krankenhausstation oder in die Kinderkrankenpflege. So könnte ein Abwandern von Pflegekräften in andere Berufe...

Urteil: Ex-Vorstand soll Krankenkasse 4,6 Millionen Euro zahlen

Hamm (dpa) - Ein ehemaliger Vorstand der Krankenkasse BIG aus Dortmund soll seinem früheren Arbeitgeber Schadenersatz in Höhe von 4,6 Millionen Euro zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm am Donnerstag entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Bochum teilweise abgeändert. Nach Ansicht des Gerichts hatte der Manager 2009 gegen seine Dienstpflichten verstoßen und mit 4000 Quadratmetern zu viele Büro- und Nebenflächen angemietet. Das ging nach Ansicht des Gerichts über mehrere Jahre am Bedarf der gesetzlichen Krankenkasse vorbei. Den Mietschaden soll er jetzt erstatten. Das Urteil...