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Der Schrittmacher im Hirn - Neuanfang für Parkinson-Patienten

Zittern, Starre, Verlust der sozialen Kontakte - die Parkinson-Krankheit hat schwerwiegende Folgen. Hirnschrittmacher können Betroffenen das Leben erleichtern. Inzwischen hat die Technik große Fortschritte gemacht. Düsseldorf (dpa) - Helmut Schröder war 49, als er beim Skifahren die Rechtskurve nicht mehr hinbekam. Auch eine Tür aufzuschließen, wurde für ihn zum Problem. Schon bald wurde bei dem Psychiater an einer Klinik in Hannover Parkinson diagnostiziert. Über sein Leben mit der unheilbaren Krankheit, die neben Alzheimer zu den häufigsten zerstörerischen Krankheiten des Nervensystems...

Die Parkinson-Krankheit

Düsseldorf (dpa) - Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Ursache für die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Sie produzieren dann kein Dopamin mehr, mit dessen Hilfe der Körper normalerweise Bewegungen steuert. Zahlreiche Störungen sind die Folge: Zittern, verspannte Muskeln sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen. Hinzu kommen eine leise und monotone Sprache sowie eine starre Mimik. Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In der...

Erste Hinweise: Hirnstimulation verbessert Sprechen nach Schlaganfall

Düsseldorf (dpa) - Jeder dritte Schlaganfall-Patient leidet an einer Sprachstörung (Aphasie) und kann zum Beispiel Objekte nicht mehr benennen. Neurologen ist es in einer ersten kleinen Studie gelungen, mit Hilfe von äußerlichen elektrischen Reizen am Kopf die Sprachfähigkeit von Schlaganfall-Patienten zu verbessern. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag in Düsseldorf bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN) vorgestellt. Für die Studie wurden 26 weibliche und männliche Patienten mit chronischer Aphasie acht Tage zweimal 20 Minuten täglich mit...

Ärztekammer: Mehr als 2100 Behandlungsfehler nachgewiesen

Ärzte sind keine Pfuscher, aber auch sie machen Fehler: Die meisten offenbar bei Knie- und Hüft-Operationen und bei Unterschenkel- und Gelenkbrüchen. Zumindest gibt es hier die meisten Beschwerden von Patienten. Berlin (dpa) - Beschwerden über ärztliche Behandlungsfehler sind nach Angaben der Bundesärztekammer leicht rückläufig. Gingen 2012 bundesweit mehr als 12 200 Beschwerdeanträge ein, waren es 2015 etwas mehr als 11 800. In fast jedem sechsten Fall lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten Statistik der Bundesärztekammer hervorgeht. Dieser...

PKV: Patientenberatung künftig auch auf Arabisch

Berlin (dpa) - Patienten, die Probleme mit ihrem Arzt oder ihrer Krankenkasse haben, können sich künftig auch auf Arabisch beraten lassen. Die Anfang des Jahres neu organisierte Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) reagiert damit auf die steigende Zahl von Flüchtlingen vor allem aus Syrien. Dies teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) am Mittwoch in Berlin mit, der die kostenlose Beratung fördert. Das Pilotprojekt auf Arabisch soll im Mai starten. In Deutschland leben 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind 20,3 Prozent der Gesamtbevölkerung....

Ärztekammer: Meiste Behandlungsfehler bei Gelenkerkrankungen

Berlin (dpa) - Patienten werfen Ärzten am häufigsten bei Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkbrüchen Behandlungsfehler vor. Dies geht aus einer Statistik der Bundesärztekammer hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Im Jahr 2015 haben danach die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bundesweit 7215 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen - rund 500 weniger als im Vorjahr. In 2132 Fällen habe tatsächlich ein Fehler vorgelegen. In 1774 Fällen führte dies zu einem Gesundheitsschaden, der dann einen Anspruch des Patienten...

Kassen: Hilfsmittelversorgung bei Blasenschwäche wird verbessert

Berlin (dpa) - Nach anhaltender Kritik von Patienten wollen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Qualität von Windeln für Erwachsene mit Blasenschwäche verbessern. Die Qualitätsanforderungen an aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis werde «deutlich angehoben», teilte der GKV-Spitzenverband am Dienstag in Berlin mit. Etwa 1,5 Millionen gesetzlich Versicherte werden den Angaben zufolge von den Kassen regelmäßig mit Windeln versorgt. «Eine schnelle Flüssigkeitsaufnahme und eine hohe Flüssigkeitsbindung sind wesentliche Faktoren für eine hohe Produktqualität und...

Studie: Frauen haben mehr Krankheitstage als Männer

Wenn Männer krank sind, jammern sie nach landläufiger Meinung deutlich mehr als Frauen. Dafür fehlen Frauen öfter wegen Krankheit im Job. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Erkrankungen - aber auch das Kinderkriegen spielt eine Rolle. Berlin (dpa) - Frauen melden sich häufiger krank als Männer. Nach einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit lag ihr Krankenstand im vergangenen Jahr um 14 Prozent höher. Demnach fehlten täglich 44 von 1000 Frauen bei der Arbeit, bei Männern waren es nur 39 von 1000. Dies geht aus dem neuen DAK-Gesundheitsreport hervor, der am Dienstag in Berlin...

DDR-Medikamententests für Westfirmen - 320 Studien nachgewiesen

Versuchslabor Ost? In der DDR wurden massenhaft neue West-Arzneien an DDR-Patienten getestet. Die Aufträge füllten die klamme Staatskasse. Wissenschaftler haben das Kapitel deutscher Geschichte aufgearbeitet. Berlin (dpa) - Westliche Pharmahersteller haben in der DDR in den 80er Jahren Medikamente in großem Stil getestet - 320 solcher Studien sind nun nachgewiesen. Insgesamt habe es Hinweise auf bis zu 900 klinische Tests zwischen 1961 bis 1990 gegeben, heißt es im Abschlussbericht eines Forschungsprojekts unter Leitung des Berliner Medizinhistorikers Volker Hess, der am Dienstag vorgestellt...

Top-Forscherinnen warnen vor Eingriffen in den Genpool

Frankfurt/Main (dpa) - Die Entwicklerinnen einer «Genschere» für Eingriffe ins Erbgut lehnen Veränderungen am Genpool des Menschen strikt ab. «Das Verfahren sollte nur benutzt werden, um Patienten zu behandeln, aber nicht für die Manipulation menschlicher Keimbahnen», sagte die Mikrobiologin Emmanuelle Charpentier am Montag in Frankfurt. Die Französin arbeitet am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. Zusammen mit der US-Amerikanerin Jennifer A. Doudna sollte sie am Abend mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2016 ausgezeichnet werden. Die mit insgesamt 100 000...