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Patientenschützer: Antikorruptionsgesetz nachbessern

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Nachbesserungen am Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen verlangt. So sollten die umstrittenen Anwendungsbeobachtungen von Medikamenten an Patienten in ihrer jetzigen Form klar verboten werden, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. «Alle notwendigen Studien müssen durch eine Bundesbehörde genehmigt werden und strengen Transparenzregeln unterliegen.» Rund 1,7 Millionen Patienten seien 2014 in Anwendungsbeobachtungen einbezogen gewesen - «in der Regel ohne ihr Wissen», kritisierte...

Volkskrankheit Diabetes - Typ 1 und Typ 2

Berlin (dpa) - Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland werden wegen Diabetes behandelt. 1,3 bis 2,2 Millionen Betroffene wissen nach Schätzungen laut Deutscher Diabetes-Gesellschaft (DDG) noch nichts von ihrer Erkrankung. - Die Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1 ist vergleichsweise selten - in Deutschland sind etwa 300 000 Fälle bekannt. Sie tritt oft bereits in jungen Jahren auf. Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse werden vom eigenen Immunsystem zerstört, der Körper kann das Hormon ein Leben lang nicht produzieren. Insulin ist wichtig, damit Zucker aus dem Blut...

«Essen jagt die Menschen» - Diabetes greift weltweit um sich

Doppelt so viele Diabetiker wie heute werden bis 2030 weltweit erwartet. Dass sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen würden, hören Betroffene oft. Nur die halbe Wahrheit? Berlin (dpa) - Beim Bäcker sind es Törtchen, Plunderteilchen, Kuchen. Im Supermarkt die Regalreihen voller Schokoriegel, Fertigprodukte und Chipstüten. Verlockungen lauern an jeder Ecke. «Früher haben die Menschen das Essen gejagt. Heute jagt das Essen die Menschen», sagt Silvia Schönfuss, Ernährungsberaterin an der Diabetes-Ambulanz der Berliner Charité. Sie schult Patienten unter anderem zu Fragen rund ums Essen. Im...

Diabetes belastet Sozialkassen jährlich mit 35 Milliarden Euro

Berlin (dpa) - Diabetes kostet die deutschen Sozialkassen nach Daten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) pro Jahr 35 Milliarden Euro. Die Summe sei vergleichbar mit den Folgekosten des Rauchens. «Es ist dringend notwendig, dass Risikopatienten, zum Beispiel mit Adipositas oder entsprechenden Erbanlagen, gezielt auf Diabetes untersucht werden», sagte DDG-Vizepräsident Dirk Müller-Wieland der Deutschen Presse-Agentur. Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland wissen nach DDG-Angaben noch nichts von ihrer Erkrankung. Diabetes wird demnach oft erst erkannt, wenn Patienten bereits...

Zahl des Monats April 2016

Auf 2,6 Beitragssatzpunkte steigt in 2017 die Spanne zwischen den ausgabendeckenden Zusatzbeitragssätzen der Krankenkassen, wenn der Morbi-RSA nicht kurzfristig korrigiert wird. Die ausgabendeckenden Zusatzbeitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen erreichen in 2017 nach Schätzungen des BKK Dachverbandes eine Spanne zwischen 0% bis 2,6%, wenn der Zuweisungsmechanismus der Beitragseinnahmen nicht kurzfristig korrigiert wird. In 2016 liegt diese Spanne noch bei 1,9%, in 2015 waren es nur 1,6%. Für ein GKV-Mitglied bedeutet dies einen Unterschied von bis zu 110 Euro im Monat. Der...

Kassen-Ärzte: Arztbesuche von Patienten müssen besser gesteuert werden

Berlin (dpa) - Die niedergelassenen Ärzte wollen künftig die Arzt-Besuche der Patienten besser steuern. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Im Durchschnitt geht in Deutschland jeder Patient 17 Mal zum Arzt, entweder zum selben oder zu mehreren. Das sind sehr viele Kontakte - und längst nicht alle sind notwendig.» Für eine bessere Steuerung sei es wichtig, einen Ansprechpartner als erste Anlaufstation zu haben, machte Gassen deutlich. Das könnte oft der Hausarzt sein. In Frage könnten aber auch je nach...

Hausärzte: Patientensteuerung muss bei Hausärzten liegen

Berlin (dpa) - Die Hausärzte in Deutschland sehen sich als erste Anlaufstelle zur Patientensteuerung. «Die hohe Anzahl unnötiger Arzt-Patienten-Kontakte oder die vielen überflüssigen Krankenhausaufenthalte, werden nur dann nachhaltig gelöst werden, wenn wir ein frei wählbares hausärztliches Primärarztsystem flächendeckend umsetzen», sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu: «Wir setzen das mit den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) bereits für vier Millionen Patienten um.» «Das Koordinieren von...

AOK-Spitze warnt vor stark steigenden Beiträgen

Berlin (dpa) - Die Zusatzbeiträge für gesetzlich Krankenversicherte werden nach Ansicht der AOK-Spitze in den nächsten drei Jahren spürbar steigen. «Die Krankenkassen werden auch 2017 die Zusatzbeiträge anheben müssen - um durchschnittlich 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte», sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, der «Bild»-Zeitung (Samstag). Grund seien die weiter steigenden Kosten. Allein in der aktuellen Legislaturperiode liegen die Mehrausgaben der Krankenkassen den Angaben zufolge bei rund 40 Milliarden Euro. «Das ist soviel wie nie», sagte Litsch. «Wenn hier...

BGH lässt kommunale Klinikzuschüsse unter Bedingungen zu

Aufatmen bei den Städten und Kreisen: Die kommunalen Zuschüsse für ihre Kliniken sind grundsätzlich zulässig. Doch auch die private Konkurrenz kann sich teils bestätigt sehen. Der BGH stellt Bedingungen. Karlsruhe (dpa) - Die gängige Bezuschussung finanziell angeschlagener Kliniken von Städten und Kreisen ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) grundsätzlich nicht zu beanstanden - Voraussetzung ist aber, dass zuvor allgemein festgelegt wurde, für welche Leistungen Zuschüsse erteilt werden. Wenn das transparent genug erfolgt ist, müssen die Zuschüsse nicht bei der EU angemeldet...

Klinikfinanzierung auf Prüfstand: BGH berät über kommunale Zuschüsse

Verbotene Subvention oder existenziell nötiger Zuschuss für Kliniken auf dem Land? Der BGH prüft am Beispiel Calw die Praxis kommunaler Krankenhausfinanzierung - ein Rechtsstreit mit Signalwirkung. Karlsruhe (dpa) - Dürfen Städte und Kreise Verluste ihrer finanziell angeschlagenen Kliniken ausgleichen? Diese Frage prüft der Bundesgerichtshof (BGH) anhand einer Klage gegen den Landkreis Calw. Aus Sicht des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK) ist die gängige Praxis eine verbotene und wettbewerbsverzerrende Subvention. Der Calwer Landrat Helmut Riegger (CDU) verwies am Donnerstag...