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Ärztekammer: Meiste Behandlungsfehler bei Gelenkerkrankungen

Berlin (dpa) - Patienten werfen Ärzten am häufigsten bei Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkbrüchen Behandlungsfehler vor. Dies geht aus einer Statistik der Bundesärztekammer hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Im Jahr 2015 haben danach die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bundesweit 7215 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen - rund 500 weniger als im Vorjahr. In 2132 Fällen habe tatsächlich ein Fehler vorgelegen. In 1774 Fällen führte dies zu einem Gesundheitsschaden, der dann einen Anspruch des Patienten...

Kassen: Hilfsmittelversorgung bei Blasenschwäche wird verbessert

Berlin (dpa) - Nach anhaltender Kritik von Patienten wollen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Qualität von Windeln für Erwachsene mit Blasenschwäche verbessern. Die Qualitätsanforderungen an aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis werde «deutlich angehoben», teilte der GKV-Spitzenverband am Dienstag in Berlin mit. Etwa 1,5 Millionen gesetzlich Versicherte werden den Angaben zufolge von den Kassen regelmäßig mit Windeln versorgt. «Eine schnelle Flüssigkeitsaufnahme und eine hohe Flüssigkeitsbindung sind wesentliche Faktoren für eine hohe Produktqualität und...

Studie: Frauen haben mehr Krankheitstage als Männer

Wenn Männer krank sind, jammern sie nach landläufiger Meinung deutlich mehr als Frauen. Dafür fehlen Frauen öfter wegen Krankheit im Job. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Erkrankungen - aber auch das Kinderkriegen spielt eine Rolle. Berlin (dpa) - Frauen melden sich häufiger krank als Männer. Nach einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit lag ihr Krankenstand im vergangenen Jahr um 14 Prozent höher. Demnach fehlten täglich 44 von 1000 Frauen bei der Arbeit, bei Männern waren es nur 39 von 1000. Dies geht aus dem neuen DAK-Gesundheitsreport hervor, der am Dienstag in Berlin...

DDR-Medikamententests für Westfirmen - 320 Studien nachgewiesen

Versuchslabor Ost? In der DDR wurden massenhaft neue West-Arzneien an DDR-Patienten getestet. Die Aufträge füllten die klamme Staatskasse. Wissenschaftler haben das Kapitel deutscher Geschichte aufgearbeitet. Berlin (dpa) - Westliche Pharmahersteller haben in der DDR in den 80er Jahren Medikamente in großem Stil getestet - 320 solcher Studien sind nun nachgewiesen. Insgesamt habe es Hinweise auf bis zu 900 klinische Tests zwischen 1961 bis 1990 gegeben, heißt es im Abschlussbericht eines Forschungsprojekts unter Leitung des Berliner Medizinhistorikers Volker Hess, der am Dienstag vorgestellt...

Top-Forscherinnen warnen vor Eingriffen in den Genpool

Frankfurt/Main (dpa) - Die Entwicklerinnen einer «Genschere» für Eingriffe ins Erbgut lehnen Veränderungen am Genpool des Menschen strikt ab. «Das Verfahren sollte nur benutzt werden, um Patienten zu behandeln, aber nicht für die Manipulation menschlicher Keimbahnen», sagte die Mikrobiologin Emmanuelle Charpentier am Montag in Frankfurt. Die Französin arbeitet am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. Zusammen mit der US-Amerikanerin Jennifer A. Doudna sollte sie am Abend mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2016 ausgezeichnet werden. Die mit insgesamt 100 000...

Trendumkehr bei Tuberkulose: Mehr Fälle in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Zahl der Tuberkulosefälle hat sich 2015 in Deutschland deutlich erhöht. Ein erheblicher Teil des Anstiegs geht darauf zurück, dass Gesundheitsämter wegen der großen Flüchtlingszahlen mehr Reihenuntersuchungen machten und so mehr Kranke aufspürten. Das zeigen Zahlen des für Infektionskrankheiten zuständigen Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlagen. Danach verdreifachte sich die Zahl der Erkrankungen, die bei Untersuchungen von Asylsuchenden im Zuge der Aufnahme in Unterkünfte entdeckt wurde. Das RKI registrierte hier rund...

Medien: Pharmaindustrie bezahlte Ärzte für umstrittene Studien

Berlin (dpa) - Die Pharmaindustrie zahlt nach einem Medienbericht jährlich etwa 100 Millionen Euro an Ärzte in Deutschland für die Mitarbeit an umstrittenen Studien. Das geht aus einer gemeinsamen Datenauswertung von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» mit dem Recherchezentrum Correctiv.org hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Journalisten hatten alle in Deutschland gemeldeten sogenannten Anwendungsbeobachtungen von 2009 bis 2014 ausgewertet. Bei diesen Beobachtungen handelt es sich nach Einschätzung von Wissenschaftlern größtenteils um Scheinstudien an Patienten, die vor...

Grippewelle lässt nicht nach - vor allem Schulkinder betroffen

Berlin (dpa) - In den Klassenzimmern ist beim Niesen und Husten jetzt Vorsicht geboten: Nachdem Grippeviren in diesem Winter zunächst vor allem Menschen zwischen 15 und 59 zu schaffen machten, trifft es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit vor allem Schulkinder. Trotz des beginnenden Frühlings zeichnet sich kein Ende der Welle ab: Knapp 6400 bestätigte Fälle wurden dem aktuellen RKI-Wochenbericht zufolge in der vergangenen Meldewoche bekannt, so viele wie noch nie in diesem Jahr. Damit steigt die Gesamtzahl gemeldeter Fälle in der Saison 2015/16 auf rund 26 200, 72 Menschen...

Krankenkassen können nicht auf schnelle Finanzreform hoffen

Berlin (dpa) - Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat Forderungen nach einer raschen Reform des Finanzausgleiches zwischen den Krankenkassen zurückgewiesen. BVA-Präsident Frank Plate erklärte am Dienstag: «Der Risikostrukturausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung, wie ihn das Bundesversicherungsamt seit 2009 durchführt, ist das richtige Instrument, um Risiken wie Alter, Geschlecht und Krankheit der Versicherten auszugleichen.» Dieser Finanzausgleich schaffe die Grundlage für einen «fairen und funktionsfähigen Wettbewerb». «Es ist falsch», sagte Plate weiter, «reflexhaft den RSA...