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Hirndoping am Arbeitsplatz: Mehr Beschäftigte greifen zu Pillen

Arbeit ist grundsätzlich sinnstiftend. Besteht eine Balance zwischen Anforderung und Leistungsvermögen kann sie regelrecht glücklich machen. Doch wehe, wenn das Gleichgewicht gestört ist. Berlin (dpa) - Wer kennt das nicht? Der Leistungsdruck nimmt stetig zu, die Vorgaben und Kontrollen des Chefs werden härter - und es ist kaum Besserung in Sicht. Dann braucht man etwas, das einen aufbaut. In dieser Stresssituation greifen mehr und mehr Beschäftigte zu Aufputschmitteln. Bis zu fünf Millionen haben schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente zur Stimulierung genommen, ohne krank zu...

DAK-Studie: Millionen dopen am Arbeitsplatz

Termindruck, Stress und Angst um den Job - immer mehr Berufstätige greifen zu Beruhigungspillen oder Aufputschmitteln. Doch ein Experte warnt: «Wunderpillen gibt es nicht.» Berlin (dpa) - Stress und Leistungsdruck treiben immer mehr Menschen zum Doping am Arbeitsplatz. Bis zu fünf Millionen Beschäftigte putschen sich nach Schätzungen der Krankenkasse DAK manchmal mit verschreibungspflichtigen Medikamenten auf. Regelmäßig dopen sich den Zahlen nach knapp eine Million Berufstätige. Männer bevorzugen Aufputschmittel, Frauen Beruhigungspillen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2015 der...

Gröhe will Demenzkranken Zugang zu Pflege vereinfachen

Genf (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will Menschen mit Demenz den Zugang zu Pflegeleistungen erleichtern. «Wir werden die Ansprüche von Demenzkranken an Versicherungsleistungen in Zukunft weiter ihrer besonderen Situation anpassen», sagte Gröhe bei einer Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf. Künftig solle eine körperlich bedingte Pflegebedürftigkeit gleichwertig behandelt werden wie eine geistig bedingte. Nach Schätzungen der WHO wird die Zahl der Demenzkranken innerhalb der nächsten 15 Jahre weltweit um rund 28 Millionen steigen. Während...

DAK: Drei Millionen nehmen Aufputschmittel am Arbeitsplatz

Berlin (dpa) - Knapp drei Millionen Beschäftigte haben sich nach einer Studie mit Medikamenten aufgeputscht, um den Leistungsdruck im Beruf besser auszuhalten. «Doping am Arbeitsplatz» nahm in den vergangenen sechs Jahren um zwei Prozentpunkte auf 6,7 Prozent der Beschäftigten zu. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2015 der DAK-Gesundheit hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Krankenkasse geht von einer Dunkelziffer von bis zu zwölf Prozent aus, so dass schon fünf Millionen Beschäftigte einmal leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Substanzen zum sogenannten...

Gröhe verlangt internationale Anstrengungen gegen Demenz

Berlin/Genf (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat internationale Anstrengungen zur Erforschung und Therapie von Demenz gefordert. «Schon heute leiden 47 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken verdreifachen», erklärte Gröhe am Montag zu Beginn einer zweitägigen Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. «Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die WHO-Ministerkonferenz das Thema Demenz aufgreift.» Es gelte ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, «das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützt». Die...

Studie: Arbeitszeitkluft zwischen Männern und Frauen unverändert

Duisburg (dpa) - Die Arbeitszeitkluft zwischen Männern und Frauen hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren einer Studie zufolge nicht verringert. Westdeutsche Frauen arbeiten im Schnitt 10,6 Stunden weniger als ihre männlichen Kollegen, im Osten beträgt der Unterschied 5,9 Stunden, wie das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen am Montag berichtete. Zwar sei die Erwerbsquote von Frauen nach der Jahrtausendwende deutlich angestiegen, betonten die Forscher. Doch die Unterschiede bei der Arbeitszeit zwischen den Geschlechtern bestünden ebenso fort wie...

Katholische Laien begrüßen «Pille danach» ohne Rezept

Köln (dpa) - Der katholische Beratungsverein Donum Vita hat den rezeptfreien Verkauf der «Pille danach» begrüßt. Die Hürde der Rezeptpflicht habe in vielen Fällen zu einer verzögerten Einnahme und damit zu verringerter Wirksamkeit geführt, sagte die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende von Donum Vitae, Ursula Heinen, dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). «Am Ende sahen sich manche Frauen zur Abtreibung gezwungen, nur weil sie die «Pille danach» zu spät bekommen haben.» Die «Pille danach» ist ein Notfallmittel für Frauen, die nach ungeschütztem Sex eine ungewollte Schwangerschaft...

Studie zu Arbeitsdruck: Mitarbeiter gefährden eigene Gesundheit

Stress am Arbeitsplatz gefährdet die Gesundheit der Mitarbeiter - auch weil sie mit sich selbst nicht pfleglich umgehen. Ausbrechen aus dem Teufelskreis können Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur gemeinsam, heißt es in einer Studie. Gütersloh (dpa) - Wegen großen Drucks am Arbeitsplatz gehen viele Beschäftigte fahrlässig mit ihrer Gesundheit um. Das ist das Ergebnis einer am Montag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach legt ein Viertel der repräsentativ befragten Vollzeit-Beschäftigen ein zu hohes Arbeitstempo vor. Langfristig, so die Interviewten, sei das nicht durchzuhalten....

(Hintergrund) Patientenrechtegesetz und Behandlungsfehler

Berlin (dpa) - Wie viele Menschen in Deutschland jedes Jahr Opfer von Ärztepfusch werden, ist unklar. Die Zahl der Behandlungsfehler lässt sich nur schätzen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium reichen die Annahmen von 40 000 bis 170 000 jährlich. Das im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz soll in solchen Fällen für mehr Transparenz sorgen. Wenn ein Patient konkret nach einem Behandlungsfehler fragt, ist der Behandelnde zur wahrheitsgemäßen Auskunft verpflichtet. Unter einem Behandlungsfehler ist laut Ministerium «eine nicht ordnungsgemäße, das heißt nicht den zum...

Grüne wollen mehr Patientenrechte bei Ärztepfusch

Vor zwei Jahren ist das Patientenrechtegesetz in Kraft getreten. Die Bundesregierung hoffte, damit die Rechte der Patienten etwa bei Behandlungsfehlern stärken. Die Grünen zweifeln am Erfolg. Berlin (dpa) - Die Grünen verlangen bei Ärztepfusch mehr Rechte für Patienten. Die verfahrenstechnischen Hürden für Geschädigte seien auch zwei Jahre nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes immer noch zu hoch, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Maria Klein-Schmeink, der Deutschen Presse-Agentur. Das zeige sich vor allem daran, dass die Zahl der Gerichtsverfahren wegen...