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Bundesweiter Betrugsring: 230 Pflegedienste unter Verdacht

Die Schäden zu Lasten der Sozialkassen sind enorm: 230 Pflegedienste - viele unter der Führung von russischsprachigen Deutschen - stehen im Verdacht, bei der Abrechnung systematisch betrogen zu haben. Düsseldorf (dpa) - Bundesweit stehen 230 ambulante Pflegedienste unter Verdacht, mit betrügerischen Abrechnungen den Sozialkassen gigantische Schäden verursacht zu haben. Ermittelt wird gegen fast 300 Verdächtige. «Unsere Beschuldigten sind russischsprachige Deutsche», sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es handele sich um eine organisierte Form» des...

Krankenkassen: Behandlungsfehler leicht zurückgegangen

Berlin (dpa) - Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler ist nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das bedeute jedoch nicht, dass sich das Risiko, einen Behandlungsfehler zu erleiden, generell verringert hätte, erläuterte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) am Dienstag in Berlin seine Statistik für 2016. Danach wurden gut 15 000 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. In knapp jedem vierten Fall, nämlich bei 3564 Behandlungen, bestätigten die Fachärzte des MDK den Verdacht der Patienten....

Medien: 230 russisch-eurasische Pflegedienste im Betrugsverdacht

Ambulante Pflegedienste sollen die Kassen bundesweit um mehrere Millionen Euro betrogen haben. Monatelang wurde ermittelt, nun gibt es Ergebnisse. Der Verdacht ist allerdings auch nicht ganz neu. Deshalb müssen sich Bund und Länder auch der Kritik stellen. Berlin (dpa) - Bei den seit längerem laufenden bundesweiten Betrugsermittlungen gegen ambulante Pflegedienste hat sich nach einem Medienbericht ein Verdacht gegen 230 russisch-eurasische Anbieter ergeben. Das gehe aus dem Abschlussbericht der Sonderermittlungsgruppe von Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalamt...

Patientenbeauftragter Laumann: Pflegebetrügereien sind «makaber»

Baden-Baden (dpa) - Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl Josef Laumann (CDU), hat angesichts des Betrugsverdachts gegen Pflegedienste solche Manipulationen scharf verurteilt. «Gerade im Pflegebereich zu betrügen, finde ich besonders makaber», sagte Laumann am Dienstag im SWR2-«Tagesgespräch». Pflege brauche aber einen Mittelweg: Es müsse so kontrolliert werden, dass Betrugsfälle aufgedeckt werden könnten - Familien und Pfleganbieter beschwerten sich andererseits aber über Bürokratie bei zu vielen Kontrollen. Nach Medienberichten hat sich bei den seit längerem laufenden ...

Medizinischer Dienst der Kassen informiert über Behandlungsfehler

Berlin (dpa) - Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen (MDS) legt am Dienstag in Berlin (11.00 Uhr) seinen neuen Bericht über ärztliche Behandlungsfehler vor. Im vergangenen Jahr hatte er berichtet, dass immer mehr Patienten wegen des Verdachts auf Behandlungsfehler Hilfe bei ihrer Krankenkasse suchen. 14 828 Mal prüften Gutachter im Auftrag der Krankenkassen 2015 solche Vorwürfe. Die Zahl der bestätigten Fehler stieg im Vergleich zum Vorjahr um 268 auf 4064. In 205 Fällen starben die Patienten. Die Zahl der Beschwerden nimmt laut MDS seit Jahren zu. Die...

(Fragen & Antworten) Smartphone in Kinderhand - Wie Risiken vermindert werden können

Sollen Kinderzimmer eine smartphonefreie Zone sein? Deutschlands Kinderärzte raten: So ein Gerät soll es erst ab 12 Jahren geben. Denn zuviel Daddeln - so eine neue Studie - kann krank machen. Berlin (dpa) - Mangelnde Konzentration, Zappeligkeit, Fettleibigkeit - das können Folgen übermäßiger Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen sein. Die Bundesdrogenbeauftragte zeigt sich bei der Vorstellung einer neuen Studie alarmiert. Experten raten zu Grenzen und festen Regeln - ein Überblick: In welchem Ausmaß können Smartphones zum Gesundheitsrisiko werden? Laut der am Montag...

Smartphones können Kinder krank machen - Experten fordern Grenzen

Kicken statt Klicken, Paddeln statt Daddeln: Geht es nach Experten, sollten Smartphones für Kinder weniger wichtig sein als Sport und Spiel im Freien. Die Realität sieht oft anders aus - mit gravierenden Folgen. Berlin (dpa) - Bei täglicher Smartphonenutzung steigt bei Kindern und Jugendlichen das Risiko von Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. So ist das Risiko von Konzentrationsstörungen bei täglichem Smartphonegebrauch von mehr als einer halben Stunde bei 8- bis 13-Jährigen sechs Mal höher als üblich. Das geht aus einer am Montag in Berlin vorgestellten Studie hervor, bei der...

(Fragen & Antworten - Zum Tag der Organspende am 3. Juni) Organspenden kann Leben retten - doch die Bereitschaft ist rückläufig

Berlin (dpa) - Seit etwa 50 Jahren können Organe transplantiert werden. Die Erfolgsraten stiegen mit Fortschritten in der Medizin immer weiter an. Doch mehrere Skandale haben das Vertrauen der Deutschen in die Transplantationsmedizin erschüttert und die Bereitschaft zur Organspende zurückgehen lassen. Der Bedarf aber ist unverändert groß. Fragen und Antworten: Warum ist die Lage so ernst? Mehr als 10 000 schwerkranke Menschen warten hierzulande auf ein Spenderorgan, die meisten auf eine neue Niere. Für viele von ihnen ist eine Transplantation die einzige Chance, um zu überleben. ...

Vom Lebensretter zum Patienten: Dr. Wachs wartet auf eine neue Lunge

Hand aufs Herz: Wer hat einen Organspendeausweis in der Geldbörse? Der Grund, keinen zu haben, ist selten Unwille, Menschen nach dem eigenen Tod zu helfen. Viel häufiger ist es Nachlässigkeit. Die Folgen für schwerkranke Menschen sind oft tödlich. Berlin (dpa) - Das Blaulicht steht noch neben dem Fahrersitz, eine neonfarbene Jacke mit dem Aufdruck «Notarzt» baumelt über der Rückbank. «Ich kann nicht ohne Tatütata», sagt Wolfgang Wachs. Und doch weiß der 59-Jährige, dass er das Blaulicht nicht mehr auf sein Autodach setzen darf, nie wieder vielleicht. Der passionierte Notarzt aus...

Ärzte warnen vor sorglosem Umgang mit Gesundheits-Apps

Freiburg (dpa) - Die Bundesärztekammer ruft Verbraucher zu einem sorgsamen Umgang mit Gesundheits-Apps auf. Nur ein geringer Teil der im Handel erhältlichen digitalen Helfer könne als seriös eingestuft werden, teilte die Kammer beim 120. Deutschen Ärztetag am Mittwoch in Freiburg mit. Es gebe einen Wildwuchs von Angeboten. Verbraucher hätten kaum eine Chance, diese zu hinterfragen und zu prüfen. Blindes Vertrauen könne gefährlich werden, sagte der Präsident der Ärztekammer, Frank Ulrich Montgomery. Kranke sollten im Zweifel besser einen Arzt aufsuchen, als allein auf eine App zu hören....