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Damit Arbeit nicht krank macht: Chefs sollen Vorbilder werden

Gerlingen/Walldorf (dpa) - Ständig aufblinkende neu Mails, rund um die Uhr klingelnde Telefone, Arbeitsaufträge, die am besten schon erledigt sind, wenn sie eintreffen. Das hohe Tempo in der modernen Arbeitswelt bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit der Belegschaft. Nun sollen Führungskräfte als Vorbild dienen. Immer häufiger sind psychische Belastungen der Grund, dass Menschen nicht mehr arbeiten können. Die psychischen Anforderungen im Job sind der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz (BAUA) zufolge seit Mitte der 90er Jahre deutlich gestiegen. Im Gesundheitsreport des...

Babywunsch auf Eis: Interesse an Social Freezing steigt

Berlin (dpa) - «Ich will einfach Druck rausnehmen und Zeit gewinnen», sagt Joanna H. Die 35-Jährige ist Single und liebt ihren anspruchsvollen Job in der Hotelbranche. Aber sie will auch ein Kind, irgendwann in den nächsten Jahren. Seit anderthalb Jahren denkt sie deshalb über Social Freezing nach - und sieht darin wie viele andere Frauen mit grundsätzlichem Babywunsch vor allem eines: eine Option für den Fall, der hoffentlich nicht eintritt. Lange Zeit war das Verfahren, Eizellen einzufrieren, um sie später auftauen und im Labor befruchten zu lassen, vor allem Krebspatientinnen vor einer...

Schlichtungsstelle für Arztfehler prüft jährlich mehr als 4000 Fälle

Hannover (dpa) - Die Schlichtungsstelle in Hannover für Fragen der Haftung von Ärzten bei Behandlungsfehlern prüft jährlich mehr als 4000 Fälle. Die Antragszahlen der insgesamt für zehn Bundesländer zuständigen Schlichtungsstelle sei während der vergangenen drei Jahre jedoch in etwa gleichgeblieben - trotz steigender Behandlungszahlen und zunehmender Arbeitsverdichtung in den Kliniken, teilte die Ärztekammer Niedersachsen mit. Gemessen an den gesamten Behandlungszahlen liege die Anzahl der Fehler nur im Promillebereich, betonte Kammer-Präsidentin Martina Wenker. Patientenschützer beklagen...

Fettleibigkeit wird laut einer GEK-Untersuchung unterschätzt

Berlin (dpa) - Übergewicht wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert - mit schwerwiegenden Folgen für Krankenkassen und Patienten: Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) berichtet. Unter Übergewicht leide fast jeder zweite Deutsche, schrieb die Zeitung. Trotzdem habe die Barmer herausgefunden, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht diagnostiziert wurde. Umso intensiver würden Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder...

Bestechung im Gesundheitswesen: Ärzten droht künftig Haft

Berlin (dpa) - Korrupten Ärzten, Apothekern, Physiotherapeuten oder Pflegekräften drohen künftig bis zu drei Jahren Haft. Besonders schwere Fälle von Bestechung oder Bestechlichkeit werden sogar mit fünf Jahren Gefängnis geahndet. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) gegen Korruption im Gesundheitswesen. Danach machen sich auch Pharmavertreter strafbar, die aktiv bestechen. Patienten hätten ein Recht, das an Versorgung zu bekommen, was angezeigt und notwendig sei, sagte Maas im Anschluss an die Kabinettssitzung. Das...

Bischöfe fordern umfassende Aufklärung bei Organspenden

Bonn (dpa) - Die katholische Deutsche Bischofskonferenz fordert mehr Aufklärung der Menschen über die Organspende. Es reiche nicht aus, «wenn die Bürger regelmäßig von ihrer Krankenversicherung angeschrieben und dazu aufgefordert werden, eine persönliche Entscheidung zur Spendenbereitschaft zu fällen», heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Orientierungshilfe der Glaubenskommission der Bischöfe. Potenzielle Organspender müssten ausführlich über alle Aspekte der medizinischen Behandlung vor, während und nach der Organentnahme informiert werden. Besondere Verantwortung komme dabei...

Gynäkologen widersprechen Kritik an Schwangerschafts-Untersuchungen

Berlin/München (dpa) - Die Frauenärzte haben die vermeintlich überhöhte Zahl von Schwangerschafts-Untersuchungen verteidigt. Die in einer Bertelsmann-Studie beanstandeten Vorsorgemaßnahmen trügen zur Senkung von Risiken bei und erleichterten die Arbeit von Hebammen und Ärzten, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Eine am Vortag präsentierte Studie der Bertelsmann-Stiftung hatte ergeben, dass die meisten Schwangeren in Deutschland deutlich mehr Untersuchungen in...

Digitalisierung im Gesundheitswesen stockt

Berlin (dpa) - Die geplante digitale Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Apotheken gerät ins Stocken. Der für November angekündigte Start abschließender Tests verzögert sich, weil die Industrie Lieferschwierigkeiten hat. Dies berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ/Montag). Demnach haben die Hersteller Testgeräte nicht rechtzeitig dem Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik geschickt. Der schon mehrfach verschobene Test für das Zusammenspiel von Gesundheitskarte, Arztausweis und Lesegeräten mit einem sicheren IT-Netz in tausend Arztpraxen sei im November «weder realistisch...

Schwangere lassen sich zu oft untersuchen - Experten besorgt

Gütersloh (dpa) - Zuviel Ultraschall, zu viele Untersuchungen: Fast alle Schwangeren nehmen Vorsorgemaßnahmen in Anspruch, die in den Richtlinien gar nicht vorgesehen sind. Hierzu zählen etwa mehr als drei Ultraschalluntersuchungen und spezielle Blut- oder Herztonmessungen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung, für die knapp 1300 Mütter kurz nach der Geburt befragt wurden. Nahezu unerheblich war dabei, ob eine Risikoschwangerschaft oder ein unauffälliger Verlauf vorliegt: Die Untersuchungen liefen fast gleich ab. Vier von fünf Frauen haben zudem für solche oft nicht...

Erster Malaria-Impfstoff nimmt wichtige Hürde zur Zulassung

London (dpa) - Erstmals steht ein Impfstoff gegen die tödliche Tropenkrankheit Malaria kurz vor der Zulassung. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) veröffentlichte am Freitag in London eine positive Bewertung des Mittels Mosquirix. Trotz begrenzter Wirksamkeit überwiegen demnach die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika ergab, dass Mosquirix über bis zu vier Jahre einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich 600 000 Menschen an Malaria, vor allem in...