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Mehr Länder erreichen Impfziele bei Kindern

Genf (dpa) - Die globalen Impfprogramme gegen lebensbedrohliche Krankheiten bei Kindern zeigen Erfolge: Im Vergleich zu 2000 erreichten im vergangenen Jahr doppelt so viele Länder das Ziel, mindestens 90 Prozent der Kinder mit Routine-Impfstoffen zu behandeln, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag in Genf mitteilte. In 129 Staaten erhielten mindestens neun von zehn Kindern die erforderlichen drei Dosen des Mittels gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP3). Zeit zum Durchschnaufen gibt es aber nicht. Bereits im April hatte die WHO mitgeteilt, fehlende Routine-Impfungen...

Hirschhausen: Klinikclowns lieber ohne Krankenkassen

Greifswald (dpa) - Fernsehmoderator und Kabarettist Eckart von Hirschhausen (47) ist skeptisch gegenüber der Idee, Klinikclowns über die Krankenkassen zu finanzieren. «In dem Moment, wo die Clowns «Regelversorgung» werden, wird an ihnen wahrscheinlich genauso gnadenlos gespart wie an Pflege und Therapeuten», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb ist das ein zweischneidiges Schwert und momentan über Spenden finanziert.» Vorteil der Clowns sei zurzeit: Sie stehen außerhalb der Hierarchien, seien «Joker» der Zuwendung und könnten dorthin gehen, wo sie gerade gebraucht werden. Von...

Datenschützerin warnt vor Fitness-Apps bei Krankenkassen

Berlin (dpa) - Deutschlands oberste Datenschützerin Andrea Voßhoff sieht den Einsatz von Fitness-Apps durch Krankenkassen kritisch. Immer mehr private Krankenversicherungen böten Smartphone-Apps an, mit denen Versicherte zum Beispiel sportliche Aktivität nachweisen können. Auch andere Handy-Apps können Daten über Gesundheit, Essverhalten oder Herzfrequenz sammeln. Immer mehr Krankenkassen wollten solche Apps einsetzen. Voßhoff warnte Nutzer, nicht unbedacht Informationen preiszugeben. «Allen Anwendern, die Fitness-Apps freiwillig herunterladen, rate ich, nicht unbedacht mit ihren sensiblen...

Künstliches Gelenk fehlerhaft? Krankenkasse zahlt Rechtsgutachten

Hamburg (dpa) - Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) können künftig im Streit um fehlerhafte Medizinprodukte kostenlose Rechtsgutachten bekommen. Die Kasse wolle ihren Versicherten damit helfen, hoffe aber auch, selbst leichter Regressforderungen geltend machen zu können, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Hamburg. «Es ist eine Win-win-Situation.» Die TK ist nach eigenen Angaben die erste Krankenversicherung in Deutschland, die das anbietet. Bisher können Patienten, die einen Behandlungsfehler vermuten, bereits medizinische Gutachten über ihre Kasse beim Medizinischen Dienst der...

Schock für die Familien: Mehr Opfer von mordendem Pfleger entdeckt

Niels H. tötete jahrelang Patienten, ohne dass es auffiel. Wegen fünf Taten sitzt der Pfleger im Gefängnis. Doch das ganze Ausmaß der Mordserie zeigt sich erst langsam. Oldenburg (dpa) - Der wegen einer Klinik-Mordserie verurteilte Ex-Pfleger Niels H. könnte mindestens zehn weitere Menschen getötet haben. Ermittler ließen deren Leichen auf zwei niedersächsischen Friedhöfen ausgegraben und entnahmen Gewebeproben - das Ergebnis: Es wurden Rückstände des Herzmedikaments entdeckt, mit dem Niels H. andere Patienten tot gespritzt hat. «Er steht unter dringendem Tatverdacht», sagt der Oldenburger...

Urologe: Heilungschancen bei Hodenkrebs «insgesamt exzellent»

Berlin (dpa) - Die Heilungschancen bei Hodenkrebs sind nach Aussage des Urologen Prof. Klaus-Peter Dieckmann «insgesamt exzellent». «In über 95 Prozent der Fälle kann der Patient geheilt werden. Nur wenn die Metastasen schon sehr weit fortgeschritten sind, gibt es manchmal keine Rettung mehr», sagte der Arzt am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Hodenkrebs ist die häufigste Krebsart in der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen. Dies hänge «weniger mit dem Lifestyle als mit der erblichen Vorbelastung zusammen», meinte Dieckmann. Am Montag hatte der italienische Radprofi...

Schlaganfall-Patienten suchen oft zu spät Hilfe

Taubheitsgefühl, Sprechstörungen oder Schwindel statt heftigem Schmerz: Ein Schlaganfall bleibt oft zunächst unbemerkt. Für Betroffene kann das fatal sein. Berlin (dpa) - Nach einem Schlaganfall verstreicht nach Einschätzung von Experten bei einem Großteil der Patienten noch zu viel Zeit, bevor sie einen Arzt aufsuchen. «Nur zehn Prozent der Patienten kommt innerhalb einer Stunde in die Klinik», sagte der Neurologe Prof. Darius Nabavi der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai. Dabei seien gerade die ersten Stunden nach einem Hirninfarkt oder einer...

Ausgang des Organspende-Prozesses erscheint ungewiss

Ein mutmaßlicher Skandal um Spenderorgane hat im Sommer 2012 Aussehen erregt. Ein Jahr später begann der Prozess gegen einen Chefarzt am Göttinger Klinikum. Jetzt wird das Urteil erwartet. Göttingen (dpa) - Nach mehr als 20 Monaten Hauptverhandlung will das Landgericht Göttingen am Mittwoch (6. Mai) sein Urteil im Organspende-Prozess verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat für den Ex-Chef der Transplantationsmedizin am Göttinger Uniklinikum acht Jahre Haft verlangt. Seine Verteidiger fordern Freispruch. Der Ausgang des Verfahrens scheint völlig ungewiss. In dem Prozess geht es um den Vorwurf...

Sterbende sollen besser betreut werden - Regierung billigt Gesetz

Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur besseren Versorgung todkranker und sterbender Menschen beschlossen. Sie sollen künftig weit umfassender betreut werden, ob zu Hause, in Heimen, Hospizen oder Krankenhäusern. Lücken in der Hospiz- und Palliativversorgung vor allem auf dem Land sollen geschlossen werden. Die Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland kostet voraussichtlich zusätzliche 200 Millionen Euro im Jahr. Grünen und Sozialverbänden geht die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante bessere Versorgung und Begleitung...

Unionsfraktion lobt Krankenhausreform: Weniger OPs, mehr Qualität

Berlin (dpa) - Der Unions-Gesundheitspolitiker Jens Spahn erhofft sich von der geplanten Krankenhausreform mehr Qualität in den Kliniken. Spahn erklärte am Mittwoch in Berlin: «Weniger Krankenhäuser, weniger OPs und mehr Qualität - das ist unser Ziel.» Ziel seien strukturelle Veränderungen beim größten Ausgabenblock der gesetzlichen Krankenversicherung. Spahn bezieht sich auf den Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium für eine umfassende Reform der Krankenhausstruktur, der der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Zuvor hatte die «Welt» (Mittwoch) darüber berichtet. ...