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Kabinett stimmt Reform der Pflegeausbildung zu

Berlin (dpa) - Das Kabinett hat am Mittwoch der geplanten Reform der Pflegeausbildung zugestimmt. Das Pflegeberufsgesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sieht vor, die bisher unterschiedliche Ausbildung für die Altenpflege, die Krankenpflege und die Kinderkrankenpflege zu vereinheitlichen (generalisieren) mit einem einheitlichen Berufsabschluss. Auszubildende sollen kein Schulgeld mehr bezahlen müssen. Sie bekommen vielmehr eine Ausbildungsvergütung. Als weitere Neuerung soll ein Pflegestudium eingeführt werden. Unter anderem die...

Immer mehr Pflegebedürftige werden zum Sozialfall

Armutsrisiko Pflege - wer professionelle Pflege braucht, kann die Kosten mit dem Geld aus der Pflegeversicherung oft nicht decken. Betroffene werden vermehrt zum Sozialfall. Berlin (dpa) - Immer mehr Pflegebedürftige brauchen zusätzliche Sozialleistungen. So stieg die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege in den vergangenen Jahren deutlich - von rund 340 000 im Jahr 2005 auf zuletzt 453 000. Auf diese Daten des Statistischen Bundesamts machte die Linke-Fraktionsvize Sabine Zimmermann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aufmerksam. Die Hilfe zur Pflege ist eine...

Sozialverband: Geplantes Gesetz für Behinderte reicht nicht

Berlin (dpa) - Der Sozialverband VdK hat mehr Tempo bei der Umsetzung von Barrierefreiheit bei Gebäuden, Verkehrsmitteln und Internet gefordert. Verkehrsanlagen, Wohnungen, Medien müssten zugänglich für Behinderte werden, forderte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher am Dienstag in Berlin. Auch ein Gesetz, das an diesem Mittwoch das Bundeskabinett passieren und Verbesserungen bringen soll, reiche nicht aus. Die Regierung wolle zwar Einrichtungen der Bundesverwaltung zu Barrierefreiheit für Behinderte verpflichten, nicht aber private Firmen. Nur gut die Hälfte der 5400 Bahnhöfe seien barrierefrei....

Pflegebedürftige werden immer öfter zum Sozialfall

Wer professionelle Pflege braucht, kann die Kosten mit dem Geld aus der Pflegeversicherung oft nicht decken. Hunderttausendfach werden Betroffene zum Sozialfall - Tendenz steigend. Berlin (dpa) - Immer mehr Pflegebedürftige sind auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen. So stieg die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege in den vergangenen Jahren deutlich - von rund 340 000 im Jahr 2005 auf zuletzt 453 000. Auf diese Daten des Statistischen Bundesamts machte die Linke-Fraktionsvize Sabine Zimmermann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aufmerksam. Die Hilfe zur Pflege...

Niedrige Masern-Impfquote im Osten stellt Forscher vor Rätsel

Beim Impfen gelten die Ostdeutschen aufgeschlossener als ihre Landsleute im Westen. Eine Untersuchung zu Masernimpfungen bei Kleinkindern zeigt jetzt das Gegenteil. Berlin (dpa) - In Deutschland sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zu wenige Kleinkinder gegen Masern geimpft. Dabei sieht es in Ostdeutschland noch schlechter aus als im Westen. «Den West-Ost-Unterschied bei den Masern können wir noch nicht erklären, das muss weiter untersucht werden», sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Montag in Berlin. In Ostdeutschland sind die Impfquoten gewöhnlich immer noch höher als im...

Zu wenig Einjährige gegen Masern geimpft

Berlin (dpa) - In Deutschland sind nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts zu wenig Einjährige gegen Masern geimpft. Nur rund 87 Prozent der 15 Monate alten Kleinkinder haben demnach eine erste Impfdosis erhalten. Das Ziel von 95 Prozent sei davon noch weit entfernt, heißt es im am Montag veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin. In den alten Bundesländern liegt die Quote in dieser Altersgruppe mit rund 88 Prozent über der in den neuen Bundesländern (rund 82 Prozent). Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es demnach auch bei der Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs. ...

«Post-Antibiotika-Zeitalter»? Neue Resistenz in Deutschland entdeckt

Antibiotika können Leben retten. Doch immer öfter versagen Therapien, weil Bakterien resistent geworden sind. Jetzt gibt es auch in Deutschland eine weitere gefährliche Resistenz gegen ein Medikament, das Ärzten als Notnagel galt. Berlin/Hannover (dpa) - Forscher haben nun auch in Deutschland ein neuartiges Gen entdeckt, das Bakterien gegen das Notfall-Antibiotikum Colistin resistent macht. Das Gen mcr-1 sei in der Bakterienprobe eines Menschen nachgewiesen worden und bei Nutztieren weit verbreitet, berichteten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin und die Tierärztliche...

GKV: Zuzahlungen für Kassenpatienten auch 2015 gestiegen

Gute gesundheitliche Versorgung ist teuer. Das bekommen Patienten etwa bei Zuzahlungen zu spüren. Doch kaum einer weiß: Zuzahlungen dürfen höchstens zwei Prozent vom Einkommen ausmachen. Berlin (dpa) - Gesetzlich Versicherte werden nicht nur durch höhere Zusatzbeiträge belastet, sondern auch durch steigende Zuzahlungen für medizinische Leistungen. In den ersten drei Quartalen 2015 lagen die gesamten Zuzahlungen um 125 Millionen Euro höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte die...

Kinderärzte: Telemedizin kann Behandlung von Kindern verbessern

Berlin (dpa) - Eine verbesserte Telekommunikation zwischen Kinderärzten soll die Behandlung Heranwachsender mit chronischen oder seltenen Krankheiten deutlich verbessern. Mit dem Telemedizinsystem «PädExpert» könnten künftig niedergelassene Kinder- und Jugendärzte einen Facharzt online zu Rate ziehen, um unklare Diagnosen abzusichern und die Behandlung abzustimmen. Dies erläuterten die Ersatzkasse Barmer GEK sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Donnerstag in Berlin. Die Zeit für die Diagnose könne so um durchschnittlich 16 Tage verkürzt werden, was gerade bei der...

Vorstellung des dritten länderübergreifenden Gesundheitsberichtes Berlin-Brandenburg: Demografischer Wandel ist größte Herausforderung

Der Krankenstand von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Berlin und Brandenburg hat sich in den letzten Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt. Mit Blick auf die Altersentwicklung werden die Auswirkungen des demografischen Wandels allerdings zunehmend zur Herausforderung: Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg sind von Krankenständen, Arbeitsunfällen und Frühverrentungen besonders stark betroffen. Mit zunehmendem Alter spielen schwerwiegendere Erkrankungen, die mit längeren Fehlzeiten einhergehen oder gar einen frühzeitigen Austritt aus dem Arbeitsleben...