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Statistiker: Krankheiten verursachen Kosten von 4000 Euro pro Kopf

Wiesbaden (dpa) - Psychische Krankheiten kosten die Volkswirtschaft fast ebenso viel wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das geht aus der neuen Krankheitskostenrechnung hervor, die das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden veröffentlichte. Insgesamt verursachten Krankheiten in Deutschland im Jahr 2015 Kosten in Höhe von 338,2 Milliarden Euro. Pro Kopf waren das durchschnittlich 4140 Euro. Die Krankheitskostenrechnung schätzt die ökonomischen Folgen von Krankheiten ab. Dazu zählt nicht nur die Behandlung, sondern auch Prävention, Rehabilitation oder Pflege. Die letzte Berechnung...

Mechanik Morbi-RSA: Einfach, Transparent, Manipulationssicher

Im Jahr 2009 hat der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) den alten RSA abgelöst. Damit wurde der Mechanismus, mit dem derzeit rund 220 Mrd. Euro aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen verteilt werden, umfassend erneuert. Zielsetzung des neuen RSA ist es, die unterschiedlichen Versichertenstrukturen der Krankenkassen im Hinblick auf die Faktoren Alter, Geschlecht und seither zusätzlich um Morbidität auszugleichen. Die Krankenkassen sollen so gleiche Chancen im Wettbewerb erhalten und Anreize zur „Rosinenpickerei“ bei den Versicherten reduziert werden. Ist dies...

Grippesaison steht bevor - Impfung gilt als bester Schutz

Berlin (dpa) - In diesen Tagen beginnt die optimale Zeit für eine Schutzimpfung gegen Grippe. Diese sei die wichtigste Maßnahme, um sich vor einer Ansteckung mit dem Grippevirus zu schützen, betonten Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag in Berlin. Bislang sind demnach rund 17 Millionen Impfdosen freigegeben. Wichtig für den Grippeschutz sei es zudem, häufig die Hände zu waschen und Abstand von Grippepatienten zu halten. Influenza kann insbesondere für ältere und Menschen mit Vorerkrankungen tödlich enden. Das RKI veröffentlichte auch seine Auswertung der vergangenen...

Mediziner: Lebensrettung muss an Schulen in den Lehrplan

Freiburg (dpa) - Für mehr Hilfe bei einem lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Stillstand fordern Mediziner regelmäßige Kurse zur Wiederbelebung an Deutschlands Schulen. Wiederbelebung müsse fester Bestandteil des Lehrplans werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC), Bernd Böttiger, in Freiburg. Jeder könne im Notfall Leben retten. Es gebe jedoch eine große und weit verbreitete Hemmschwelle. Durch Information und Training im Schulunterricht könne diese schon früh abgebaut werden. «Im internationalen Vergleich ist Deutschland in Sachen ...

Grippewelle 2016/2017 traf vor allem Senioren stark

Berlin (dpa) - Die Grippewelle des vergangenen Winters ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) verhältnismäßig stark ausgefallen. Vor allem ältere Menschen seien von dem Virus betroffen gewesen, teilte das Institut am Donnerstag mit und berief sich auf den neuen Influenza-Saisonbericht. Insgesamt wurden in der Saison demnach gut 114 000 Grippe-Fälle gemeldet, mehr seien es nur bei der Pandemie 2009 gewesen. Bundesweit starben laut Bericht nachweislich 723 Menschen an der echten Grippe, davon waren 94 Prozent älter als 59 Jahre. Diese Zahlen gelten nur als Spitze des...

Weiter langes Warten für psychisch Kranke auf Therapieplätze

Berlin (dpa) - Marcel Bettray hat Angela Merkel (CDU) eine Frage gestellt und von der Bundeskanzlerin Recht bekommen. Es dürfe nicht so lange wie bisher dauern, bis ein psychisch kranker Mensch endlich einen Therapieplatz bekomme, sagte er. Der 32-Jährige hat selbst Depressionen und sich auf der Suche nach einem Psychotherapieplatz erfolglos durch eine Liste mehr als 40 Telefonnummern gewählt. Bettray hat auch von der Änderung der Psychotherapeuten-Richtlinie im April 2017 gehört, die das Hilfsangebot für psychisch kranke Menschen verbessern soll. Psychotherapeuten müssen seitdem...

Patienten werden künftig nach Klinikaufenthalt besser versorgt

Berlin (dpa) - Patienten sollen künftig besser versorgt werden, wenn sie nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause entlassen werden. Dazu sollen die Krankenhausärzte den Patienten klare Instruktionen mit auf den Weg geben, welche Medikamente und welche Nachbehandlungen nötig sind. Vom 1. Oktober an gelten neue, verbindliche Regelungen für ein «strukturiertes Entlassmanagement» nach einem Krankenhausaufenthalt, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitteilte. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von...

Weltstillwoche startet: Mütter zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Berlin (dpa) - Selig nuckelnde Babys. Stolz lächelnde Muttis. Weiches Licht. Selfies stillender Mütter sind inzwischen in den sozialen Medien an der Tagesordnung. Dort scheint es, als sei es für die heutige Generation von Mamas das Normalste der Welt, die Brust zu geben. Supermodels und Stars haben es vorgemacht, die privaten Momente im Netz zu teilen. Sogar ein eigenes Stichwort ist dafür entstanden: #Brelfie, ein Mix aus Selfie und Breastfeeding, wie Stillen auf Englisch heißt. Aber stimmt der Eindruck aus dem Netz - kommt tatsächlich seltener Milchpulver ins Fläschchen? Für...

Vorreiter im Gesundheitssystem

Damit Antibiotika nicht mehr weitgehend blind verordnet werden, soll Versorgungsforschung einen Modellvertrag des BKK-Landesverbandes NORDWEST und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein begleiten. Dafür gab es jetzt den „Oscar des Gesundheitssystems“.