SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Krankenkassen: Pflegeangebote für den Alltag immer mehr nachgefragt

Pflegebedürftige sollen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können. Das ist ein Ziel der Pflegereformen von Gesundheitsminister Gröhe. Der Bedarf an Alltagsbetreuung wird wachsen. Berlin (dpa) - Die Angebote der Pflegeversicherung für die Betreuung im Alltag sind Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen noch viel zu wenig bekannt. Der Vorstand des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Die Pflegeversicherung bietet viel - leider sind Leistungen wie die Unterstützung im Alltag noch zu wenig bekannt. Das ...

Kassenärzte und Gewerkschaft legen Konzept für Notfallversorgung vor

Überfüllte Notfallambulanzen, überlastete Ärzte, genervte Patienten: Die Zusammenarbeit bei der Notfallversorgung zwischen Kassenärzten und Kliniken klappt nicht. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf zur Reform. Berlin (dpa) - Kassen- und Krankenhausärzte nehmen einen neuen Anlauf, um das ineffiziente Nebeneinander von ambulanter und stationärer Notfallversorgung von Patienten zu verbessern. Dazu legten Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Marburger Bund (MB), die Gewerkschaft der zumeist in Kliniken angestellten Ärzte, ein Reformkonzept vor - für eine integrierte Notfallversorgung...

Merkel: Bezahlung von Pflegekräften muss verbessert werden

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine bessere Bezahlung von Pflegekräften für unumgänglich. «Die Bezahlung ist im Hinblick auf die Belastungen, die dieser Beruf mit sich bringt, nicht angemessen», sagte sie der «Bild am Sonntag». «Wir müssen daran arbeiten, dass die Gehälter schrittweise weiter steigen.» Verbesserungsbedarf sieht Merkel auch beim Personalschlüssel in der Pflege: «Viele Pflegekräfte sagen uns: Wir würden viel lieber mehr Zeit für die Menschen haben. Deshalb wollen wir die Personalschlüssel überarbeiten.» Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz...

Deutsche werden immer älter

Seattle (dpa) - Im Jahr 2016 geborene Mädchen werden in Deutschland im Schnitt 83,3 Jahre alt, Jungen 78,5 Jahre. Das geht aus einer im Fachjournal «Lancet» veröffentlichten globalen Gesundheitsstudie hervor. Damit hat sich die Lebenserwartung im letzten Jahrzehnt für Frauen um 1,2 Jahre, für Männer um 1,8 Jahre erhöht. Allerdings wird eine im Jahr 2016 geborenen Frau im Durchschnitt nur 71,5 Jahre ihres Lebens bei guter Gesundheit sein, ein Mann 68,9 Jahre. In einigen Nachbarländern ist die Situation deutlich besser. Schweizer und Franzosen werden nicht nur älter, sondern haben auch...

Digitale Brillen gegen Demenz

Krefeld (dpa) - Plötzlich sind die Erinnerungen zurück. Die Häuser, die Geschäfte, die Autos - alles ist wie damals in den 50er und 60er Jahren. An einem Krefelder Klinikum können Demenzpatienten erstmals virtuell in ihre eigene Vergangenheit reisen. Software-Entwickler haben hierfür eigens eine 360-Grad-Version einer historischen Straßenszene rekonstruiert. Die Patienten können sich darin mithilfe einer Virtual-Reality-Brille umsehen und sich sogar in der vertrauten Umgebung bewegen. Die Idee zu dem Projekt kam den Entwicklern, als der Vater einer der Firmengründerinnen an Demenz...

Führungspositionen auch im Gesundheitswesen Männerdomäne

Berlin (dpa) - Immer mehr junge Frauen studieren Medizin, aber Führungspositionen im Gesundheitswesen bleiben eine Männerdomäne. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Frauen sind demnach in leitenden Funktionen im Krankenhaus deutlich unterrepräsentiert. 2015 hätten dort 11 Prozent Ärztinnen und 89 Prozent Ärzte leitende Funktionen besetzt. Und etwas weniger als 20 Prozent der kaufmännischen Leitungen in deutschen Allgemeinkrankenhäusern sei weiblich. Bundesweit seien nur 10 Prozent der...

Umfrage: Nur jeder Fünfte traut sich überlebensnotwendige Hilfe zu

Hamburg (dpa) - Nur jeder fünfte Deutsche traut sich nach einer neuen Umfrage überlebensnotwendige Maßnahmen bei Unfallopfern zu. 22 Prozent würden einen Verletzten bei Atemstillstand beatmen, 21 Prozent eine starke Blutung stillen und 19 Prozent eine Herzdruckmassage machen, wie eine repräsentative Online-Befragung des Instituts Toluna im Auftrag der Asklepios-Kliniken ergab. Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie im Notfall Erste Hilfe leisten könnten, allerdings würden sich die meisten auf organisatorische und psychologische Unterstützung beschränken. Sie würden den...

AOK: Zunahme psychischer Erkrankungen ist Herausforderung für Unternehmen

Berlin (dpa) - Die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Probleme ist in den vergangenen zehn Jahren überproportional stark gestiegen. Unternehmen sollten daher ihr Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter in Lebenskrisen weiter verbessern, rät der AOK-Bundesverband. Denn «aufgrund des demografischen Wandels werden sie künftig verstärkt mit älter werdenden Belegschaften und den damit verbundenen häufigeren Krisen der Mitarbeiter konfrontiert werden». Das erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), Helmut Schröder, am Donnerstag in...

Verdi: Personalnot in Krankenhäusern gefährdet Menschenleben

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hat Personalnot und massive Arbeitsverdichtung der Beschäftigten in deutschen Krankenhäusern angeprangert. Bundesweit fehlten in den Krankenhäusern 162 000 Stellen, davon allein 70 000 in der Pflege, erklärte die Gewerkschaft am Dienstag in Berlin. Nachts sei eine Pflegekraft durchschnittlich allein für 26 Patienten verantwortlich. «Die Verantwortlichen müssen sich der Tatsache stellen: Personalnot gefährdet Menschenleben», hieß es bei Verdi. Die Gewerkschaft fordert gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung in Krankenhäusern, die...

Die Würde des Menschen wird in der Pflege täglich angetastet

Berlin (dpa) - Die Würde des Menschen in deutschen Krankenhäusern und Altenheimen werde «tagtäglich ... tausendfach verletzt». Alexander Jorde, der gerade eine Ausbildung zum Krankenpfleger macht, legte am Montagabend in der ARD-«Wahlarena» mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Finger in die Wunde. «Es gibt Menschen, die liegen stundenlang in ihren Ausscheidungen.» Dieser Zustand sei nicht haltbar. Tut der Staat genug gegen den Pflegenotstand? Gibt es einen besonderen Schutz für Pflegebedürftige? Ja, Pflegebedürftige genießen einen besonderen Schutz. Da sich Patienten oft...