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Bedingung für «GroKo»: SPD will Krankenversicherung für alle

Berlin (dpa) - Nach dem Votum für Gespräche über eine mögliche große Koalition pocht die SPD trotz des Widerstands der Union auf eine einheitliche Krankenversicherung in Deutschland. «Es muss klar sein, dass es eine Bürgerversicherung und ein Gesundheitssystem für alle gibt», sagte der Chef des einflussreichen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD kritisiert eine Zwei-Klassen-Medizin und will durchsetzen, dass das derzeitige System privater und gesetzlicher Krankenversicherungen abgelöst wird. Zum Beispiel sollen auch Beamte in die...

Schulz appelliert an SPD: Nicht vor dem Regieren drücken

Berlin (dpa) - Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat seine Partei eindringlich aufgerufen, Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung zuzustimmen. «Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Aber wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen», sagte der 61-jährige Parteichef am Donnerstag in seiner Rede auf dem SPD-Parteitag in Berlin. Die 600 Delegierten wollten noch am Nachmittag über ergebnisoffene Gespräche mit CDU und CSU abstimmen. Es gäbe drei mögliche Ergebnisse: Neuauflage der großen Koalition, Tolerierung einer Minderheitsregierung, Neuwahlen. Gegen...

SPD-Parteitag hat begonnen - Entscheidung über Gespräche mit Union

Berlin (dpa) - Der mit Spannung erwartete SPD-Parteitag mit der Entscheidung über Gespräche mit der Union über eine große Koalition hat begonnen. SPD-Vize Aydan Özoguz sagte zur Eröffnung, die Partei müsse überlegen, was sie für das Land tun könne. Die etwa 600 Delegierten wählen auch einen neuen Vorstand. Parteichef Martin Schulz stellt sich am Donnerstag zur Wiederwahl. Im März war er mit dem Rekordergebnis von 100 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Sigmar Gabriel gewählt worden. Die SPD hatte sich nach ihrem schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl im September dazu...

Mehr Abtreibungen in Deutschland

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland haben seit Jahresbeginn bis Ende September mehr Frauen abgetrieben. Die Zahl der Schwangerschaftabbrüche stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 76 900. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Ob auch der Anteil der Abtreibungen an der Gesamtzahl der Schwangerschaften gestiegen ist, wissen die Statistiker noch nicht. Dafür fehlen noch Bevölkerungszahlen. 2016 hatte es bei der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche insgesamt einen leichten Rückgang gegeben. Etwa 24 700 Frauen ließen von Juli bis September...

Kommission: Manipulationen bei Organtransplantation rückläufig

Berlin (dpa) - Die verschärfte Überprüfung deutscher Transplantationszentren hat zu einem deutlichen Rückgang der Manipulationen bei der Organvergabe geführt. Die zuständigen Kontrollgremien zogen am Mittwoch in Berlin eine positive Zwischenbilanz ihrer bisher fünfjährigen Arbeit. Für die allermeisten Kliniken sei es selbstverständlich, sich an die von der Bundesärztekammer (BÄK) aufgestellten Richtlinien zu halten, machten Mitglieder der Prüfungs- und der Überwachungskommission deutlich. Die Kommissionen haben in diesem Jahr 59 Transplantationsprogramme anhand von mehr als 1900...

Immer mehr Krebserkrankungen in Deutschland

Berlin (dpa) - Angesichts der alternden Bevölkerung häufen sich die Krebsfälle in Deutschland. Zwischen 2004 und 2014 habe die Zahl der Neuerkrankungen bei Männern um sechs Prozent, bei Frauen um neun Prozent zugenommen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch mit und verwies auf die wachsende Zahl älterer Menschen in Deutschland. Die Zahlen kommen aus dem Bericht «Krebs in Deutschland», der alle zwei Jahre erscheint. Erarbeitet wird er vom Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des RKI, das die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene sammelt, und von der Gesellschaft ...

Finanzreserve der Krankenversicherung steigt auf 24 Milliarden

Berlin (dpa) - Das Geldpolster der gesetzlichen Krankenversicherung ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres auf 24 Milliarden Euro gestiegen. Das sind knapp 2 Milliarden mehr als nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die einzelnen Kassen verzeichneten rund 2,52 Milliarden Euro Überschüsse, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit stiegen die Reserven der Kassen bis Ende September auf 18,6 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rief die Kassen dazu auf, ihre Spielräume für «hochwertige Leistungen bei...

Chemie- und Pharmabranche erwartet 2018 Umsatzrekord

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie erwartet nach einem starken laufenden Jahr auch 2018 kräftige Zuwächse. Der Umsatz werde dank der robusten Weltwirtschaft um 3 Prozent wachsen und könnte dann erstmals die Schwelle von 200 Milliarden Euro knacken, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. «Wir sind zuversichtlich, dass sich der Aufschwung im kommenden Jahr fortsetzt», erklärte VCI-Präsident Kurt Bock. Während die Industrienachfrage in Deutschland weiter hoch sei, erhole sich die Wirtschaft in Europa zusehends. Für...

Rote Linien und Kompromissmöglichkeiten für Schwarz-Rot

Berlin (dpa) - Soziales Europa, Sicherheit von Arbeit und Renten, gerechtere Bildung, Gesundheit, bezahlbares Wohnen, humanitäre Flüchtlingspolitik: Die SPD-Spitze hat Bedingungen für Gespräche über eine weitere Regierungsbeteiligung aufgestellt. Es gibt dunkelrote Linien, an denen Gespräche scheitern könnten. Aber auch hellrote Kompromisslinien. Eine Bewertung der wesentlichen Punkte: - EINWANDERUNG UND FLÜCHTLINGE: Die SPD will den bis März 2018 ausgesetzten Nachzug von Familienmitgliedern der Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzrecht nicht weiter verlängern. CSU-Chef Horst ...

Deutschland holt bei Älteren im Job auf - Frauen im Renten-Nachteil

Berlin (dpa) - Bei der Beschäftigung Älterer hat Deutschland einer Studie zufolge im internationalen Vergleich in den vergangenen Jahren am meisten zugelegt. An anderer Stelle ist Deutschland im Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dagegen Schlusslicht: Frauen hinken Männern bei den Alterseinkünften hierzulande am stärksten hinterher. Auch für Niedrigverdiener im Alter habe Deutschland vergleichsweise wenig getan, teilte die OECD mit der Veröffentlichung einer neuen Studie am Dienstag in Berlin mit. Bei den 55- bis 64-Jährigen hat...