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Trotz Grippewelle: Krankenstand leicht rückläufig, bei Rückenleiden deutlich weniger Krankschreibungen

Im ersten Quartal des Jahres 2016 gab es saisonbedingt vermehrt Ausfalltage aufgrund von Erkältungen und Grippe bei den beschäftigten BKK Pflichtmitgliedern. Insgesamt gehen mehr als ein Fünftel (22,5 Prozent) aller Fehltage von Januar bis März allein auf Atemwegserkrankungen zurück. Allerdings war diese Erhöhung nicht so ausgeprägt wie die Grippewelle in den Jahren 2015, 2013 und 2009. „Das Phänomen, dass es Grippewellen gerade in ungeraden Jahren gibt, ist unter anderem damit zu erklären, dass nach einer starken Welle ein Großteil der Bevölkerung - zumindest im Folgejahr - eine gewisse...

Ärzte verschreiben mehr Kindern und Jugendlichen Psychopharmaka

In Deutschland werden mehr Kindern und Jugendlichen Medikamente gegen psychische Leiden verschrieben. Warum ist das so? Die Antwort ist kompliziert. Köln (dpa) - Immer mehr Kindern und Jugendlichen werden Psychopharmaka verschrieben. Das geht aus einer Untersuchung von Kölner Forschern hervor, die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. So wurden 2012 etwa 27 von 1000 Heranwachsenden Medikamente wie Antidepressiva oder Ritalin verschrieben - 2004 waren es noch 20. Warum der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die mindestens ein Psychopharmaka-Rezept ausgestellt bekamen, derart...

Studie: Heimleitungen unzufrieden mit Altenpflegepolitik

Die Herausforderungen in der Altenpflege sind groß: Viel Zuwendung ist gefragt, es gibt aber wenig Personal. Entsprechend düster blicken Heimleiter in die Zukunft. Berlin (dpa) - Neun von zehn Heimleitern in Deutschland fordern dringend einen Kurswechsel in der Altenpflegepolitik. Laut einer Umfrage sind 86 Prozent der 700 befragten Leiter und Geschäftsführer von stationären Altenpflegeeinrichtungen deswegen mit der Bundesregierung unzufrieden. Auf Landesebene sind es sogar 88 Prozent, die von der Pflegepolitik der jeweiligen Regierung enttäuscht sind. Das geht aus einer Online-Befragung im...

Gesetzliche Krankenkassen verfügen über 15 Milliarden Finanzreserven

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2016 einen Überschuss von 406 Millionen Euro erzielt. Die Reserven stiegen damit auf 14,9 Milliarden Euro zum Stichtag Ende März, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Demnach verzeichneten sämtliche Kassenarten ein positives Ergebnis. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärte dazu: «Mit 15 Milliarden Finanz-Reserven stehen die gesetzlichen Krankenkassen auch im Jahr 2016 auf einer sehr soliden Grundlage.» Nach den vorläufigen Finanzergebnissen von Januar bis März standen Einnahmen von rund...

Apotheker: Patienten brauchen klare Anwendungsinformation zu Cannabis

Berlin (dpa) - Die Bundesapothekerkammer hat eine klare Gebrauchsanweisung für Patienten gefordert, die Cannabis als Schmerzmittel konsumieren. «Wenn Cannabis von Ärzten verordnet und von Apothekern als Rezepturarzneimittel abgegeben wird, dann brauchen die Patienten auch eine eindeutige Gebrauchsanweisung inklusive der notwendigen Hilfsmittel», sagte Kammer-Präsident Andreas Kiefer am Dienstag in Berlin anlässlich des Symposiums «Cannabis als Arzneimittel - Fakten und Herausforderungen». Das Bundeskabinett hatte Anfang Mai einen Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums verabschiedet, wonach...

Studie: Große Unzufriedenheit der Heimleitungen mit Pflegepolitik

Berlin (dpa) - Die große Mehrheit der Heimleiter ist mit der Altenpflegepolitik in Bund und Ländern nach einer Umfrage sehr unzufrieden. 86 Prozent der befragten Heimleiter und Geschäftsführer kritisierten deswegen die Bundesregierung, auf Landesebene sind es sogar 88 Prozent, die von der Pflegepolitik der jeweiligen Regierung enttäuscht sind. Das geht aus einer Online-Befragung im Auftrag des Fachverlages Vincentz Network und der Evangelischen Heimstiftung hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Aus Sicht der Führungskräfte in den stationären Einrichtungen greifen viele der...

Grüne: Patienten brauchen stärkere Stimme - Patientenstiftung

Berlin (dpa) - Die Grünen wollen den Patienten im Chor mit den anderen Akteuren im Gesundheitswesen eine kräftigere Stimme geben. «Sie sollen stärker an allen ihre Versorgung betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Dazu braucht es starke Beteiligungsrechte für die Patientenorganisationen und eine verlässliche unabhängige Finanzierung», sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Maria Klein-Schmeink, am Montag anlässlich eines Fachgesprächs zu dem Thema. Außerdem sollten Patienten Entscheidungen zu ihrer eigenen Gesundheit auf der Basis guter Informationen treffen...

Transparenzoffensive der Pharmaindustrie oder eher Imagekampagne?

Die Pharmaindustrie verspricht mehr Transparenz - in der Zusammenarbeit mit Ärzten, Apothekern oder medizinischen Einrichtungen. Und was bringt das dem Patienten? Berlin (dpa) - Es ist nur ein Teil dessen, was Pharma-Firmen für Studien, Vortragshonorare oder Spenden ausgeben. Aber die Zahlen geben einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Pharmabranche und Ärzten. Eine gute halbe Milliarde Euro ließen sich 54 der größeren Unternehmen der Branche 2015 dies kosten: Ausgaben unter anderem für die umstrittenen Anwendungsbeobachtungen von Arzneimitteln im Patienten-Alltag, für klinische...

Pharmafirmen zahlen hunderte Millionen für Ärzte und Studien

Die jahrelangen Korruptionsvorwürfe gegen die Pharmaindustrie zeigen Wirkung. Sie geht in die Transparenzoffensive. Ist dies nur eine Flucht nach vorne? Oder doch eine ernst gemeinte neue Kultur? Berlin (dpa) - 54 der großen Pharmafirmen in Deutschland haben 2015 mehr als eine halbe Milliarde Euro an Ärzte, Apotheker oder medizinische Einrichtungen bezahlt. Von den insgesamt 575 Millionen Euro flossen 366 Millionen für klinische Studien und umstrittene Anwendungsbeobachtungen, wie die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) sowie der Verband der Forschenden...

Gröhe: Bei neuer Pflegeausbildung Schwerpunktsetzung ermöglichen

Berlin (dpa) - Im Streit um die Reform der Pflegeausbildung will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auch künftig eine Spezialisierung ermöglichen. «Wenn wir bei der gemeinsamen Berufsbezeichnung «Pflegefachfrau/Pflegefachmann» die Schwerpunktsetzung mit einem Zusatz, etwa «Schwerpunkt Kinderkrankenpflege», deutlich machen, können sich viele Betroffene eher wiederfinden», sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit dem Pflegeberufsgesetz, das derzeit in der parlamentarischen Beratung ist, soll die Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammengelegt...