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Pharmafirmen zahlen hunderte Millionen für Ärzte und Studien

Die jahrelangen Korruptionsvorwürfe gegen die Pharmaindustrie zeigen Wirkung. Sie geht in die Transparenzoffensive. Ist dies nur eine Flucht nach vorne? Oder doch eine ernst gemeinte neue Kultur? Berlin (dpa) - 54 der großen Pharmafirmen in Deutschland haben 2015 mehr als eine halbe Milliarde Euro an Ärzte, Apotheker oder medizinische Einrichtungen bezahlt. Von den insgesamt 575 Millionen Euro flossen 366 Millionen für klinische Studien und umstrittene Anwendungsbeobachtungen, wie die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) sowie der Verband der Forschenden...

Gröhe: Bei neuer Pflegeausbildung Schwerpunktsetzung ermöglichen

Berlin (dpa) - Im Streit um die Reform der Pflegeausbildung will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auch künftig eine Spezialisierung ermöglichen. «Wenn wir bei der gemeinsamen Berufsbezeichnung «Pflegefachfrau/Pflegefachmann» die Schwerpunktsetzung mit einem Zusatz, etwa «Schwerpunkt Kinderkrankenpflege», deutlich machen, können sich viele Betroffene eher wiederfinden», sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit dem Pflegeberufsgesetz, das derzeit in der parlamentarischen Beratung ist, soll die Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammengelegt...

Krankenkassen skeptisch über zusätzliche Milliarden im Wahljahr

Die Reformen von Gesundheitsminister Gröhe sind mit spürbaren Kosten verbunden. Die Gefahr ist groß, dass auch deshalb die Zusatzbeiträge für Versicherte im Wahljahr 2017 steigen. Zusätzliches Geld muss her. Berlin (dpa) - Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sieht vorerst keine Notwendigkeit, zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zusätzliche Milliarden aus dem Gesundheitsfonds zu nehmen. Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, diese Kosten für die Asylsuchenden würden in den ersten 15 Monaten von den...

Schnellerer Termin für psychisch Erkrankte beim Therapeuten

Berlin (dpa) - Menschen mit psychischen Beschwerden können künftig schneller einen ersten Termin beim Psychotherapeuten erhalten. Von April 2017 an können Psychotherapeuten ihren Patienten eine Sprechstunde anbieten. Damit sind kurzfristig Termine von 25 oder 50 Minuten möglich, in denen Patienten eine erste Beratung bekommen. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Entscheidungsgremium in der gesundheitlichen Selbstverwaltung, am Donnerstag in Berlin. Damit sollen gerade bei den Psychotherapeuten die langen Wartezeiten abgebaut werden. Die Patienten können danach in...

Lauterbach schlägt Kompromiss zu Demenzforschung vor

Berlin (dpa) - SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach hält eine Forschung mit Demenzpatienten, von der diese selbst keinen Nutzen mehr haben, unter bestimmten Bedingungen für berechtigt. Ohne eine solche Forschung sei Fortschritt auf diesem Gebiet kaum möglich, sagte Lauterbach am Dienstag in Berlin. In Deutschland ist Demenzforschung, von der andere Patienten einen Nutzen haben, nicht aber der betreffende Patient, nicht erlaubt. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte einen Entwurf für die Umsetzung einer entsprechenden EU-Vorgabe vorgelegt und war damit auf Widerstand vor allem in der...

Krankenkassen mit 400 Millionen Euro im Plus

Berlin (dpa) - Nach den Beitragssatzerhöhungen zum Jahreswechsel hat sich die Lage der meisten gesetzlichen Krankenkassen nach Medieninformationen stabilisiert. Die noch 118 Krankenkassen hätten zum Ende des ersten Quartals einen Überschuss von knapp 400 Millionen Euro ausgewiesen, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Freitag) unter Berufung auf Angaben der Kassen. Im ersten Quartal des Vorjahres hatten sie noch ein Defizit von 169 Millionen Euro verbucht. Im gesamten Jahr 2015 hatten sie sogar 1,1 Milliarden Euro aus den Rücklagen entnehmen müssen, weil die Überweisungen des...

Mediziner fordert mehr Offenheit für HIV-Tests

Würzburg (dpa) - Der Leiter der Infektiologie am Uni-Klinikum Würzburg, Hartwig Klinker, hat die fortgesetzte Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen kritisiert. «Wir stellen diese Infektionen, auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft, zu sehr in eine Ecke», sagte Klinker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Betroffenen dürften Situationen, in denen sie sich angesteckt haben könnten, nicht verdrängen. Gleichzeitig sollten sich aber auch Ärzte nicht vor den relevanten Fragen drücken. HIV sei heute eine sehr gut behandelbare Infektion. «Für den Infizierten bedeutet ein...

Zeitmangel und Diagnose-Angst? Warum Männer nicht zum Arzt gehen

Berlin (dpa) - Der tiefrot angeschwollene Insektenbiss? Wird schon von alleine wieder verschwinden. Der über Wochen andauernde Reizhusten? Kein Grund zur Beunruhigung. Wenn es um Arztbesuche geht, gelten Männer immer noch als eher zurückhaltend, auch in Deutschland. Warum ist das so? Dieser Frage ging eine Umfrage aus den USA nach. Meinungsforscher wollten im Auftrag der Orlando-Health-Kliniken von Teilnehmern wissen, welche Aussagen für sie gegen die Vereinbarung eines jährlichen Hausarzttermins sprechen. Vor allem Männer zwischen 18 und 44 stimmten der Aussage zu, sie seien zu...

WIE GEHT GESUNDE FÜHRUNG?

Professor Renate Rau von der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg stellt ein Forschungsprojekt vor, dem es gelungen ist, 11 Arbeitsbedingungen zu identifizieren, die gute Arbeit ausmachen.