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Regierung: Gesundheits-Apps müssen Patientenrechte wahren

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung weist Hersteller von Gesundheits-Apps darauf hin, dass ihre Produkte gegebenenfalls bestimmte Patientenrechte wahren müssen. Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Lutz Stroppe, sagte am Mittwoch: «Bei mehr als 100 000 Gesundheits-Apps auf dem Markt wird es immer schwieriger, zwischen guten und schlechten Angeboten zu unterscheiden. Deshalb brauchen wir Qualitäts- und Datenschutzstandards, auf die sich Bürgerinnen und Bürger verlassen können.» App-Entwickler können sich künftig zur Orientierung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und...

Chirurgen wollen Gesichter mit Plasma und Seide heilen

Nach Operationen und Verletzungen im Gesicht ist eine Wiederherstellung besonders wichtig. Bislang verpflanzen Chirurgen Haut- und Knochenpartien oder setzen Platten aus Titan ein. Doch bald soll es Materialien geben, die keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Hamburg (dpa) - Ohne die Transplantation von Haut und Knochen wollen Chirurgen in der Zukunft das Gesicht von Krebspatienten und Unfallopfern wieder herstellen. Sie hoffen, das Wachstum von Zellen und neuen Gewebes mit Hilfe von kaltem Plasma, Membranen aus Seide und Knochenplatten aus abbaubarem Magnesium zu fördern und zu steuern, wie...

Forderung: Organverteilung im Transplantationsregister genau fassen

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat an den Bundestag appelliert, die Verteilungskriterien für Organe im geplanten Transplantationsregister konkreter zu fassen. So dürfe das Register nicht dazu führen, dass Transplantationszentren die Patienten bevorzugten, bei denen eine Organübertragung weniger Risiken und damit einen höheren Erfolg versprächen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Bei Transplantationen gehe es um Entscheidungen über Leben und Tod. Daher gehört das Transplantationssystem in staatliche Hände, sagte Brysch anlässlich der...

Immer mehr Privatversicherte steigen auf günstigere Tarife um

Was passiert, wenn Privatversicherte ihre teuren Beiträge nicht mehr bezahlen können? Die Tarife werden zurückgefahren - und damit auch die Leistungen. Berlin (dpa) - Steigende Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) machen vielen Mitgliedern zu schaffen. Vor allem ältere Privatversicherte wechselten dann offenbar häufig in die günstigeren Basis- und Standardtarife. Dies geht aus eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, über die die «Frankfurter Rundschau» (Dienstag) zuerst berichtet hatte. Nach Darstellung der Bundesregierung stieg die Zahl...

Fast eine Viertelmilliarde Euro vom Bund für Medizintechnikprogramm

Berlin (dpa) - Rund 240 Millionen Euro steckt das Bundesforschungsministerium in ein neues Medizintechnik-Programm. Es soll in den kommenden fünf Jahren innovativen Produkten den Marktzugang erleichtern und auch das Gesundheitssystem entlasten. «Bereits im Entwicklungsprozess von Medizinprodukten muss künftig erkennbar sein, dass sie die Hürden zur Integration in die Versorgung überspringen können», teilte das Ministerium am Dienstag mit. Die Hersteller müssten also «den medizinischen Nutzen ihrer Produkte stärker belegen» - und dies erfordere häufiger als bisher klinische Studien und...

Kampf gegen Antibiotikaresistenz: «Wir müssen alle Pfade beschreiten»

Die Experten sind sich einig: Die Zahl der Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, nimmt zu. Wie könnte die Reaktion darauf aussehen? Einen einfachen Weg gibt es nicht. Berlin/Rostock (dpa) - Die Vorstellung ist gruselig: Eine eigentlich harmlose Infektion wird zum großen Problem, weil herkömmliche Antibiotika nicht mehr anschlagen. Besonders in Krankenhäusern kommen sogenannte multiresistente Keime vor. «Wir sehen eine Tendenz, die sehr beunruhigend ist», sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, bei einem von der Paul-Ehrlich-Gesellschaft und der Unimedizin...

Wesentlich mehr Frauen sterben an rauchertypischen Krebsarten

Die Zahl der Raucher in Deutschland nimmt ab. Trotzdem sterben mehr Frauen an rauchertypischem Krebs. Warum ist das so? Wiesbaden (dpa) - Ein Drittel mehr Frauen sterben an rauchertypischen Krebserkrankungen als noch vor zehn Jahren. Im Jahr 2014 erlagen 15 748 Frauen Krebs der Lungen, Bronchien, des Kehlkopfs oder der Luftröhre, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das sind 33 Prozent mehr als 2005 (11 870 Todesfälle). Die Zahlen berücksichtigen allerdings nicht, ob die betroffenen Frauen tatsächlich geraucht haben. Die Todesquoten entwickelten sich...

Bundeskartellamt nimmt Krankenhausbranche unter die Lupe

Bonn (dpa)- Das Bundeskartellamt will im Rahmen einer sogenannten Sektoruntersuchung die deutsche Krankenhausbranche unter die Lupe nehmen. Bundesweit rund 500 Krankenhäuser sollen dabei unter anderem im Hinblick auf ihre aktuelle Marktsituation und ihre finanzielle Lage untersucht werden, kündigte das Bundeskartellamt am Dienstag in Bonn an. Hintergrund seien auch Zusammenschlüsse zu regionalen Klinik-Verbünden und das Auftreten von bundesweit aktiven Krankenhausbetreibern. Nach Abschluss der Untersuchung will das Kartellamt einen Bericht vorlegen.

Lungenkrebs und Co. können Raucherinnen viel Lebenszeit kosten

Wiesbaden (dpa) - Rauchertypische Krebserkrankungen wie Lungenkrebs können Frauen viele Jahre ihrer Lebenszeit kosten. Frauen, die 2014 an Krebs der Lungen, Bronchien, des Kehlkopfs oder der Luftröhre gestorben sind, seien im Schnitt 70,9 Jahre alt geworden, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. Das durchschnittliche Sterbealter aller Frauen habe bei 81,3 Jahren gelegen. Die Statistik beruht allerdings lediglich auf den Angaben zur Krankheit als Todesursache. Ob und wie viel die Frauen geraucht hatten, sei nicht bekannt, sagte Destatis-Experte Thomas Graf. Im Jahr...