SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Ärztetag spricht sich gegen «Landarztquote» aus

Hamburg (dpa) - Der Deutsche Ärztetag hat eine «Landarztquote» gegen den Ärztemangel auf dem Land abgelehnt. Nur die wenigsten Bewerber könnten schon vor ihrem Studium einschätzen, welche Fachrichtung sie später einschlagen und ob sie auf dem Land arbeiten wollten, hieß am Donnerstag zur Begründung bei dem Kongress in Hamburg. «Außerdem wäre ein Vorzug von Bewerbern, die sich für eine spätere ärztliche Tätigkeit auf dem Land verpflichten, gegenüber Bewerbern, die dies noch nicht für sich entscheiden möchten, eine ungerechte Begünstigung.» Zur Bekämpfung des Mangels an Hausärzten seien außerdem...

Weniger Antibiotika: Gröhe will zielgenauen Einsatz fördern

Antibiotika gehören zu den schärfsten Waffen der Medizin. Doch ihre Wirksamkeit lässt nach: Immer mehr Bakterien werden resistent gegen gleich mehrere dieser Medikamente. Die Bundesregierung will die Ärzte in die Pflicht nehmen. Berlin (dpa) - Als Maßnahme gegen zunehmende Resistenzen will die Bundesregierung die leichtfertige Verschreibung von Antibiotika an Patienten eindämmen. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag), er wolle «den zielgenauen Einsatz mit Antibiotika fördern». Zu diesem Zweck sehe ein geplantes neues Gesetz zur...

Tote nach Krebstherapie: Gröhe warnt vor unerforschten Wirkstoffen

Mönchengladbach/Krefeld (dpa) - Nach dem Tod von drei Krebspatienten eines Heilpraktikers hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vor dem Einsatz unerforschter Wirkstoffe bei der Behandlung von Patienten gewarnt. «Die Verabreichung von Substanzen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind und die sich erst in einer experimentellen Grundlagenforschung befinden, ist nicht vertretbar», sagte der Minister der «Rheinischen Post». Dies gelte auch dann, wenn Patienten diese Methode ausdrücklich wünschten. Drei Menschen waren Ende Juli nach der Behandlung in einem alternativen Krebszentrum...

Herztransplantationen - wie es begann

Frankfurt (dpa) - Allein in Deutschland werden heutzutage jährlich Hunderte Herzen transplantiert. Doch die Anfänge waren eine Sensation. Ein Rückblick: - Die erste Herztransplantation überhaupt wurde vor fast 50 Jahren vorgenommen: am 3. Dezember 1967 in Kapstadt. Der südafrikanische Chirurg Christiaan Barnard verpflanzte einem 54-Jährigen ein Herz, das jedoch nur 18 Tage schlug. Der Patient starb an einer Lungenentzündung. - Spenderin war eine 25 Jahre alte Frau, die beim Überqueren der Straße von einem betrunkenen Autofahrer überfahren und tödlich verletzt worden war. Ihr Vater willigte...

Herztransplantationen in Frankfurt: Drei von vier Patienten starben

Frankfurt/Main (dpa) - Drei der vier Patienten, die in den vergangenen zwei Jahren am Frankfurter Universitätsklinikum ein neues Herz bekommen haben, sind gestorben. Diese Zahlen nannte der neue ärztliche Direktor, Prof. Jürgen Graf, am Freitag. 2014 habe es eine Herztransplantation gegeben, 2015 drei - nur ein Patient habe überlebt. Das Klinikum hatte am Donnerstag bekanntgegeben, künftig keine Herzen mehr zu transplantieren. In den Jahren zuvor sei die Überlebensrate besser gewesen, sagte Graf. Zwischen 2010 und 2013 habe man vier Herzen transplantiert - alle Patienten hätten überlebt.

Tote nach Krebstherapie: Polizei hält Warnung an Patienten aufrecht

Ob die verabreichten Mittel in dem alternativen Krebszentrum am Niederrhein wirklich Ursache für den Tod von drei Patienten waren, ist noch unklar. Aber die Behörden warnen weiter: Wer dort behandelt wurde, sollte sich in «fachkundige Behandlung» begeben. Mönchengladbach/Krefeld (dpa) - Nach dem Tod von drei Patienten einer alternativen Krebsklinik am Niederrhein hält die Polizei die Warnung an weitere Patienten der Einrichtung aufrecht. «Wer sich einer Krebsbehandlung dort unterzogen hat, sollte sich in fachkundige Behandlung begeben», sagte der Sprecher der Polizei in Mönchengladbach am...

Gericht: Kassen dürfen von korrupten Ärzten Honorar zurückfordern

Hannover (dpa) - Von korrupten Ärzten, die sich gegen Geld untereinander Patienten oder Untersuchungen zuweisen, darf die Kassenärztliche Vereinigung das Honorar zurückfordern. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) erstmals entschieden (L 3 KA 6/13). Eine derartige Vorteilsgewährung sei untersagt, weil Überweisungen nur aus fachlichen, nicht aber aus finanziellen Gründen erfolgen sollen. Der faire Wettbewerb unter den Ärzten müsse geschützt werden, betonte das Celler Gericht. Die Missachtung dieses Verbotes wiege so schwer, dass es dem zahlenden Mediziner nicht gestattet...

(Fragen & Antworten) Schlankheitswahn und gestörtes Essverhalten

Wenig essen, um abzunehmen. Das hat fast jeder schon mal gemacht. Wenn jedoch die Sorge um das Gewicht eine große Rolle im täglichen Leben spielt, kann das auf eine Essstörung hindeuten. Berlin (dpa) - Essstörungen gehören in den westlichen Ländern zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen. Sie können lebensbedrohlich sein: In Deutschland sterben bis zu 100 Menschen pro Jahr daran. Welche Essstörungen gibt es? MAGERSUCHT (Anorexie), ESS-BRECH-SUCHT (Bulimie) und BINGE EATING gelten als die Hauptformen. Menschen mit MAGERSUCHT hungern sich dünn, sie sind deutlich untergewichtig....

Dünner geht immer - Instagram als Plattform für Frauen mit Essstörung

Instagram ist der Ort für hübsche Fotos. Doch der Schönheitswahn zeigt sich dort auch von seiner hässlichen Seite. Abgemagerte Frauen inszenieren mit erschreckenden Fotos ihre Essstörung. Instagrams Richtlinien zum Schutz scheitern am Erfindergeist der Nutzerinnen. Berlin (dpa) - Beine, so dünn wie Streichhölzer. Dutzende Fotos von Beinen, so dünn wie Streichhölzer. «Ich wünschte, das wäre ich», steht darunter. Oder: «Ich möchte weinen, sie ist so perfekt.» Die Hüftknochen stehen hervor - weit hervor. Auf Instagram glorifizieren Mädchen und junge Frauen ihre Essstörung, eifern sich...

Kabinett beschließt Finanzspritze für Gesundheitsfonds

Berlin (dpa) - Das Kabinett hat am Mittwoch eine umstrittene Finanzspritze für die gesetzlichen Krankenkassen von 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds auf den Weg gebracht. Union und SPD wollen mit diesen einmaligen zusätzlichen Mitteln im Wahljahr 2017 höhere Zusatzbeiträge für die rund 54 Millionen zahlenden Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vermeiden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) regelt den Transfer im Gesetzentwurf «zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen». Er...