SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Gericht: Kassen dürfen von korrupten Ärzten Honorar zurückfordern

Hannover (dpa) - Von korrupten Ärzten, die sich gegen Geld untereinander Patienten oder Untersuchungen zuweisen, darf die Kassenärztliche Vereinigung das Honorar zurückfordern. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) erstmals entschieden (L 3 KA 6/13). Eine derartige Vorteilsgewährung sei untersagt, weil Überweisungen nur aus fachlichen, nicht aber aus finanziellen Gründen erfolgen sollen. Der faire Wettbewerb unter den Ärzten müsse geschützt werden, betonte das Celler Gericht. Die Missachtung dieses Verbotes wiege so schwer, dass es dem zahlenden Mediziner nicht gestattet...

(Fragen & Antworten) Schlankheitswahn und gestörtes Essverhalten

Wenig essen, um abzunehmen. Das hat fast jeder schon mal gemacht. Wenn jedoch die Sorge um das Gewicht eine große Rolle im täglichen Leben spielt, kann das auf eine Essstörung hindeuten. Berlin (dpa) - Essstörungen gehören in den westlichen Ländern zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen. Sie können lebensbedrohlich sein: In Deutschland sterben bis zu 100 Menschen pro Jahr daran. Welche Essstörungen gibt es? MAGERSUCHT (Anorexie), ESS-BRECH-SUCHT (Bulimie) und BINGE EATING gelten als die Hauptformen. Menschen mit MAGERSUCHT hungern sich dünn, sie sind deutlich untergewichtig....

Dünner geht immer - Instagram als Plattform für Frauen mit Essstörung

Instagram ist der Ort für hübsche Fotos. Doch der Schönheitswahn zeigt sich dort auch von seiner hässlichen Seite. Abgemagerte Frauen inszenieren mit erschreckenden Fotos ihre Essstörung. Instagrams Richtlinien zum Schutz scheitern am Erfindergeist der Nutzerinnen. Berlin (dpa) - Beine, so dünn wie Streichhölzer. Dutzende Fotos von Beinen, so dünn wie Streichhölzer. «Ich wünschte, das wäre ich», steht darunter. Oder: «Ich möchte weinen, sie ist so perfekt.» Die Hüftknochen stehen hervor - weit hervor. Auf Instagram glorifizieren Mädchen und junge Frauen ihre Essstörung, eifern sich...

Kabinett beschließt Finanzspritze für Gesundheitsfonds

Berlin (dpa) - Das Kabinett hat am Mittwoch eine umstrittene Finanzspritze für die gesetzlichen Krankenkassen von 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds auf den Weg gebracht. Union und SPD wollen mit diesen einmaligen zusätzlichen Mitteln im Wahljahr 2017 höhere Zusatzbeiträge für die rund 54 Millionen zahlenden Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vermeiden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) regelt den Transfer im Gesetzentwurf «zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen». Er...

Versorgung psychisch kranker Menschen soll besser werden

Berlin (dpa) - Die Versorgung und Betreuung psychisch kranker Menschen sollen verbessert werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verabschiedete das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Gröhe erklärte, Versorgung und menschliche Zuwendung sollen durch Mindestpersonalvorgaben gestärkt werden. Andererseits sollen Behandlungen mit hohem Aufwand besser vergütet werden als weniger aufwendige Behandlungen. Die Versorgung von Menschen mit seelischen Leiden und die Vergütung der Leistungen sollen transparenter werden. Darüber hinaus sollen ambulante und...

Krankenhäuser zwischen Sparzwang und Digitalisierungsdruck

OP-Roboter und virtueller Assistenzarzt - die digitalen Helfer kommen auch in den deutschen Kliniken an. Die Patienten könnten davon profitieren - durch raschere Diagnosen und gezieltere Therapien. Aber längst nicht alle Häuser sind für den Wandel präpariert. München/Erlangen (dpa) - Die Krankenhäuser sind Dauer-Patienten des Gesundheitswesens. Chronische Finanzprobleme, ein milliardenschwerer Investitionsstau und teils drängender Fachkräftemangel - so lauten die beunruhigenden Diagnosen für viele der knapp 2000 Kliniken in Deutschland. Dabei müssten sie sich eigentlich dringend für die...

Patientenschützer: Schärfere Kontrollen ambulanter Pflege nötig

Häusliche Krankenpflege ist ein großer Markt. Eine Kontrolle ist schwierig. Das zieht Betrüger an. Gesundheitsminister Gröhe will das ändern - nicht entschieden genug, meinen Patientenschützer. Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz verlangt Nachbesserungen am Entwurf eines Anti-Betrugsgesetzes von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) für die ambulante Pflege. «Notwendig ist eine einheitliche Patientennummer für Kranken- und Pflegekasse, um so beim Abgleich Auffälligkeiten bei der Abrechnung schneller erkennen zu können», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen...

Berufsstart bei den Betriebskrankenkassen

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen: 306 junge Leute fangen mit der Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten – kurz „SoFa“ genannt – an. Drei Jahre lang dauert diese Berufsausbildung. Fachwissen, Beratung und der Leistungskatalog für Versicherte stehen im Mittelpunkt. Schnell und reibungslos müssen neue Rechtnormen umgesetzt werden. Daher werden vor allem krankenkassenspezifische Fachkenntnisse, aber auch kaufmännische und allgemeine Rechtskenntnisse vermittelt. „Nahezu alle Krankenkassen erleben bewegte Zeiten. Strukturelle Veränderungen und die damit verbundenen Anpassungen in...

Väter auf Mutter-Kind-Kur? Einrichtungen nehmen Männer in Fokus

Jahrzehnte richteten sich Kurkliniken nur auf Mamas mit Kind ein, die klassische Mutter-Kind-Kur brauchen nun aber auch immer häufiger Väter. Die Kurkliniken spezialisieren sich langsam auf die neue Klientel. Bad Wörishofen (dpa) - Als Mario Weinrich merkte, dass ihm die Belastung als Ehemann, Vater und Vollzeit-Berufstätiger zunehmend auf die Gesundheit schlug, war erst einmal Warten angesagt. In einer Vater-Kind-Kur wollten er und sein an Asthma erkrankter Sohn Leonard sich erholen. Doch auch wenn sie immer mehr nachgefragt werden: Das Thema Vater-Kind-Kur wird vielerorts noch...

Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept erhalten

Hannover (dpa) - Cannabis als Heilmittel spaltet die Ärzteschaft. Die Psychiaterin Kirsten Müller-Vahl begrüßt die Pläne der Bundesregierung, Cannabis auf Rezept zu erlauben. Cannabis-basierte Medikamente könnten bei rund 50 Krankheiten beziehungsweise Symptomen helfen, sagte die Professorin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): «Leider gibt es viel zu wenig Geld für die Forschung.» Der Suchtmediziner Rainer Thomasius sieht Cannabis als Medikament kritisch. Unter anderem gebe es ein Psychose-Risiko, sagte der Kinder- und Jugendpsychiater vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. ...