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In der grauen Glocke: Die Psyche im Wintertief

Die Tage sind grau, die Straßen matschig. Bei Vielen sinkt im Winter die Laune mit den Temperaturen. Manchmal bleibt es aber nicht bei einem Stimmungstief: Ein Betroffener beschreibt seine Depression. Frankfurt/Main (dpa) - Auf den Fenstersims prasselt der Regen. Graue Nebelschleier trüben den Blick durch die beschlagene Scheibe. Noch bevor Hans Schmid morgens das warme Haus verlässt, kreisen seine Gedanken um das nasse und kalte Herbstwetter. Tief im Inneren fröstelt es den 46-Jährigen. Und mit der Kälte kommen der Frust und die Traurigkeit in Schmid hoch. Seit 15 Jahren leidet er an...

CDU-Politiker Spahn zu Sterbehilfe: «Der Tod ist keine Ware»

Berlin (dpa) - Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, die gesetzlichen Regelungen für Ärzte im Umgang mit sterbenskranken Menschen neu zu regeln. Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Es braucht hier keine weitere Verrechtlichung des individuellen Arzt-Patienten-Verhältnisses, egal, was wir da tun, es wird eine schiefe Bahn eröffnen.» Am Donnerstag steht im Bundestag erstmals eine große Debatte zum Thema Sterbebegleitung und Sterbehilfe an. Spahn bekräftigte die Position der Unionsmehrheit, es dürfe «kein gewerbliches Angebot oder gar Straßenwerbung für...

Gröhe gegen «Verklärung der Selbsttötung» in Debatte um Sterbehilfe

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat seine Ablehnung gegen organisierte und kommerzielle Angebote der Sterbehilfe bekräftigt. «Ich wehre mich gegen eine Verklärung der Selbsttötung», sagte er am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Das als Akt wahrer Freiheit zu verklären, ist mir fremd». Gröhe betonte aber: «An der Straffreiheit der individuellen Selbsttötung und der Beihilfe dazu will ich selbstverständlich festhalten». Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) will hingegen, dass der Arzt des Vertrauens dem schwer leidenden Sterbenden - auf Wunsch - ein...

Richter entscheiden: Geld für künstliche Befruchtung auch ohne Ehe?

Wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappt, können oft Ärzte helfen. Doch das ist teuer, Zuschüsse gibt es nur für Ehepaare. Eine Krankenkasse will auch Ledige unterstützen und zieht vor Gericht. Dort geht es nun um Grundsatzfragen. Kassel (dpa) - Die Liebe war da und der Wunsch nach einem Kind auch.Doch der erfüllte sich nicht auf Anhieb, eine heute 41-Jährige und ihr Partner benötigten die Hilfe von Medizinern. Und wie sich herausstellte, besser auch einen Trauschein. Denn ohne gibt es für die teuren künstlichen Befruchtungen kein Geld von den gesetzlichen Krankenkassen. «Ich finde, alle...

Pflegebeauftragter möchte Schulnoten für Pflegeheime abschaffen

Berlin (dpa) - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, hat das Notensystem zur Qualitätsbewertung von Pflegeheimen als «nicht mehr haltbar» kritisiert. «Wer sich darauf verlässt, wird irregeführt», sagte der CDU-Politiker der «Welt am Sonntag». Die tatsächliche Situation in vielen Heimen werde verschleiert. «Wenn ich (...) ein Heim für meine Mutter suchen müsste, würde ich die Pflegenoten nicht zur Grundlage meiner Entscheidung machen.» Laumann kritisierte, dass die einzelnen Prüfkriterien in der Gesamtbewertung alle gleich stark gewichtet werden. «So gibt es bei den...

Forderung nach Korrekturen beim Pflege-TÜV

Berlin (dpa) - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), ist mit seinen Vorbehalten gegen das Notensystem zur Pflegeheim-Bewertung auf Zustimmung gestoßen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will ebenfalls deutliche Korrekturen am sogenannten Pflege-TÜV. Huml betonte am Montag in München: «Notwendig ist ein Bewertungssystem, das sich mehr an den wichtigen pflegerelevanten Bereichen und der Ergebnisqualität ausrichtet - und das die Menschen in der Wahl einer Einrichtung wirklich unterstützen kann.» Nach Auffassung der Grünen soll ein unabhängiges...

Künstliche Befruchtung Kassenleistung für Ledige? - Urteil erwartet

Kassel (dpa) - Das Bundessozialgericht in Kassel entscheidet an diesem Dienstag (13.00 Uhr) darüber, ob eine Krankenkasse auch unverheirateten Paaren Zuschüsse für eine künstliche Befruchtung zahlen darf. Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) mit Sitz in Berlin will diese Frage vom höchsten Sozialgericht klären lassen. Sie hatte 2012 ihre Zuschüsse für eine Kinderwunschbehandlung erhöht und wollte diese auch Paaren ohne Trauschein gewähren. Das Bundesversicherungsamt lehnte das mit dem Verweis auf den Gesetzesparagrafen ab, der dies nur für Eheleute vorsieht. Die BKK VBU klagte...

Stiftung: Junge Menschen mit Krebs werden zu wenig unterstützt

Berlin (dpa) - Die Therapien für junge Erwachsene mit Krebs sollen besser werden. Das ist das Ziel einer neu gegründeten Stiftung. Bei der Patientengruppe zwischen 15 und 39 Jahren werde die weitere Lebensplanung durch die Behandlung «außerordentlich beeinträchtigt», sagte am Dienstag der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Professor Mathias Freund. Zwar würden etwa 80 Prozent der jungen Krebspatienten geheilt, viele hätten aber mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Patienten können zum Beispiel unfruchtbar oder arbeitsunfähig werden.Zu diesen Themen will die Stiftung Unterstützungsangebote...

Bundesrichter: Kein Geld für Kinderwunschbehandlung ohne Trauschein

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch hoffen auf die künstliche Befruchtung. Das bleibt für nicht Verheiratete teuer. Das Bundessozialgericht argumentiert mit der rechtlichen Sicherheit für Kinder. Kassel (dpa) - Ledige Paare mit unerfülltem Kinderwunsch bekommen für künstliche Befruchtungen kein Geld von der gesetzlichen Krankenkasse.Das hat das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag klargestellt.Es wies die Revision der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) zurück, die auch unverheirateten Paaren Zuschüsse gewähren wollte. Die zugrundeliegende Satzungsänderung der Kasse...

Klinikärzte wollen 5,4 Prozent mehr Gehalt - Weniger Wochenenddienste

Berlin (dpa) - Der Marburger Bund verlangt für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern 5,4 Prozent mehr Gehalt. Zudem müssten die Wochenenddienste deutlich reduziert werden. Das erklärte der Chef der Ärztegewerkschaft, Rudolf Henke, am Mittwoch in Berlin. Die Ärzte sollten im Schnitt maximal zwei Wochenenden im Monat arbeiten müssen.Die Tarifverhandlungen 2014/2015 für die 55 000 Ärzte in bundesweit rund 600 kommunalen Krankenhäusern beginnen am 18. Dezember. Die Laufzeit des Tarifabschlusses sollte ein Jahr betragen.