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Kinder im Westen mit schlechterem Impfschutz als im Osten

Berlin (dpa) - Kinder in Westdeutschland sind seltener gegen Masern, Mumps, Röteln und andere Krankheiten geimpft als Gleichaltrige in Ostdeutschland. Die Quoten für alle empfohlenen Impfungen waren bei den Schuleingangsuntersuchungen 2013 in den neuen Bundesländern im Durchschnitt höher als die in den alten, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag berichtete. Zwischen den einzelnen Bundesländern gab es zum Teil große Spannweiten. Besonders deutlich sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland demnach etwa bei der Quote für die Hepatitis-B-Impfung. In den neuen Ländern lag...

Gesundheitsausgaben steigen - Patienten zahlen aber weniger

Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger. Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11,0 Prozent, 2011 10,9 Prozent. «Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur...

Bundesweit mehr als 900 Masernfälle - größte Welle in Berlin

Berlin (dpa) - Bereits mehr als 900 Menschen in Deutschland haben sich in diesem Jahr nachweislich mit Masern angesteckt. Nach Angaben des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales erkrankten allein in der Hauptstadt seit Oktober 782 Patienten. Die meisten von ihnen waren nicht geimpft. 661 Menschen steckten sich in diesem Jahr an. Mit zurzeit rund 20 neuen Fällen pro Tag schwäche sich die Welle bisher auch nicht ab, berichtete Sprecherin Silvia Kostner. Bis Ende Februar wurden an der Robert Koch-Institut Masernausbrüche aus 13 Bundesländern gemeldet, lediglich in Bremen,...

Sozialversicherung macht in ersten neun Monaten 2014 weniger Minus

Wiesbaden (dpa) - Das Minus der Sozialversicherung ist in den ersten neun Monaten 2014 kleiner geworden. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lag das Defizit bei 3,6 Milliarden Euro und damit 0,5 Milliarden Euro unter dem des Vorjahreszeitraums. Einnahmen von 407,3 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent) standen Ausgaben von 410,9 Milliarden Euro (plus 3,0 Prozent) gegenüber. Unter Sozialversicherung werden unter anderem gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, allgemeine Rentenversicherung, soziale Pflegeversicherung und die Bundesagentur für Arbeit...

Kassen: Betriebliche Gesundheitsvorsorge lohnt sich

Berlin (dpa) - Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich für Unternehmen aus: Nach einer Studie sinken krankheitsbedingte Fehlzeiten um durchschnittlich ein Viertel. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten neuen Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) weiter hervorgeht, könnten mit jedem investierten Euro im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden. Für Investitionen in den Arbeitsschutz zeige sich ein vergleichbar positives Kosten-Nutzen-Verhältnis. Seit einem Jahrzehnt steigt nach dem Report die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland. Die...

Wahlrecht für alle behinderten Menschen gefordert

Berlin (dpa) - Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) hat eine Abschaffung des Wählverbots für Behinderte gefordert. «Es ist für eine Demokratie wesentlich, allen Bürgern in gleicher Weise das Wahlrecht anzuerkennen, denn die Möglichkeit zu wählen ist ein grundlegendes Menschenrecht, welches nicht einfach - auf einem überholten Verständnis von Unmündigkeit beruhend - einem Personenkreis entzogen werden darf», sagte Schmidt der «Welt» (Samstag). Die entsprechenden Paragrafen im Bundeswahlgesetz müssten ersatzlos gestrichen werden. Auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung,...

Studien zur Gesundheit von Studenten - Daten und Fakten

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse hat im «Gesundheitsreport 2015» unter anderem psychische Probleme ihrer rund 190 000 eigenständig versicherten Studierenden untersucht. Außerdem befragte das Institut Forsa für den «TK-CampusKompass» 1000 repräsentativ ausgewählte Studenten zu ihrem Lebenswandel. Wichtige Ergebnisse 2013/14 im Überblick: - 3 von 10 Studentinnen (29,24 Prozent) in Deutschland bekamen mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose, bei ihren männlichen Kommilitonen 14,63 Prozent - insgesamt waren 21,36 Prozent der Studierenden betroffen, also mehr als jeder...

Zahlen und Fakten rund um die Organspende

Berlin/Hannover (dpa) - Mehr als 10 000 schwer kranke Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan, die meisten von ihnen auf eine neue Niere. Um zu überleben, ist die Transplantation ihre einzige Hoffnung. Doch angesichts mehrerer Skandale waren die Zahlen in den vergangenen Jahren rückläufig. Wie viele Organspender gab es im vorigen Jahr? Nach Angaben der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben 2014 bundesweit 864 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum 2013 waren es 876, im Jahr 2012 noch 1046. Damit kamen 2014 in...

Report: Zahnarztversorgung in Pflegeheimen mangelhaft

Berlin (dpa) - Die Hälfte aller Pflegeheimbewohner hat einer Erhebung zufolge zwei Jahre lang keinen Zahnarzt mehr gesehen. Zu diesem Ergebnis kommt der Pflegereport 2014 der Krankenkasse Barmer GEK, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. «Die Zahngesundheit von Pflegebedürftigen ist stark verbesserungswürdig», sagte Kassen-Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker. Eine mögliche Ursache der Unterversorgung könne laut Pflegereport sein, dass die zahnmedizinischen Behandlungsleitlinien kaum auf ältere und pflegebedürftige Menschen eingingen. Je höher die Pflegestufe, also der Hilfsbedarf der...

Regierung ruft Ärzte und Krankenkasse zu Kampf gegen Ärztemangel auf

Berlin (dpa) - Ein katastrophaler Mangel an Allgemeinärzten in Deutschland ist laut Bundesregierung ohne energisches Gegensteuern von Ärzteschaft, Krankenkassen und Ländern unausweichlich. Die Regierung habe fast alle Schranken für die Niederlassung von Ärzten abgebaut und der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen alle erdenklichen Möglichkeiten gegeben, sagte der Patientenbeauftragten des Bundes, Karl-Josef Laumann (CDU), am Donnerstag in Berlin. Die Organisationen von Ärzten und Kassen müssten jungen Medizinern mehr Anreize geben, Hausarzt zu werden und sich in Mangelregionen...