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Wahlrecht für alle behinderten Menschen gefordert

Berlin (dpa) - Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) hat eine Abschaffung des Wählverbots für Behinderte gefordert. «Es ist für eine Demokratie wesentlich, allen Bürgern in gleicher Weise das Wahlrecht anzuerkennen, denn die Möglichkeit zu wählen ist ein grundlegendes Menschenrecht, welches nicht einfach - auf einem überholten Verständnis von Unmündigkeit beruhend - einem Personenkreis entzogen werden darf», sagte Schmidt der «Welt» (Samstag). Die entsprechenden Paragrafen im Bundeswahlgesetz müssten ersatzlos gestrichen werden. Auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung,...

Studien zur Gesundheit von Studenten - Daten und Fakten

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse hat im «Gesundheitsreport 2015» unter anderem psychische Probleme ihrer rund 190 000 eigenständig versicherten Studierenden untersucht. Außerdem befragte das Institut Forsa für den «TK-CampusKompass» 1000 repräsentativ ausgewählte Studenten zu ihrem Lebenswandel. Wichtige Ergebnisse 2013/14 im Überblick: - 3 von 10 Studentinnen (29,24 Prozent) in Deutschland bekamen mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose, bei ihren männlichen Kommilitonen 14,63 Prozent - insgesamt waren 21,36 Prozent der Studierenden betroffen, also mehr als jeder...

Zahlen und Fakten rund um die Organspende

Berlin/Hannover (dpa) - Mehr als 10 000 schwer kranke Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan, die meisten von ihnen auf eine neue Niere. Um zu überleben, ist die Transplantation ihre einzige Hoffnung. Doch angesichts mehrerer Skandale waren die Zahlen in den vergangenen Jahren rückläufig. Wie viele Organspender gab es im vorigen Jahr? Nach Angaben der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben 2014 bundesweit 864 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum 2013 waren es 876, im Jahr 2012 noch 1046. Damit kamen 2014 in...

Report: Zahnarztversorgung in Pflegeheimen mangelhaft

Berlin (dpa) - Die Hälfte aller Pflegeheimbewohner hat einer Erhebung zufolge zwei Jahre lang keinen Zahnarzt mehr gesehen. Zu diesem Ergebnis kommt der Pflegereport 2014 der Krankenkasse Barmer GEK, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. «Die Zahngesundheit von Pflegebedürftigen ist stark verbesserungswürdig», sagte Kassen-Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker. Eine mögliche Ursache der Unterversorgung könne laut Pflegereport sein, dass die zahnmedizinischen Behandlungsleitlinien kaum auf ältere und pflegebedürftige Menschen eingingen. Je höher die Pflegestufe, also der Hilfsbedarf der...

Regierung ruft Ärzte und Krankenkasse zu Kampf gegen Ärztemangel auf

Berlin (dpa) - Ein katastrophaler Mangel an Allgemeinärzten in Deutschland ist laut Bundesregierung ohne energisches Gegensteuern von Ärzteschaft, Krankenkassen und Ländern unausweichlich. Die Regierung habe fast alle Schranken für die Niederlassung von Ärzten abgebaut und der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen alle erdenklichen Möglichkeiten gegeben, sagte der Patientenbeauftragten des Bundes, Karl-Josef Laumann (CDU), am Donnerstag in Berlin. Die Organisationen von Ärzten und Kassen müssten jungen Medizinern mehr Anreize geben, Hausarzt zu werden und sich in Mangelregionen...

Medikamente häufige Fehlerquelle im Krankenhaus - Pilotprojekt

Frankfurt/Main (dpa) - Falsche Medikamentengaben sind Analysen zufolge eine häufige Fehlerquelle in Krankenhäusern. Die Frankfurter Uniklinik hat nun ein Programm erarbeitet, das Pannen bei der Arzneimittelvergabe verhindern soll. Am Donnerstag wurde das Projekt vorgestellt. Internationale Studien kämen zu dem Ergebnis, dass rund 80 Prozent aller Behandlungsirrtümer in Krankenhäusern bei der Gabe von Medikamenten passierten, sagte der Ärztliche Direktor Jürgen Schölmerich. Bei zwei bis fünf Prozent aller Medikamentengaben komme es zu Fehlern. Oft seien sie unbedeutend - wie etwa zur falschen...

Experten warnen vor Risiken vernetzter medizinischer Geräte

London/Hannover (dpa) - Experten der IT-Sicherheitsfirma McAfee warnen, dass in der Zukunft vernetzte medizinische Geräte wegen nicht erkannter Schwachstellen als tödliche Waffen eingesetzt werden könnten. «Wenn ein vernetztes Gerät in den menschlichen Körper implantiert wurde, sind die Konsequenzen eines Cyberangriffs besonders bedrohlich», heißt es in einem neuen McAfee-Bericht. Potenziell noch gefährlicher als gezielte Anschläge seien Computerviren. «Theoretisch könnte sich Schadsoftware im Internet verbreiten und alle Personen mit einem anfälligen Gerät treffen.» Der Computerexperte -...

(Hintergrund) Patientenrechtegesetz und Behandlungsfehler

Berlin (dpa) - Wie viele Menschen in Deutschland jedes Jahr Opfer von Ärztepfusch werden, ist unklar. Die Zahl der Behandlungsfehler lässt sich nur schätzen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium reichen die Annahmen von 40 000 bis 170 000 jährlich. Das im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz soll in solchen Fällen für mehr Transparenz sorgen. Wenn ein Patient konkret nach einem Behandlungsfehler fragt, ist der Behandelnde zur wahrheitsgemäßen Auskunft verpflichtet. Unter einem Behandlungsfehler ist laut Ministerium «eine nicht ordnungsgemäße, das heißt nicht den zum...

Hunderttausende Opfer von Alkohol und Tabak

Berlin (dpa) - Zehntausende Tote durchs Rauchen, Hunderttausende Klinikaufenthalte wegen Alkohol und mehr künstliche illegale Drogen - das sind Kernaussagen eines neuen Regierungsberichts. Der Drogen- und Suchtbericht 2015 wird an diesem Donnerstag von der Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) in Berlin vorgestellt. Er fasst die wesentlichen, vielfach bereits bekannten Trends zusammen und stellt zugleich die Drogenpolitik der Bundesregierung dar. Ein Kernproblem bleibt der Alkoholmissbrauch. Laut Darstellung des Statistischen Bundesamts vom Februar, die auch der Drogenbericht nennt,...

Deutsche holten fast 1,4 Milliarden Arzneimittel aus Apotheken

Berlin (dpa) - Die Deutschen haben im vergangenen Jahr knapp 1,4 Milliarden Arzneimittel aus Apotheken geholt. Davon gab es rund 870 Millionen auf Rezept. 522 Millionen kauften die Deutschen «auf eigene Rechnung» selbst. Dies geht aus einer neuen Statistik der ABDA hervor, der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Sie lag am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur vor. Danach haben die rund 81 Millionen Bundesbürger 2014 im Schnitt 17,2 Arzneimittel bekommen. Etwa alle drei Wochen gab es also ein Medikament. Gegenüber dem Vorjahr habe sich damit der Medikamentenkonsum kaum verändert....