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Apotheker: Arzneimittelkosten stiegen moderat

In den vergangenen Monaten kamen einige teure Arzneimittel auf den Markt. Doch Befürchtungen einer Kostenexplosion sind offenbar unbegründet. Berlin (dpa) - Die Arzneimittelkosten sind im ersten Halbjahr moderat um 5,6 Prozent gestiegen - trotz Grippewelle Anfang des Jahres und etlicher sehr teurer neuer Präparate. Damit sei die Prognose, die für 2015 von einer 5,5-prozentigen Steigerung ausging, «fast punktgenau eingehalten» worden, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA, Friedemann Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir stellen jetzt fest, dass die...

Immer mehr Hepatitis E-Erkrankungen in Deutschland registriert Von Georg-Stefan Russew, dpa

Berlin (dpa) - Ärzte diagnostizieren in Deutschland zunehmend mehr Hepatitis E-Fälle. 2014 wurden 670 dieser Lebererkrankungen gemeldet. Das sei im Vergleich zu 2013 ein Plus von mehr als 46 Prozent, teilte das Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) mit. «Die Tendenz ist klar steigend», sagte RKI-Epidemiologe Mirko Faber. Hintergrund sei in Europa allerdings nicht eine rasant ansteigende Verbreitung der Erreger, sondern eine verbesserte Diagnostik sowie eine höhere Sensibilität der Mediziner. Hepatitis E galt lange Zeit als eine aus Asien und Afrika importierte Infektionskrankheit. Dort werde...

Ausgang des Organspende-Prozesses erscheint ungewiss

Ein mutmaßlicher Skandal um Spenderorgane hat im Sommer 2012 Aussehen erregt. Ein Jahr später begann der Prozess gegen einen Chefarzt am Göttinger Klinikum. Jetzt wird das Urteil erwartet. Göttingen (dpa) - Nach mehr als 20 Monaten Hauptverhandlung will das Landgericht Göttingen am Mittwoch (6. Mai) sein Urteil im Organspende-Prozess verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat für den Ex-Chef der Transplantationsmedizin am Göttinger Uniklinikum acht Jahre Haft verlangt. Seine Verteidiger fordern Freispruch. Der Ausgang des Verfahrens scheint völlig ungewiss. In dem Prozess geht es um den Vorwurf...

Acht Jahre Haft für Arzt im Organspende-Prozess gefordert

Göttingen (dpa) - Acht Jahre Haft hat die Staatsanwaltschaft im Prozess um den Göttinger Organspende-Skandal für den angeklagten früheren Chefarzt gefordert. Außerdem plädierte Oberstaatsanwältin Hildegard Wolff am Montag dafür, dass der Mann ein lebenslanges Berufsverbot als Transplantationsmediziner erhalten solle. Der 47-jährige Chirurg habe sich des versuchten Totschlags in elf und der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen schuldig gemacht, sagte Wolff am Montag im Landgericht Göttingen in ihrem rund sechs Stunden dauernden Plädoyer. Die Verteidigung soll am...

Sanitätshäuser dürfen Kassenpatienten die Zuzahlung erlassen

Wer ein Kassenrezept einlöst, muss einen gewissen Betrag aus eigener Tasche zahlen. Das Geld kassiert der Apotheker oder Händler. Und wenn der nicht will? Ein Urteil könnte so manche Produkte billiger machen. Karlsruhe (dpa) - Krankenversicherte dürfen auf Preisnachlässe bei medizinischen Hilfsmitteln wie Schuheinlagen, Blutzuckertests oder Hörgeräten hoffen. Ein Grundsatz-Urteil erlaubt es den Händlern solcher Produkte, ihren Kunden die Zuzahlung an die gesetzliche Krankenkasse zu erlassen. Zwar seien die Versicherten prinzipiell zur Selbstbeteiligung verpflichtet, entschied der...

GKV: Zahl der freiberuflichen Geburtshelferinnen gestiegen

Das Risiko war den Versicherern zu hoch, die Risikogruppe Hebammen zu unbedeutend. Deswegen schraubten sie deren Berufshaftpflicht in die Höhe - auch zum Ärger der Krankenkassen. Berlin (dpa) - Im Gegensatz zu den Befürchtungen ihrer Berufsverbände ist die Zahl der freiberuflichen Hebammen mit Geburtshilfe im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Waren dies im Oktober 2014 noch 5018 Hebammen, lag die Zahl ein Jahr später bei 5121 und damit um rund zwei Prozent höher. Dies geht aus einer Statistik des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervor, die der Deutschen...

Niedrige Masern-Impfquote im Osten stellt Forscher vor Rätsel

Beim Impfen gelten die Ostdeutschen aufgeschlossener als ihre Landsleute im Westen. Eine Untersuchung zu Masernimpfungen bei Kleinkindern zeigt jetzt das Gegenteil. Berlin (dpa) - In Deutschland sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zu wenige Kleinkinder gegen Masern geimpft. Dabei sieht es in Ostdeutschland noch schlechter aus als im Westen. «Den West-Ost-Unterschied bei den Masern können wir noch nicht erklären, das muss weiter untersucht werden», sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Montag in Berlin. In Ostdeutschland sind die Impfquoten gewöhnlich immer noch höher als im...

GKV: Zuzahlungen für Kassenpatienten auch 2015 gestiegen

Gute gesundheitliche Versorgung ist teuer. Das bekommen Patienten etwa bei Zuzahlungen zu spüren. Doch kaum einer weiß: Zuzahlungen dürfen höchstens zwei Prozent vom Einkommen ausmachen. Berlin (dpa) - Gesetzlich Versicherte werden nicht nur durch höhere Zusatzbeiträge belastet, sondern auch durch steigende Zuzahlungen für medizinische Leistungen. In den ersten drei Quartalen 2015 lagen die gesamten Zuzahlungen um 125 Millionen Euro höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte die...

Skandal um Brustimplantate mit Billigsilikon: BGH prüft erstmals

Karlsruhe (dpa) - Fünf Jahre nach dem Skandal um mangelhafte Brustimplantate mit Billigsilikon verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag erstmals über die Klage einer Frau. Die Betroffene will Schmerzensgeld vom TÜV Rheinland. Ein BGH-Grundsatzurteil könnte Signalwirkung für andere Fälle haben. GEKLAGT HAT... ... eine Betroffene aus der Vorderpfalz. Ihr waren 2008 nach einer Operation zur Krebsvorsorge in beiden Brüsten Implantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) eingesetzt worden. Zur BGH-Verhandlung nach Karlsruhe will sie nach Angaben ihres Anwalts selbst...

Gröhe: Impfquote erhöhen - Kassen erhöhen Präventionsausgaben

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den Druck auf die Bürger erhöhen, ihren Impfschutz zu verbessern. Die Impfquote müsse deutlich erhöht werden. «Wenn das nicht gelingt, darf eine Impfpflicht kein Tabu sein», bekräftigte Gröhe. Er wies am Freitag im Bundestag bei der ersten Lesung seines Präventionsgesetzes auf besonderen Handlungsbedarf bei Kleinkindern bis zu zwei Jahren hin. Der Ausbruch der Masern habe die Impflücken offengelegt. Er wolle im weiteren parlamentarischen Verfahren erörtern, ob die bisherige Impfvorsorge noch ausreichend sei, machte Gröhe...