SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Urteil: Krankenkasse muss bei versäumter Frist Leistung genehmigen

Kassel (dpa) - Entscheidet eine Krankenkasse nicht innerhalb der gesetzlichen Frist über den Antrag eines Versicherten, gilt die geforderte Leistung als genehmigt. Das hat das Bundessozialgericht am Dienstag in Kassel klargestellt (Aktenzeichen B 1 KR 15/17 R und B 1 KR 24/17 R). Konkret ging es in zwei Fällen um Anträge auf Operationen zur Hautstraffung. Die Krankenkasse entschied darüber jeweils nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist, die seit 2013 im Gesetz zur Verbesserung der Patientenrechte festgelegt ist. Diese liegt bei drei Wochen nach Eingang des Antrags...

Zahnärzte: Bewusstsein für Vorsorge verbessern

Berlin (dpa) - Die Zahnärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, das Bewusstsein für die Vorsorge weiter zu stärken. Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, sagte am Dienstag in Berlin, gerade bei Prävention im Bereich der Parodontose seien künftig wesentlich mehr Anstrengungen erforderlich. Allerdings habe sich der Präventionsgedanke in Deutschland bei der Zahngesundheit in der Vergangenheit schon deutlich verbessert. Eßer und der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Peter Engel, stellten eine Studie über die zahnärztlichen Leistungen 2013 im...

Zahl der behandelten jugendlichen Komasäufer deutlich gesunken

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der jugendlichen Komasäufer ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Fast 23 300 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren seien wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt worden, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag in Wiesbaden mit. Das sind 12,8 Prozent weniger als 2012. Vor allem tranken weniger junge Männer zu viel Alkohol. Hier sank der Wert um 15,6 Prozent auf 336 Fälle je 100 000 Einwohner. Bei Mädchen und jungen Frauen verzeichneten die Statistiker ein Minus von 6,7 Prozent auf 253 Fälle...

Fehler bei Strahlenbehandlung in Klinik - Staatsanwaltschaft prüft

Hamburg (dpa) - Die fehlerhafte Strahlenbehandlung von zehn Krebspatienten in einer Hamburger Klinik beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Es werde geprüft, ob Ermittlungen einzuleiten seien, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Sollten Patienten durch die zu niedrig dosierte Strahlung zu Schaden gekommen oder gar gestorben sein, so kämen als Vorwurf fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung in Betracht. Die Asklepios-Klinik St. Georg hatte am Montag bestätigt, dass zehn Patienten zwischen 2010 und 2013 falsch bestrahlt worden seien. Sieben der schwer Krebskranken seien...

Zahl des Monats September 2016

Die Umsetzung eines vermeintlich harmlosen „Schlichtungsvorschlags“ würde einen Griff in die Rücklagen der Gesetzlichen Krankenkassen von bis zu 1,3 Milliarden Euro notwendig machen. „Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) bildet die finanzielle Ausgangslage für einen fairen Wettbewerb zwischen den Kassen. Die im jüngsten Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des Bundesversicherungsamts gemachten Vorschläge zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs zur Annualisierung der Kosten für verstorbene Versicherte sowie zum Krankengeld und den Auslandsversicherten...

Urteil im Prozess um Organspende-Skandal Anfang Mai

Göttingen (dpa) - Der Prozess um den Organspende-Skandal in der Göttinger Universitätsmedizin steht kurz vor dem Abschluss. Das Urteil in dem seit August 2013 laufenden Verfahren wird voraussichtlich am 6. Mai verkündet, teilte das Landgericht Göttingen am Donnerstag mit. Für die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung hat die Kammer den 27., 28. und 29. April vorgesehen. In dem Verfahren muss sich der frühere Leiter der Göttinger Transplantationschirurgie verantworten. Dem Arzt wird versuchter Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Er soll in elf...

Mutmaßlicher Sterbewunsch von Komapatientin ist neu zu prüfen

Karlsruhe (dpa) - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einen Beschluss zur Sterbehilfe veröffentlicht. Danach muss der Fall einer Komapatientin neu geprüft werden. Ihre Familie möchte sie sterben lassen. Die Angehörigen sind der Auffassung, damit den Willen ihrer schwer kranken Frau und Mutter umzusetzen. Bisher waren sie mit ihrem Ansinnen jedoch vor den Gerichten gescheitert. Zuletzt hatte es das Landgericht Chemnitz 2013 abgelehnt, der Einstellung der lebenserhaltenden künstlichen Ernährung zuzustimmen. Es sei nicht sicher, dass die Betroffene sterben wolle, hieß es. Die Bundesrichter befanden...

Zahl des Monats September 2016

bkk_zahl_des_monats_september_2016_download Zahl des Monats September 2016 © BKK Dachverband e.V. www.bkk-dachverband.de Die Umsetzung eines vermeintlich harmlosen „Schlichtungsvorschlags“ würde einen Griff in die Rücklagen der Gesetzlichen Krankenkassen von bis zu 1,3 Milliarden Euro notwendig machen. Alles auf „Null“ würde Transferleistungen von bis zu 1,3 Mrd. € notwendig machen1,3 „Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) bildet die finanzielle Ausgangslage für einen fairen Wettbewerb zwischen den Kassen. Die im jüngsten Gutachten des wissenschaftlichen...

BGH: Bewertungsportale müssen Einschätzungen strenger prüfen

Karlsruhe (dpa) - Ärztebewertungsportale müssen auf Verlangen künftig konkrete Nachweise vorlegen, ob ein Nutzer tatsächlich beim bewerteten Arzt in der Praxis war. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe gab damit am Dienstag einem Zahnarzt aus Berlin Recht, der beim Internetportal Jameda im Jahr 2013 eine extrem schlechte Bewertung eines Nutzers erhalten und vergeblich auf Löschung geklagt hatte. Das Urteil hat weitreichende Folgen auch für andere Internetportale, die ihre Prüfprozesse nun anpassen müssen, sagte eine BGH-Sprecherin. Im vorliegenden Fall hatte der angebliche Patient...

DRK: Viele Rettungseinsätze sind keine wirklichen Notfälle

Berlin (dpa) - Nur bei rund 22 Prozent der Rettungseinsätze des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) liegt tatsächlich ein Notfall vor. Das habe eine Untersuchung innerhalb des Vereins ergeben, sagte der Teamleiter Rettungsdienst beim DRK-Generalsekretariat, Wolfgang Kast, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Leute melden sich vermehrt unter der Notrufnummer 112, obwohl sie keinen Notfall haben», erklärte Kast. Zwar bedeute das nicht, dass in solchen Fällen keine medizinische Versorgung notwendig sei - es handle sich aber nicht um einen lebensbedrohlichen Zustand. Insgesamt sei die bundesweite Zahl...