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Gröhe verlangt internationale Anstrengungen gegen Demenz

Berlin/Genf (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat internationale Anstrengungen zur Erforschung und Therapie von Demenz gefordert. «Schon heute leiden 47 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken verdreifachen», erklärte Gröhe am Montag zu Beginn einer zweitägigen Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. «Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die WHO-Ministerkonferenz das Thema Demenz aufgreift.» Es gelte ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, «das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützt». Die...

Betriebsärzte fordern mehr Prävention in Unternehmen

Nürnberg (dpa) - Mit Blick auf den Fachkräftemangel und immer älter werdende Arbeitnehmer fordern Betriebsärzte mehr Vorbeugung in den Unternehmen. «Leider wird zugelassen, dass viele Menschen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden - aufgrund von Erkrankungen, die durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar gewesen wären», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Wolfgang Panter, am Donnerstag in Nürnberg. Vor allem Volkskrankheiten wie Rückenleiden, Diabetes, Herzinfarkte oder Schlaganfälle könnten mit der richtigen Vorsorge oftmals vermieden werden oder es...

Mehr Qualität, weniger OPs - Kabinett stimmt Krankenhausreform zu

Die Krankenhausreform soll Überkapazitäten abbauen, ohne die Versorgung in der Fläche zu mindern. Für die Krankenhausplanung sind weiter die Länder zuständig. Die haben sich hier bisher nicht als Reformmotor hervorgetan. Berlin (dpa) - Eine starke Spitzenmedizin zum Wohl der Patienten, weniger unnötige Operationen, bessere Pflege am Krankenbett. Das sind Kernpunkte der Krankenhausstrukturreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), die das Kabinett am Mittwoch auf den parlamentarischen Weg brachte. Um dies zu erreichen, wird unter anderem ein neues Qualitätsmanagement für die rund 2000...

Die Krankenhausreform birgt noch reichlich Konfliktstoff

Bund und Länder haben bis Ende des Jahres wie versprochen Eckpunkte für eine Krankenhausreform vorgelegt. 2015 soll ein Gesetz erarbeitet werden, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten kann. Doch bis dahin dürfte es noch etliches Hauen und Stechen geben. Berlin (dpa) - Wenn in diesen Zeiten von Krankenhäusern die Rede ist, dann von zu vielen Kliniken, zu vielen unnötigen Operationen, zu vielen Hygieneproblemen, zu wenig Geld. Die Hälfte der etwa 2000 Häuser schreibt rote Zahlen. Trotzdem stiegen die Ausgaben für sie von 2008 bis 2012 um 20 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Im Grunde sind...

AOK: Regierung muss etwas gegen hohen Zuckerkonsum tun

Berlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) haben die Bundesregierung aufgefordert, etwas gegen den steigenden Zuckerkonsum zu unternehmen - beispielsweise mit einer Zuckersteuer. «Zucker macht krank», sagte der Präventionsexperte des AOK-Bundesverbandes, Kai Kolpatzik, dem «Tagesspiegel» (Montag). Dies sei wissenschaftlich zweifelsfrei belegt. Doch anders als beim Kampf gegen das Rauchen oder gegen übermäßigen Alkoholkonsum nehme die deutsche Politik hier ihre Verantwortung in der Gesundheitsprävention nicht wahr. Nötig sei eine «nationale Strategie zur Senkung des Zuckerkonsums»....

TK-Studie: Arbeitsausfälle wegen Depressionen nehmen deutlich zu

Berlin (dpa) - Die Zahl der Menschen mit Diagnose Depression steigt - und entwickelt sich zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problem. Von 2000 bis 2013 nahmen die Fehlzeiten in Unternehmen aufgrund von Depressionen um fast 70 Prozent zu. Zugleich stieg der Anteil der Erwerbspersonen, die Antidepressiva verschrieben bekamen, um ein Drittel auf sechs Prozent. Dies geht aus dem Depressionsatlas 2015 hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Im Verhältnis zu Erkältungen oder Rückenbeschwerden würden mit 1,6 Prozent zwar wesentlich weniger...

Gröhe bringt zwei wichtige Gesundheitsvorhaben auf den Weg

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat in der letzten Kabinettssitzung vor der Weihnachtspause zwei wichtige Gesundheitsthemen auf den Weg gebracht: das Versorgungsstärkungs- sowie das Präventionsgesetz. Im Zentrum des Versorgungsstärkungsgesetzes steht die Absicht, ausreichend Ärzte auch im ländlichen Raum anzusiedeln. Dies soll unter anderem durch finanzielle Anreize bewirkt werden, aber auch durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen etwa in medizinischen Versorgungszentren. Andererseits soll in einem überversorgten Gebiet künftig eine Praxis nur dann nachbesetzt...

Sport als Therapie für Schwerkranke

Mit Sport gegen Volkskrankheiten. Die Therapie gewinnt in der Medizin an Boden - zum Wohle der Patienten und gegen die steigenden Kosten im Gesundheitssystem. Aber: Fangen Sie «klein» an. Berlin (dpa) - Mit Sport Volkskrankheiten besiegen: «Sport als Therapie» könne nicht nur Risikopatienten helfen, sondern auch die hohen Kostensteigerungen für Medikamente eindämmen, erläuterte der Vorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, am Mittwoch in Berlin. Über sieben Millionen Menschen in Deutschland litten an Diabetes, fünf Millionen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allein die...

Fehler bei einem Test für Organspende im Klinikum Bremerhaven

Bremen (dpa) - Ärzte haben bei einer Organspende im Klinikum Bremerhaven einen Test auf Hirntod nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Es handele sich um einen formalen Fehler in der Dokumentation, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen am Montag. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission will noch im Laufe des Tages eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass die Ärzte die Organentnahme Anfang Dezember 2014 wegen des Fehlers abgebrochen hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Bauch des Patienten schon aufgeschnitten....

Sterbehilfe: Vereinsverbot - und sonst bleibt alles beim Alten?

Berlin (dpa) - Die erhoffte breite gesellschaftliche Debatte über das Thema Sterben und Sterbehilfe mag bisher ausgeblieben sein. Doch eines ist den Fraktionen im Bundestag seit dem vergangenen Jahr gelungen: Sterben wurde ein gutes Stück aus der Tabuzone geholt, aus den Sterbezimmern zu Hause, in den Hospizen, den Altenheimen oder in den Krankenhäusern. Die Orientierungsdebatte des Bundestages im vergangenen November und die zum Teil sehr persönlichen Erzählungen der Abgeordneten haben deutlich gemacht, dass jeder direkt oder indirekt betroffen ist oder sein kann. Sehr schnell herrschte...