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Bundestag beschließt Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe

Berlin (dpa) - Geschäftsmäßige Sterbehilfe wird in Deutschland verboten. Nach einer eindringlichen Debatte setzte sich im Bundestag am Freitag ein entsprechender Gesetzentwurf gegen heftige Kritik durch. Vereine oder Einzelpersonen dürfen demnach künftig keine Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anbieten. Der Abstimmung ohne Fraktionszwang war eine einjährige Meinungsbildung über die heikle Gewissensfrage in Parlament und Öffentlichkeit vorausgegangen. Mit einem neuen Straftatbestand drohen künftig bis zu drei Jahre Haft, wenn etwa einem unheilbar Krebskranken geschäftsmäßig ein tödliches...

Wer pflegt die Alten? - Alle wissen es, keiner will es wissen

Karlsruhe/Hamburg - Andrea K. ist zufrieden und ihre Mutter, so weit man für die demente alte Dame sprechen darf, auch. Seit drei Jahren wird die 91 Jahre alte Seniorin von zwei osteuropäischen Betreuungskräften versorgt. Zuhause im vertrauten Umfeld in Reinbek bei Hamburg. Die 27 und 51 Jahre alten Polinnen wechseln sich ab, drei Monate pflegt die eine, dann wird sie von der zweiten für die nächsten drei Monate abgelöst. «Die Frauen dürfen nur so lange am Stück in Deutschland bleiben», erklärt dies K.. Sie wurden ihr über eine Osnabrücker Agentur vermittelt, die wiederum mit einer polnischen...

"Der Staat muss weitere Milliarden geben, um die Beitragssätze in der Sozialversicherung stabil zu halten"

30 Milliarden Euro will Deutschlands Bundesregierung ausgeben, um die Konjunktur infolge der Corona-Pandemie wieder anzukurbeln. Ein Teil davon soll ins Gesundheitswesen fließen – drei Milliarden Euro etwa ins "Zukunftsprogramm Krankenhäuser", eine Milliarde in die nationale Arzneimittelproduktion und den Ausbau der Gesundheitsämter. SWR Aktuell Radio hat unseren Vorstand Franz Knieps gefragt, was er vom Corona-Konjunkturpaket hält – und was das System aus der Krise gelernt hat. Herr Knieps, für die Maßnahmen gibt es schätzungsweise so viel Geld wie für die Rettung der Lufthansa,...

Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. zum Referentenentwurf Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – PflAPrV)

Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. vom 19.04.2018 zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pfle- geberufe (Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverord- nung – PflAPrV) BKK Dachverband e.V. Mauerstraße 85 10117 Berlin TEL (030) 2700406-0 FAX (030) 2700406-222 politik@bkk-dv.de www.bkk-dachverband.de Seite 2 Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. vom 19.4.2018 zum Referentenentwurf...

Der Schrittmacher im Hirn - Neuanfang für Parkinson-Patienten

Zittern, Starre, Verlust der sozialen Kontakte - die Parkinson-Krankheit hat schwerwiegende Folgen. Hirnschrittmacher können Betroffenen das Leben erleichtern. Inzwischen hat die Technik große Fortschritte gemacht. Düsseldorf (dpa) - Helmut Schröder war 49, als er beim Skifahren die Rechtskurve nicht mehr hinbekam. Auch eine Tür aufzuschließen, wurde für ihn zum Problem. Schon bald wurde bei dem Psychiater an einer Klinik in Hannover Parkinson diagnostiziert. Über sein Leben mit der unheilbaren Krankheit, die neben Alzheimer zu den häufigsten zerstörerischen Krankheiten des Nervensystems...

Was hilft dem Zappelphilipp?

Ist ein Kind nur etwas hibbelig und unkonzentriert - oder leidet es an ADHS - dem Zappelphilipp-Syndrom? Diese Frage zu entscheiden, ist selbst für Experten nicht einfach. Eine neue Leitlinie soll helfen. Medikamente spielen darin eine prominente Rolle. Berlin (dpa) - «Ob der Philipp heute still, wohl bei Tische sitzen will?», fragt sich der Vater vom Zappel-Philipp zu Beginn des Gedichts von Heinrich Hoffmann. Er wird enttäuscht werden: Philipp zappelt und kippelt mit dem Stuhl bis er fällt, reißt das Tischtuch mit sich, das Abendessen ist dahin. «Suppenschüssel ist entzwei, und die...

Praxen in Sorge wegen versäumter Termine - Debatte über Ausfallgebühr

Berlin (dpa) - Vielen Praxen macht es nach Angaben von Ärzten zu schaffen, dass Patienten ohne abzusagen nicht zu ihren Terminen kommen. Erste Einschätzungen zeigten, dass unentschuldigt nicht wahrgenommene Termine «durchaus ein Problem» darstellten, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. Angaben aus den Kassenärztlichen Vereinigungen zu den verpassten Terminen schwankten zwischen fünf und fast 20 Prozent. Der Verband der niedergelassenen Ärzte ist für Ausfallgebühren in solchen Fällen - Krankenkassen und Verbraucherschützer...

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Beeinträchtigungen tun sich beim Arztbesuch oft schwer - die wenigsten Praxen sind ohne Stufen oder Treppen zu erreichen. Berlin (dpa) - Der Großteil der rund 100 000 Arztpraxen in Deutschland ist nicht ohne Stufen oder Treppen zu erreichen. Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Demnach verfüge nur gut jede dritte Praxis (34,4 Prozent) über mindestens ein Merkmal der Barrierefreiheit. Solche Merkmale sind etwa barrierefreier Zugang, barrierefreie...

Unliebsame Urlaubsmitbringsel - Reisekrankheiten auf dem Vormarsch

München/Bayreuth (dpa) - Malaria, Chikungunya, Zika: Es gibt Urlaubsmitbringsel, auf die man gut verzichten kann. Doch immer mehr Touristen reisen in Regionen, wo solche Erreger kursieren. Gleichzeitig breiten sich die Überträger solch typischer Reisekrankheiten - vor allem Mücken - durch den Klimawandel aus. Doch Ärzte hierzulande denken nicht immer an Tropenkrankheiten, wenn sie einen infizierten Patienten vor sich haben. «Es kommt noch nicht so häufig vor, dass man das in der Praxis sieht», sagt Ulrike Protzer, die das Institut für Virologie der Technischen Universität München (TUM)...

EU-Gesundheitsstudie: Deutschland mit Spitzenwert bei Depressionen

Wie depressiv fühlen sich die Deutschen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten? Die hohen Werte mögen überraschen. Doch das kann viele Gründe haben - nicht nur negative. Berlin (dpa) - Die Bundesbürger fühlen sich im Vergleich zur Bevölkerung anderer EU-Staaten stärker von Depressionen belastet. Das geht aus der neuen EU-Gesundheitsbefragung (Ehis) hervor, die das Robert Koch-Institut am Mittwoch veröffentlichte. Demnach kommt eine depressive Gefühlslage mit 9,2 Prozent der Befragten in Deutschland deutlich häufiger vor als im EU-Durchschnitt mit 6,6 Prozent. Die ...