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Ersatzkassen: Finanzierung der gesetzlichen Kassen korrigieren

Berlin (dpa) - Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat Korrekturen bei der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben gehe seit 2014 wieder auseinander, erklärte der Verbandsvorsitzende Christian Zahn am Mittwoch in Berlin. Wenn nichts geschehe, stiegen die Zusatzbeitragssätze in der GKV in den nächsten Jahren - zu Lasten der Versicherten - kontinuierlich von durchschnittlich 0,9 Prozentpunkten auf 1,7 Punkte 2018. Zahn wies auf finanzielle Belastungen aus den geplanten Reformpaketen hin, vor allem auf die Reform der...

Essener Mediziner: Ethikrat verunsichert Bürger bei Organspende

Berlin (dpa) - Der Essener Mediziner Eckhard Nagel hat dem Deutschen Ethikrat vorgehalten, mit seiner Stellungnahme zu Hirntod und Organspende die Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren. Eine akademische Diskussion über juristische oder die menschliche Existenz betreffende Probleme sollte nicht dazu beitragen, die Patienten in den Wartezimmern und Krankenhäusern, die auf Heilung hoffen, zu vergessen. Mit Hilfe von Organtransplantationen würden viele lebensbedrohliche Erkrankungen, die jeden Menschen treffen könnten, sehr gut behandelt, sagte Nagel der Deutschen Presse-Agentur. Er ist...

Studie: Jeder Dritte würde Gesundheitsdaten an Versicherer geben

Köln (dpa) - Jeder dritte Mensch in Deutschland würde seine persönlichen Gesundheits- und Fitness-Daten aus Smartphone-Apps, Fitness-Trackern oder anderen Messgeräten an die Krankenversicherung weiterleiten - wenn er dafür im Gegenzug Vorteile erhält. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Marktforschungsfirma YouGov. Der Studie zufolge hat inzwischen 41 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Gesundheits-App auf dem Smartphone installiert, drei Viertel von ihnen nutzen sie auch. Für 39 Prozent der Befragten kommt es demnach jedoch gar nicht in Frage, die aus...

Pflegereform kostet 4,4 Milliarden mehr

20 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung sollen die Leistungen deutlich ausgeweitet werden. Gesundheitsminister Gröhe hat nun seinen Entwurf für die zweite Stufe der Reform vorgelegt. Sie wird teurer. Berlin (dpa) - Für die Pflegereform ist mehr Geld als bisher angenommen nötig, damit Pflegebedürftige nicht schlechter gestellt werden. Für die Überleitung in das neue System des zweiten Pflegestärkungsgesetzes veranschlagt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einmalig weitere 4,4 Milliarden Euro. Das Geld soll aus den Rücklagen der Pflegeversicherung kommen, die heute bei 6,6...

DAK will Neuausrichtung des Krankenkassen-Wettbewerbs

Berlin (dpa) - Die Krankenkasse DAK Gesundheit will den derzeitigen, vor allem auf den Preis zielenden Wettbewerb unter den gesetzlichen Kassen reformieren. Der Wettbewerb sei kein Selbstzweck, sondern müsse die Suche nach besseren Versorgungsverträgen zum Ziel haben, erklärte der DAK-Vorstandsvorsitzende Herbert Rebscher am Montag in Berlin. Die DAK schlägt ein eigenständiges Krankenkassenbudget für Forschung und Entwicklung vor, das Innovationen finanziell ermöglichen soll. Als Größenordnung werden nach einem Gutachten des IGES-Instituts 0,5 Prozent des gesamten Beitragsaufkommens in der...

TK setzt Zusatzbeitrag für 2015 auf 0,8 Prozentpunkte fest

Hamburg/Berlin (dpa) - Als eine der ersten großen Kassen hat die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Zusatzbeitrag für 2015 offiziell festgelegt. Wie die TK am Freitag mitteilte, bewegt sich die Kasse mit 0,8 Prozentpunkten knapp unter dem ermittelten Durchschnittswert von 0,9 Prozentpunkten. Die TK-Versicherten zahlen folglich im kommenden Jahr 15,4 Prozent, statt bisher 15,5 Prozent. Die TK hat 6,7 Millionen zahlende Mitglieder und insgesamt 9,2 Millionen Versicherte. Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 14,6 Prozent (bisher...

Pflegeversicherung hat Rücklagen von 6,6 Milliarden Euro

Sommerfeld (dpa) - Die Pflegeversicherung hat derzeit Rücklagen von rund 6,6 Milliarden Euro. Dies teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Dienstag in brandenburgischen Sommerfeld zur finanziellen Situation der Versicherung Ende 2014 mit. Die Rücklagen seien seit 2005 kontinuierlich angestiegen, unter anderem aufgrund der guten Konjunktur. Zuletzt wurde der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,3 Punkte auf 2,35 Prozent angehoben. Das ergibt den Angaben zufolge zusätzliche Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro jährlich. Die Koalition plant eine weitere Anhebung um...

Gröhe: Im Notfall Impfpflicht - Kassen kritisieren Präventionsgesetz

Gesundheitsminister Gröhe will mit seinem Präventionsgesetz den Druck erhöhen, den Impfschutz ernstzunehmen. Eine Impfpflicht sei kein Tabu mehr, bekräftigt er. Kritik im Detail kommt von den Kassen. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat Ärzte, Kitas, Schulen und Eltern dazu aufgerufen, die Impflücken vor allem bei Jugendlichen zu schließen. «Wenn das nicht gelingt, darf eine Impfpflicht kein Tabu sein», sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu: «Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen...

DAK: Krankenversicherung muss weg vom reinen Preiswettbewerb

Berlin (dpa) - Die Krankenkasse DAK Gesundheit fordert eine Reform des reinen Preiswettbewerbs unter den gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Ein solcher Wettbewerb komme vor allem den 80 Prozent der zumeist jungen, gesunden Versicherten zugute - zulasten der zumeist älteren, chronisch Kranken, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Herbert Rebscher, am Montag in Berlin. Letztlich schwäche er das Solidarsystem der GKV. Nach Rebschers Worten ist mehr Wettbewerb um die besseren Versorgungslösungen für Kranke nötig. Dazu seien vor allem Anreize für Krankenkassen erforderlich, deren...

Neues Jahr, neue Regeln: Auf die Bundesbürger kommen 2015 einige Umstellungen zu

Berlin (dpa) - Zum Jahreswechsel treten am 1. Januar 2015 mehrere Gesetzesänderungen in Kraft - etwa für Arbeitnehmer und Patienten. MINDESTLOHN: Der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde greift. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das 1473 Euro brutto im Monat. Profitieren sollen rund 3,7 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Um Langzeitarbeitslosen den Job-Einstieg zu erleichtern, kann bei ihnen in den ersten sechs Monaten vom Mindestlohn abgewichen werden. Für Unter-18-Jährige ohne Berufsabschluss, Auszubildende und Menschen mit Pflichtpraktika oder...