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Kinderhospizverein: Schwer kranke Kinder sind immer noch Tabuthema

Olpe (dpa) - Schwer kranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, sagte Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse am Montag in Olpe (Nordrhein-Westfalen). Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwiste Der Begriff «Hospiz» sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagte Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: «Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen...

Gesundheitsausgaben steigen - Patienten zahlen aber weniger

Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger. Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11,0 Prozent, 2011 10,9 Prozent. «Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur...

Bundesregierung will gegen Volkskrankheit Diabetes vorgehen

Berlin (dpa) - Mit mehr Aufklärung und besserem Zugang zu Therapien will die Bundesregierung die Ausbreitung der Volkskrankheit Diabetes eindämmen. Gesundheitspolitiker von Union und SPD planen eine Nationale Diabetes-Strategie, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Samstag) berichtet. Zum Konzept gehören demnach auch eine umfassende Erhebung von Krankheitsdaten sowie mehr Kooperation von Bund und Ländern. In Deutschland leiden nach den Angaben 6,7 Millionen Menschen an der «Zuckerkrankheit». Angesichts der älter werdenden Bevölkerung wächst die Zahl der Betroffenen schnell. Jedes Jahr...

(Hintergrund) Patientenrechtegesetz und Behandlungsfehler

Berlin (dpa) - Wie viele Menschen in Deutschland jedes Jahr Opfer von Ärztepfusch werden, ist unklar. Die Zahl der Behandlungsfehler lässt sich nur schätzen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium reichen die Annahmen von 40 000 bis 170 000 jährlich. Das im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz soll in solchen Fällen für mehr Transparenz sorgen. Wenn ein Patient konkret nach einem Behandlungsfehler fragt, ist der Behandelnde zur wahrheitsgemäßen Auskunft verpflichtet. Unter einem Behandlungsfehler ist laut Ministerium «eine nicht ordnungsgemäße, das heißt nicht den zum...

Die Krankenhausreform birgt noch reichlich Konfliktstoff

Bund und Länder haben bis Ende des Jahres wie versprochen Eckpunkte für eine Krankenhausreform vorgelegt. 2015 soll ein Gesetz erarbeitet werden, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten kann. Doch bis dahin dürfte es noch etliches Hauen und Stechen geben. Berlin (dpa) - Wenn in diesen Zeiten von Krankenhäusern die Rede ist, dann von zu vielen Kliniken, zu vielen unnötigen Operationen, zu vielen Hygieneproblemen, zu wenig Geld. Die Hälfte der etwa 2000 Häuser schreibt rote Zahlen. Trotzdem stiegen die Ausgaben für sie von 2008 bis 2012 um 20 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Im Grunde sind...

Schlechte Krankenhäuser sollen künftig weniger Geld bekommen

Die Zahl der Krankenhausbetten und Kliniken schrumpft seit Jahren. Um die Veränderungen zielgenauer zum Wohle des Patienten zu gestalten, wollen Bund und Länder nun die Krankenhauslandschaft reformieren. Berlin (dpa) - Krankenhäuser, die durch anhaltend schlechte Operationen und Patientenversorgung auffallen, sollen künftig weniger Geld bekommen. Auf Dauer laufen sie sogar Gefahr, geschlossen zu werden. Das ist einer der Eckpunkte einer Krankenhausreform, auf die sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf Ministerebene am Freitag in Berlin verständigte. Qualität von OPs und Patientenversorgung...

Umfrage zu Vorsätzen für 2015: Weniger Stress und gesünder leben

Hamburg (dpa) - Im neuen Jahr wollen die Menschen in Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage vor allem Stress vermeiden und gesünder leben. 60 Prozent der vom Institut Forsa Befragten wollen ihr Leben stressfreier gestalten, wie die DAK-Gesundheit als Auftraggeber der Studie am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Auf Platz zwei und drei der guten Vorsätze folgen mit jeweils 55 Prozent mehr Sport und mehr Zeit für die Familie. 48 Prozent wollen sich mehr Zeit für sich selbst nehmen. Gesünder zu essen haben sich 48 Prozent vorgenommen, das Abnehmen haben 34 Prozent auf dem Zettel. ...

DSO: Vertrauen in die Organspende nachhaltig erschüttert

Frankfurt/Main (dpa) - Der Skandal um manipulierte Wartelisten hat das Vertrauen der Bevölkerung in die Organspende nachhaltig erschüttert: In den westdeutschen Ländern sei die Zahl der Spender auf dem niedrigsten Stand seit Gründung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) vor 30 Jahren, sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO, am Montag in Frankfurt: «Wir sind wieder dort angekommen, wo wir gestartet sind.» «Kopfzerbrechen» bereitet der DSO, dass auch die Zahl der Lebendspenden sinkt. Dies sei ein Zeichen für «eine stärkere Verunsicherung der Bevölkerung», wenn nicht gar...

Erste große Debatte zu Sterbehilfe im Bundestag

Die Sterbehilfe zählt in Deutschland zu den schwierigsten politischen Themen. Als fünfte Gruppe legten Grünen- und Linken-Abgeordnete ein Papier vor. Sie wollen als einzige Sterbehilfevereine zulassen. Berlin (dpa) - Vor der ersten großen Debatte zum Thema Sterbebegleitung liegen dem Bundestag Positionspapiere von fünf Parlamentariergruppen vor. Einen Tag vor der sogenannten Orientierungsdebatte erläuterten am Mittwoch Grünen- und Linken-Abgeordnete ihre Vorstellungen, wonach Sterbehilfevereine weiterhin zugelassen werden sollen. «Wir setzen uns dafür ein, die von Angehörigen, Nahestehenden,...

Gröhe will schärfere Meldepflichten für gefährliche Krankenhauskeime

Ein Großteil der Infektionsfälle in Kliniken sind vermeidbar, sagt die Bundesregierung. Trotz des Gesetzes zur Krankenhaushygiene hat sich aber nicht viel geändert. Nun will Minister Gröhe mit einem Zehn-Punkte-Plan gegen das Problem vorgehen. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den Kampf gegen gefährliche Krankenhauskeime intensivieren. Nach einem Zehn-Punkte-Plan sollen unter anderem die Meldepflichten für Kliniken bei Auftreten besonders gefährlicher Keime verschärft werden, wie Ministeriumssprecherin Katja Angeli am Montag in Berlin mitteilte. Kliniken...