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Studie: Pflegebeitrag muss weiter steigen - Unmut bei Altenpflegern

Immer mehr Pflegebedürftige lassen den Bedarf an motivierten Pflegekräften weiter steigen. Eine neue Erhebung zeigt: Die Versicherten müssen dafür künftig wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen. Berlin (dpa) - Angesichts immer zahlreicherer Pflegebedürftiger muss der Beitragssatz der Pflegeversicherung einer neuen Studie zufolge bis zum Jahr 2045 von 3,05 auf 4,25 Prozent steigen. Das wären für ein heutiges Durchschnittseinkommen fast 550 Euro mehr im Jahr, wie die Bertelsmann Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mitteilte. Eingerechnet dabei ist, dass es mehr...

Pflegebericht: Zahl der Pflegebedürftigen steigt weiter

Berlin (dpa) - In Deutschland gibt es immer mehr Pflegebedürftige. Zwischen 2011 und 2015 stieg die Zahl der Menschen, die Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung bekommen, um rund 17 Prozent auf etwa 2,7 Millionen Menschen. Das geht aus dem sechsten Pflegebericht des Gesundheitsministeriums hervor, den das Kabinett am Mittwoch in Berlin billigte. Die soziale Pflegeversicherung zahlte im vergangenen Jahr rund 26,6 Milliarden Euro aus - über ein Viertel mehr als noch 2011 (20,9 Milliarden Euro). «Die Verbesserungen, die wir für Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und Pflegekräfte auf...

Trotz Pflegeversicherung: Viele brauchen im Pflegefall Sozialhilfe

Nürnberg (dpa) - Zwanzig Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung rutschen viele Bundesbürger im Pflegefall immer noch in die Sozialhilfe ab. Etwa 30 Prozent der Patienten in Pflegeheimen seien zusätzlich oder vollständig abhängig von Sozialhilfe, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Tews, am Dienstag in Nürnberg. Vor Einführung der Pflegeversicherung seien es etwa 40 Prozent gewesen, erklärte er zu Beginn der Messe «Altenpflege 2015». «Wir bewegen uns derzeit wieder in diese Richtung.» Die Kassenleistungen für die stationäre Pflege...

Ende der Pflegenoten - Wie der Pflege-TÜV reformiert werden soll

Pflegeheime bekommen seit Jahren reihenweise Traumnoten - der Pflege-TÜV lässt Menschen auf Heimsuche oft ratlos zurück. Jetzt wird sichtbar, wie der Pflege-TÜV reformiert werden sollen. Berlin (dpa) - Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen bei der Suche nach einem Heim künftig auf aussagekräftige Bewertungen vertrauen können. «Es dürften erhebliche Unterschiede zwischen den Einrichtungen sichtbar werden», sagte der Bielefelder Pflegewissenschaftler Klaus Wingenfeld der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wingenfeld leitet ein Projekt, das die Grundzüge eines neuen...

Laumann: Gesetz für mehr Pflegekräfte könnte Altenpflege belasten

Düsseldorf (dpa) - Trotz des neuen Milliardenprogramms gegen den Pflegenotstand befürchtet Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann eine weiter abnehmende Attraktivität der Jobs in der Altenpflege. «Wir müssen sehr aufpassen, dass die Verbesserungen im Krankenhausbereich nicht auf Kosten der Altenpflege gehen», sagte Laumann der Deutschen-Presse-Agentur mit Blick auf das starke Lohngefälle zwischen den Arbeitsplätzen im Krankenhaus und im Altenheim. «Ich habe die Befürchtung, dass wir mit den neuen Regelungen einen Sog ins Krankenhaus auslösen und sich die...

Pflegebeauftragter will Start in die häusliche Pflege erleichtern

Düsseldorf (dpa) - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich dafür ausgesprochen, Familien mit neuen Pflegefällen stärker zu unterstützen. «Die Angehörigen sind in dieser Situation fast immer hilflos, egal ob Akademiker oder nicht. Zumal Pflegebedürftigkeit meistens plötzlich eintritt», sagte Westerfellhaus der «Rheinischen Post» (Samstag). Dann seien viele Menschen überfordert mit der Situation, eine Einrichtung zu finden oder den Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich zu versorgen. «Den Angehörigen und den Pflegebedürftigen könnte man...

Anhörung zum Pflegepersonalstärkungsgesetz: Betriebskrankenkassen fordern Verpflichtung zu Betrieblicher Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen

Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege sind ein entscheidender Faktor, um die pflegerische Versorgung auch in Zukunft auf einem qualitativ hochwertigen Niveau sicherstellen zu können. Hierzu zählt auch die Schaffung von zusätzlichen Stellen in Einrichtungen der Altenpflege. Daher begrüßen die Betriebskrankenkassen grundsätzlich die Maßnahmen im Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG), welcher heute Gegenstand der öffentlichen Anhörung im Gesundheitssauschuss des Deutschen Bundestages ist. Der BKK Dachverband unterstützt ausdrücklich die vorgesehene Stärkung der betrieblichen...

Pflegenoten werden abgeschafft - Pflege-TÜV wird reformiert

Mehr als 300 000 Pflegebedürftige suchen jedes Jahr einen Heimplatz. Der Pflege-TÜV mit seinen Einser-Noten bietet da wenig Hilfe. Doch nun ist eine Reform beschlossen. Berlin (dpa) - Aussagekräftige Informationen über die Qualität der Pflegeheime sollen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bald bei der Suche nach einem Heimplatz helfen. Abgelöst werden soll der bisherige Pflege-TÜV mit seinen Noten. «Am 1. November beginnen in den Pflegeheimen endlich die Prüfungen nach dem neuen Qualitätssystem», sagte Gernot Kiefer vom Vorstand des GKV-Spitzenverbands am Mittwoch in...

Statement zum Referentenentwurf zur Stärkung von Rehabilitation und inten-sivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (RISG)

Die Betriebskrankenkassen können die Kritik an den im Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz (RISG) geplanten Regelungen zur Verbesserung der Intensivpflege nicht teilen. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass von den schätzungsweise 15.000 bis 30.000 Beatmungspatienten, die zu Hause oder in Beatmungs-WGs versorgt werden, etwa 60 bis 70 Prozent von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden könnten. Häufig unterbleibt jedoch dieser Versuch, da die finanziellen Anreize zur Dauerbeatmung zu hoch und die zur Entwöhnung zu gering sind. Gleichzeitig ist bekannt, dass nicht immer das notwendige...

SPD-Landesminister: Kliniken sollen Kurzzeit-Pflege anbieten dürfen

Schwerin (dpa) - Die Bedingungen für die Kurzzeit-Pflege sollten nach Ansicht von Sozialministern besser werden. «In jedem Bundesland gibt es das Problem, dass einer hohen Nachfrage regelmäßig ein zu geringes Angebot an Kurzzeit-Pflegeplätzen gegenübersteht», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Gemeinsam mit Niedersachsen will sie einen Lösungsvorschlag bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Rostock unterbreiten. Das Problem sei die Wirtschaftlichkeit, erklärte Drese....