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Immer mehr Väter bleiben mit krankem Kind zu Hause

Hamburg (dpa) - Wenn ihr Kind krank ist, bleiben immer mehr Väter zu Hause. Innerhalb der letzten fünf Jahre habe sich ihr Anteil nahezu verdoppelt, teilte die DAK-Krankenkasse am Donnerstag in Hamburg mit. Rund 90 000 DAK-Versicherte reichten 2014 Anträge für das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld ein, fast 20 Prozent der Antragsteller waren Väter. 2009 waren es nur 10 Prozent. Das gehe aus einer aktuellen Statistik der DAK hervor. «Auch wenn die Frauen immer noch deutlich öfter zu Hause bleiben, zeigt die moderne Familienpolitik langsam Wirkung», sagte DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz. ...

Kinderhospizverein: Schwer kranke Kinder sind immer noch Tabuthema

Olpe (dpa) - Schwer kranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, sagte Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse am Montag in Olpe (Nordrhein-Westfalen). Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwiste Der Begriff «Hospiz» sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagte Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: «Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen...

BKK Dachverband: Monatliche Schwankungen beim Krankenstand fast ausschließlich aufgrund Atemwegserkrankungen – höchste Werte im I. und IV. Quartal 2016

Abb.3 Quelldaten Abb.3 Monatliche Krankenstände der beschäftigten Pflichtmitglieder nach ausgewählten Berufsgruppen (Berichtsjahr 2016) Berufsgruppe Berichtsmonat Januar Feburar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufe 2.54 3.15 2.98 2.60 2.07 2.15 2.19 2.01 2.19 2.58 2.69 2.60 Verkehrs- und Logistikberufe (außer Fahrzeugführung) 6.14 7.29 6.81 6.32 5.53 5.75 5.73 5.37 5.83 6.32 6.76 6.49 Reinigungsberufe 6.79 8.08 7.38 6.95 6.20 6.50 6.11 5.64 6.17 6.70 7.35 7.03 Berufe in...

Huml kritisiert Monopol des GKV-Spitzenverbands brechen

Berlin/München (dpa) - Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) als realitätsfern und zentralistisch kritisiert. «Das Monopol des GKV-Spitzenverbands auf Bundesebene hat sich nicht bewährt», sagte die CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Der GKV-Spitzenverband ist die Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Vom GKV-Spitzenverband abgeschlossene Verträge gelten für alle Krankenkassen, deren Landesverbände und damit praktisch für alle 70...

Zeit für Grippeschutz-Impfung beginnt

Berlin (dpa) - Vor Beginn der Grippe-Saison sollten sich Risikogruppen wie Menschen ab 60, chronisch Kranke und Schwangere gegen die Infektionserkrankung impfen lassen. 14 Millionen Impfdosen seien bereits freigegeben, teilte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Mittwoch mit. Empfohlen wird die Influenza-Schutzimpfung auch Menschen, die in Medizin und Pflege arbeiten. Als optimaler Impfzeitpunkt gelten Oktober und November. Bis ein ausreichender Schutz aufgebaut ist, dauert es bis zu 14 Tage. In der vergangenen Saison 2015/16 gab es laut Robert Koch-Institut (RKI) geschätzt 4,1...

Kassenärzte: Es gibt 500 Kliniken zu viel in Deutschland

Düsseldorf (dpa) - In Deutschland gibt es nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 500 Krankenhäuser zu viel. «Heute gibt es über 2000 Krankenhäuser. So viele brauchen wir sicher nicht. Schaut man ins Ausland, würde eine Zahl von 1500 wohl ausreichen», sagte Vorstandschef Andreas Gassen der «Rheinischen Post» (Montag). Jeder vierte Fall, der im Krankenhaus behandelt werde, gehöre eigentlich in den ambulanten Bereich. «Man sollte die überflüssigen Kliniken vom Netz nehmen und die Mittel und Ressourcen in andere Häuser und die ambulante Versorgung umleiten, um dort Pflegenotstand...

Gesundheitsausgaben steigen - Patienten zahlen aber weniger

Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger. Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11,0 Prozent, 2011 10,9 Prozent. «Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur...

Bundesregierung will gegen Volkskrankheit Diabetes vorgehen

Berlin (dpa) - Mit mehr Aufklärung und besserem Zugang zu Therapien will die Bundesregierung die Ausbreitung der Volkskrankheit Diabetes eindämmen. Gesundheitspolitiker von Union und SPD planen eine Nationale Diabetes-Strategie, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Samstag) berichtet. Zum Konzept gehören demnach auch eine umfassende Erhebung von Krankheitsdaten sowie mehr Kooperation von Bund und Ländern. In Deutschland leiden nach den Angaben 6,7 Millionen Menschen an der «Zuckerkrankheit». Angesichts der älter werdenden Bevölkerung wächst die Zahl der Betroffenen schnell. Jedes Jahr...

Ende der Grippewelle in Sicht - 629 registrierte Todesfälle

Berlin (dpa) - In Deutschland neigt sich die Grippewelle dem Ende zu. Seit Mitte März werde nur noch eine geringe Grippe-Aktivität verzeichnet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Mittwoch mit. «Das Ende der Grippewelle scheint erreicht zu sein», folgern die Forscher. Nach den jüngsten Daten sind seit dem frühen Beginn der Welle im Oktober 109 866 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt. Es zirkulierte vor allem der Virustyp A. Bei fast einem Viertel (23 Prozent) verlief die Infektion so schwer, dass sie in Kliniken behandelt werden mussten. Fast 200 Mal verbreiteten sich die...

Immer mehr Ältere im Krankenhaus - Barmer kritisiert Versorgung

Berlin (dpa) - Die immer zahlreicheren älteren, mehrfach kranken Patienten werden einer Studie zufolge in Deutschlands Krankenhäusern oft nicht optimal versorgt. Die Zahl der über 70-jährigen Patienten mit jeweils mehreren Krankheiten im Krankenhaus stieg zwischen 2006 bis 2015 um 80 Prozent, von 1,1 auf 2 Millionen Personen, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Krankenhausreport 2017 der Barmer hervorgeht. So bekämen die Betroffenen in steigender Zahl bereits im Krankenhaus eine spezielle Reha-Behandlung, obwohl diese deutlich teurer und nicht unbedingt besser sei als eine...