SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Diskussion um Grippe-Impfung - Dreifach- oder Vierfach-Impfstoff?

Die Grippe überzieht Deutschland. Nun gibt es Streit um den im Januar empfohlenen Vierfach-Impfstoff. Kritiker fordern eine Einführung im Eilverfahren. Berlin (dpa) - Zum Höhepunkt der Grippewelle in Deutschland fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einen besseren Impfschutz der Bevölkerung. «Bis heute übernehmen nicht alle Krankenkassen die wichtige Vierfach-Impfung», sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. «Gezahlt wird häufig nur der halb so teure Dreifach-Wirkstoff.» In einem Beitrag für die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland...

Kassen zahlen künftig neuen Vierfach-Impfstoff gegen Grippe

Berlin (dpa) - Gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland bekommen künftig bessere Grippe-Impfungen von der Kasse bezahlt. Der Gemeinsame Bundesausschuss aus Spitzenvertretern von Ärzten, Kassen und Kliniken beschloss am Donnerstag in Berlin, dass in der kommenden Grippesaison 2018/19 ein neuer Vierfach-Impfstoff zu verwenden ist. Umgesetzt wird damit eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts. In der aktuellen Grippe-Saison, die ihren Höhepunkt wohl überschritten hat, hilft der bisher meist genutzte Dreifach-Impfstoff laut Experten teils nur...

Erster deutscher Test eines Ebola-Impfstoffs an Menschen gestartet

Auf diesem Impfstoff ruhen viele Hoffnungen: In Hamburg wird ein Mittel gegen die Ebola-Seuche getestet. Es ist einer von mehreren Versuchen. Hamburg (dpa) - Bundesweit erstmals haben Forscher des Hamburger Universitätsklinikums am Montag mit der Erprobung eines Ebola-Impfstoffes an Menschen begonnen. Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO gelieferte Impfstoff solle in den nächsten sechs Monaten an zunächst 30 Freiwilligen getestet werden, teilte das Klinikum mit. Die ersten Impfungen sollen in den nächsten Wochen erfolgen. Tests an Tieren seien erfolgreich verlaufen. Es bestehe keine...

Erster Malaria-Impfstoff nimmt wichtige Hürde zur Zulassung

London (dpa) - Erstmals steht ein Impfstoff gegen die tödliche Tropenkrankheit Malaria kurz vor der Zulassung. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) veröffentlichte am Freitag in London eine positive Bewertung des Mittels Mosquirix. Trotz begrenzter Wirksamkeit überwiegen demnach die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika ergab, dass Mosquirix über bis zu vier Jahre einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich 600 000 Menschen an Malaria, vor allem in...

Institut: Dreifachimpfstoff wirkt kaum gegen verbreiteten Grippevirus

Osnabrück (dpa) - Die Impfung mit einem Dreifachimpfstoff gegen Grippe wirkt aktuell nach Einschätzung von Experten nur bedingt. Eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag): «Mehr als die Hälfte der bisher nachgewiesenen Influenza-Fälle wurde durch Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie verursacht, die nicht in dem Dreierimpfstoff enthalten sind.» Im Vierfachimpfstoff dagegen gebe es eine solche Komponente. In dieser Saison soll der hierzulande am meisten eingesetzte Dreifachimpfstoff vor zwei Virusvarianten vom Typ A sowie einer vom Typ B...

Tote nach Krebstherapie: Gröhe warnt vor unerforschten Wirkstoffen

Mönchengladbach/Krefeld (dpa) - Nach dem Tod von drei Krebspatienten eines Heilpraktikers hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vor dem Einsatz unerforschter Wirkstoffe bei der Behandlung von Patienten gewarnt. «Die Verabreichung von Substanzen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind und die sich erst in einer experimentellen Grundlagenforschung befinden, ist nicht vertretbar», sagte der Minister der «Rheinischen Post». Dies gelte auch dann, wenn Patienten diese Methode ausdrücklich wünschten. Drei Menschen waren Ende Juli nach der Behandlung in einem alternativen Krebszentrum...

Umbau mit Verkauf der Impfstoffsparte beschert Novartis Sondergewinn

Basel (dpa) - Der großangelegte Umbau spült dem weltgrößten Pharmakonzern Novartis reichlich Geld in die Kasse. Das Schweizer Unternehmen werde im ersten Quartal 2015 «einen erheblichen außerordentlichen Gewinn verzeichnen», teilte es am Montag in Basel mit. Mehrere milliardenschwere Deals mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) seien nun abgeschlossen. Dabei verkauften die Schweizer ihre Impfstoffsparte für bis zu 7,1 Milliarden US-Dollar (6,4 Mrd Euro) und übernahmen ihrerseits den Krebsmedikamente-Bereich der Briten für 16 Milliarden Dollar. Mit GSK gründete Novartis außerdem...

Die Krankenhausreform birgt noch reichlich Konfliktstoff

Bund und Länder haben bis Ende des Jahres wie versprochen Eckpunkte für eine Krankenhausreform vorgelegt. 2015 soll ein Gesetz erarbeitet werden, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten kann. Doch bis dahin dürfte es noch etliches Hauen und Stechen geben. Berlin (dpa) - Wenn in diesen Zeiten von Krankenhäusern die Rede ist, dann von zu vielen Kliniken, zu vielen unnötigen Operationen, zu vielen Hygieneproblemen, zu wenig Geld. Die Hälfte der etwa 2000 Häuser schreibt rote Zahlen. Trotzdem stiegen die Ausgaben für sie von 2008 bis 2012 um 20 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Im Grunde sind...

Mangelware Impfstoff: Immer wieder Engpässe bei der Versorgung

Nur wenige große Pharmakonzerne beherrschen den Markt für Impfstoffe. Trotz modernster Verfahren kommt es auch in Deutschland seit Jahren immer wieder zu Lieferengpässen. Aktuell betroffen ist der Impfstoff gegen Polio (Kinderlähmung). Essen (dpa) - Bedauerndes Schulterzucken bei einer Essener Ärztin für Reisemedizin: «Für Sie haben wir keinen Impfstoff mehr». Die 58-jährige Patientin wird ohne Auffrischung ihres Impfschutzes gegen Polio (Kinderlähmung) die lange geplante Fernreise antreten müssen. Auch ein anschließender Besuch beim Hausarzt verlief ergebnislos. «Engpässe bei der...

Ebola-Forscher: Brauchen verschiedene Impfstoffe gegen Virus Interview: Carolin Eckenfels, dpa

Im August 2014 war ein Marburger Mediziner im westafrikanischen Ebola-Krisengebiet im Einsatz. Zurück in Deutschland beschäftigt er sich weiter mit dem gefährlichen Virus. Marburg (dpa) - Vor einem Jahr arbeitete der Marburger Virologe Thomas Strecker im Ebola-Gebiet von Guinea in Westafrika. Dort testete er Blutproben auf das Virus. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland beschäftigt er sich weiter mit dem Thema. Erst vor einer Woche berichtete ein Forscherteam von einem ersten Impfstoff, der zuverlässig vor Ebola schützt. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur berichtet Strecker über...