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Software: Sind Sie sicher, dass Sie diese Diagnose stellen möchten?

Software: Sind Sie sicher, dass Sie diese Diagnose stellen möchten? Krankenkassensoftware hilft den Ärzten bei der „richtigen“ Diagnosestellung und ist somit Einfallstor für Manipulationen im Morbi-RSA. Um Upcoding über die Praxissoftware wirksam auszuschließen, muss der Gesetzgeber die Software kontrollieren und Kodierrichtlinien für (ambulant tätige) Ärzte einführen. Einige Krankenkassen entwickeln gemeinsam mit Softwareherstellern Module, die für bestimmte Verträge auf die Abrechnungssysteme der Arztpraxen geschaltet werden können. Vermeintlich sollen diese Softwareprogramme...

Fehler oder Manipulation? Einfallstor ambulante Diagnosen

Spätestens seit 2016 sind Manipulationen durch Krankenkassen bekannt: Sie schließen gezielt Verträge mit Ärzten, um die Abrechnung von bestimmten Krankheiten zu beeinflussen und so noch mehr Zuweisungen zu generieren. Die Diskussion der Manipulationsanfälligkeit des Morbi-RSA rückte mit den Betreuungsstrukturverträgen auf die politische Agenda. Die Politik hat zwar den Versuch unternommen, diese Aktivitäten zu stoppen. In der Praxis finden sich jedoch nach wie vor Umgehungsstrategien, um die Einnahmen der Kassen durch die RSA-Zuweisungen zu optimieren. Ein Einfallstor für...

Up-coding: Der Morbi-RSA lädt zur Optimierung zulasten Anderer ein

Seit Jahren ist bekannt, dass Krankenkassen auf die ärztlichen Diagnosen Einfluss nehmen, um höhere Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten. Das Bundesversicherungsamt hat bereits Strafzahlungen verhängt. Ein Ende der Skandale ist kaum abzusehen, wenn das System nicht grundlegend geändert wird. Diagnosen des Arztes sind die Basis für Zuweisungen aus dem Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA). Unterschiedliche Diagnosen lösen unterschiedlich hohe Zuweisungen über den Morbi-RSA aus. Seit 2016 ist bekannt, dass Kassen Ärzte beeinflussen, Patienten auf dem...

Vollmodell im Morbi-RSA: Mehr Anreize zur Manipulation

Vollmodell im Morbi-RSA: Resistenter gegen Fehlanreize und Manipulationen? Mitnichten! 50 bis 80 Krankheiten werden derzeit für den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) herangezogen, um die Verteilung der Mittel des Gesundheitsfonds an die Krankenkassen zu berechnen. In einem Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesversicherungsamt von 2017 wird vorgeschlagen, künftig mehr als 360 Krankheiten für die Berechnungen im sogenannten Vollmodell zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Vorschlag unter anderem damit, dass die...