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Kieler Keim-Erkrankungen gehen auf einen Erreger zurück

Kiel (dpa) - Der Keim-Befall von 31 Patienten im Uniklinikum Schleswig-Holstein in Kiel mit einem multiresistenten Erreger geht auf einen einzigen Menschen zurück. Das fanden Forscher der Kieler Universität nach eigenen Angaben heraus. Es sei erstmalig gelungen, das Erbgut des Ausbruchsstamms Acinetobacter baumannii zu entziffern, berichtete Prof. Andre Franke vom Institut für Klinische Molekularbiologie. Analysen bestätigten, dass alle Infektionen im Dezember und Januar auf denselben Erregerstamm zurückgehen. In Kiel starben von den 31 Patienten mit dem Erreger 13 - davon 10 den Ärzten...

Krankenhäuser beklagen Milliardendefizit ihrer Notfallambulanzen

Berlin (dpa) - Die Krankenhäuser in Deutschland beklagen, dass sie beim Betrieb ihrer überlasteten Notfallambulanzen noch draufzahlen. Für einen ambulanten Notfall würden den Kliniken durchschnittlich 32 Euro erstattet, dem gegenüber stünden aber Kosten von mehr als 120 Euro, kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, am Dienstag in Berlin. Dies führe bei rund 10 Millionen ambulanten Notfällen zu nicht gedeckten Kosten von einer Milliarde Euro. Hinzu komme, dass die Notaufnahmen immer mehr zum «Lückenbüßer» für die eigentlich zuständigen...

Mögliche Risiken verzögern Bewertung von erster Gentherapie

Berlin (dpa) - Die erste Gentherapie-Arznei auf dem deutschen Markt, ein Mittel mit einem neuen Rekordpreis, sorgt für Ärger bei den offiziellen Medikamenten-Prüfern. Der Gemeinsame Bundesausschuss, das höchste Gremium des Gesundheitswesens, setzte am Donnerstag eine vorgeschriebene Bewertung des Nutzens des Mittels aus. Es ist das erste Mal, dass das Gremium der Krankenkassen, Ärzte und Kliniken ein neues Medikamente nicht in gesetzlich vorgegebener Frist bewertet. Es handelt sich um Glybera gegen einen seltenen Erbgutdefekt, der Stoffwechselerkrankung Lipoproteinlipase-Defizienz. Die...

Kassen wollen mehr Mitsprache bei Krankenhausplanung

Deutschlands Krankenhäuser sind nicht optimal aufgestellt. So sehen es jedenfalls Politik und Kassen. Reformvorschläge gibt es einige. Berlin (dpa) - Die Krankenkassen fordern mehr Mitsprache bei der Planung und Finanzierung der Kliniklandschaft. Wenn die Länder ihren finanziellen Verpflichtungen ohnehin völlig unzureichend nachkämen, «dann bezahlen wir als Krankenkassen eben alles, inklusive der Investitionskosten», sagte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, der Deutschen Presse-Agentur. «Dann wollen wir aber dabei mitsprechen, wo Infrastruktur auf- und wo abgebaut...

Ausgang des Organspende-Prozesses erscheint ungewiss

Ein mutmaßlicher Skandal um Spenderorgane hat im Sommer 2012 Aussehen erregt. Ein Jahr später begann der Prozess gegen einen Chefarzt am Göttinger Klinikum. Jetzt wird das Urteil erwartet. Göttingen (dpa) - Nach mehr als 20 Monaten Hauptverhandlung will das Landgericht Göttingen am Mittwoch (6. Mai) sein Urteil im Organspende-Prozess verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat für den Ex-Chef der Transplantationsmedizin am Göttinger Uniklinikum acht Jahre Haft verlangt. Seine Verteidiger fordern Freispruch. Der Ausgang des Verfahrens scheint völlig ungewiss. In dem Prozess geht es um den Vorwurf...

Kraft befürwortet Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Düsseldorf (dpa) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist für die Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber in Deutschland. Sie unterstütze die Idee, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. In Hamburg und Bremen können Flüchtlinge bereits ohne Umwege über die Behörden mit einer Krankenkassenkarte direkt zum Arzt gehen. Der Bund müsse aber die rechtliche Voraussetzung schaffen, dass die Krankenkassen verpflichtet werden können, solche Vereinbarungen abzuschließen, sagte Kraft. Denkbar sei für sie eine Option, dass Länder, die das...

«Pille danach» jetzt ohne Rezept

Berlin (dpa) - Die «Pille danach» gibt es jetzt ohne Rezept. Seit Sonntag sind die Medikamente ohne Verschreibung durch einen Arzt in den Apotheken erhältlich. Die «Pille danach» ist ein Notfallmittel für Frauen, die nach ungeschütztem Sex eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen. Bei den rezeptfreien Präparaten handelt es sich um ellaOne mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (UPA) und PiDaNa mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG). Beide unterdrücken oder verzögern den Eisprung, so dass eine Befruchtung verhindert wird. Besorgt sich ein Mädchen oder eine Frau die «Pille danach» ohne...

Verband: Manipulation bei Organvergabe steht jetzt klar unter Strafe

Göttingen (dpa) - Nach dem Freispruch im Organspende-Prozess hat die Deutsche Transplantationsgesellschaft betont, dass Manipulationen wie in Göttingen inzwischen klar unter Strafe stehen. Nach dem Skandal verschärfte Regeln hätten dazu geführt, dass Verstöße mittlerweile klar definierte, strafrechtliche Konsequenzen hätten, teilte der Verband am Mittwoch mit. Weil die Manipulationen 2012 noch nicht strafbar waren, sprach das Göttinger Landgericht den angeklagten Chirurgen frei, missbilligte sein Tun aber moralisch. Auch die Transplantationsgesellschaft distanzierte sich am Mittwoch erneut...

Uniklinik Münster eröffnet Musikerambulanz

Münster (dpa) - Bei Versagen der Stimme, Hörschäden oder Lampenfieber bietet die Uniklinik Münster für Musiker jetzt eine Ambulanz an. Das Angebot richtet sich an Berufsmusiker, Laiensänger, Schauspieler, aber auch Kinder und Jugendliche, die eine medizinische Versorgung für Stimme, Gehör und Psyche suchen. Musikerambulanzen gibt es bislang in Leipzig, Hamburg, Freiburg, Dresden und Düsseldorf. Nach Angaben des Ärztlichen Direktors Norbert Roeder schließt die Uniklinik Münster mit der neuen Ambulanz eine Lücke in Westfalen. Die Uniklinik hatte bereits seit 2009 eine Sprechstunde für Musiker...

Unions-Mehrheit gegen organisierte ärztliche Suizid-Beihilfe

Berlin (dpa) - Eine Mehrheit der Unionsfraktion will jegliche organisierte Sterbehilfe verbieten - auch eine organisierte Form des ärztlich begleiteten Suizids. Von einem solchen Verbot organisierter oder geschäftsmäßiger Suizid-Beihilfe seien Angehörige nicht betroffen, da bei ihnen nicht anzunehmen sei, dass sie eine solche Beihilfe wiederholten. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Unions-Abgeordneten Claudia Lücking-Michel (CDU), Michael Brand (CDU) und Michael Frieser (CSU) am Dienstag in Berlin vorstellten. Weiter heißt es in dem Papier: «Auch behandelnde Ärzte, die im...