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CDU-Politiker Spahn zu Sterbehilfe: «Der Tod ist keine Ware»

Berlin (dpa) - Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, die gesetzlichen Regelungen für Ärzte im Umgang mit sterbenskranken Menschen neu zu regeln. Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Es braucht hier keine weitere Verrechtlichung des individuellen Arzt-Patienten-Verhältnisses, egal, was wir da tun, es wird eine schiefe Bahn eröffnen.» Am Donnerstag steht im Bundestag erstmals eine große Debatte zum Thema Sterbebegleitung und Sterbehilfe an. Spahn bekräftigte die Position der Unionsmehrheit, es dürfe «kein gewerbliches Angebot oder gar Straßenwerbung für...

Gröhe gegen «Verklärung der Selbsttötung» in Debatte um Sterbehilfe

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat seine Ablehnung gegen organisierte und kommerzielle Angebote der Sterbehilfe bekräftigt. «Ich wehre mich gegen eine Verklärung der Selbsttötung», sagte er am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Das als Akt wahrer Freiheit zu verklären, ist mir fremd». Gröhe betonte aber: «An der Straffreiheit der individuellen Selbsttötung und der Beihilfe dazu will ich selbstverständlich festhalten». Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) will hingegen, dass der Arzt des Vertrauens dem schwer leidenden Sterbenden - auf Wunsch - ein...

Stiftung: Junge Menschen mit Krebs werden zu wenig unterstützt

Berlin (dpa) - Die Therapien für junge Erwachsene mit Krebs sollen besser werden. Das ist das Ziel einer neu gegründeten Stiftung. Bei der Patientengruppe zwischen 15 und 39 Jahren werde die weitere Lebensplanung durch die Behandlung «außerordentlich beeinträchtigt», sagte am Dienstag der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Professor Mathias Freund. Zwar würden etwa 80 Prozent der jungen Krebspatienten geheilt, viele hätten aber mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Patienten können zum Beispiel unfruchtbar oder arbeitsunfähig werden.Zu diesen Themen will die Stiftung Unterstützungsangebote...

Bund und Länder verhandeln über Gesundheitskarte für Asylbewerber

Hamburg (dpa) - In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses «Bremer Modells», teilte eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag mit. Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich bei den Stadtstaaten bereits zuvor nach dem Modell erkundigt. Laut Hamburger Senatsverwaltung lohnt sich die...

Expertin: Viele Ebola-Patienten haben Angst vor Behandlung

München/Monrovia (dpa) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen will ihre Arbeit für die Menschen in den von Ebola betroffenen Ländern transparenter machen. Zahlreiche Patienten hätten Angst, sich von den Helfern behandeln zu lassen, berichtete die Würzburger Krankenschwester und Notfallkoordinatorin der Organisation, Anja Wolz. «Viele nehmen die Ebola-Behandlungszentren eher als Todeszentren wahr, weil sie mitbekommen, dass Patienten hier auch sterben», sagte Wolz im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Die Familien behielten ihre Kranken deshalb lieber zu Hause. Damit steige aber...

Zeitung: Gröhe legt Plan gegen multiresistente Krankenhauskeime vor

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nach einem Zeitungsbericht mit einem Zehn-Punkte-Plan gegen die wachsende Gefährdung von Patienten durch multiresistente Krankenhaus-Keime vorgehen. Das geht aus einem internen Papier seines Ressorts vor, das der «Süddeutschen Zeitung» (Montag) vorliegt. Demnach sterben in Deutschland pro Jahr 12 000 bis 15 000 Menschen in den Kliniken, weil sie sich dort mit einem Keim infizieren, gegen den keine Medizin hilft. Gröhes Experten gehen davon aus, dass sich das Problem in Zukunft noch verschärfen wird. Vorgesehen ist nun unter...

Frankfurter Ebola-Patient als geheilt entlassen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Frankfurter Ebola-Patient ist nach sieben Wochen Behandlung als geheilt aus der Uniklinik entlassen worden. Der Arzt aus Uganda sei inzwischen gut bei seiner Familie angekommen und wohlauf, teilte das Universitätsklinikum am Donnerstag mit. Er habe die Klinik bereits am 19. November verlassen. «Wir sind glücklich, dass wir dem Patienten zu seiner Genesung verhelfen konnten», sagte Jürgen Schölmerich, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums, laut der Mitteilung. Der Mann war seit Anfang Oktober auf der Isolierstation des Frankfurter...

CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen

München (dpa) - Die CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen lassen. Das sagte Parteichef Horst Seehofer am Montag nach der CSU-Vorstandssitzung in München. Auch Ärzte sollen keine Beihilfe zur Selbsttötung geben dürfen. «Die verkehrteste Antwort wäre: Wir greifen zur Pille», sagte Seehofer zur aktuellen Sterbehilfe-Diskussion. Außerdem will die CSU die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für Palliativmedizin und Hospize ausbauen lassen. Derzeit seien Sportverletzungen wie ein Tennisarm in der gesetzlichen Krankenversicherung besser abgesichert als die...

Pilotprojekt: Kasse ging mit Patienten Behandlungsfehlern nach

Dortmund (dpa) - Ärztliche Behandlungsfehler bleiben nach Einschätzung von Experten häufig unentdeckt. Mehr als 10 000 Fällen ist die AOK-Nordwest im Rahmen eines mehrjährigen Pilotprojeks gemeinsam mit Patienten nachgegangen. «Damit haben wir ein einmaliges, spezifisches Angebot geschaffen», sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch am Mittwoch in Dortmund. In 20 Prozent der Fälle seien Ansprüche durchgesetzt worden. Es sei wichtig für Patienten, eine Anlaufstelle für ihre Probleme zu haben. Auch müsse sich der Dialog zwischen Ärzten und Patienten verbessern.

Ministerium erarbeitet Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium will Leitlinien für die medizinische Versorgung bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung erarbeiten. Ärzten und Psychotherapeuten komme eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum gehe, Verdachtsmomenten nachzugehen und weitere Schritte einzuleiten, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem will es ausloten, wie die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessert werden kann. «In jungen Jahren auftretende psychische Auffälligkeiten nehmen nicht selten einen langwierigen Verlauf», erläuterte das Ministerium.