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Jeder vierte Arzt ist älter als 60 Jahre

Mehr als fünf Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in Gesundheitsberufen. Die Zahl steigt, 2013 erneut um 2,1 Prozent. Die meisten neuen Jobs entstanden nicht in Praxen oder Kliniken. Wiesbaden (dpa) - Jeder vierte in einer Praxis tätige Arzt ist älter als 60 Jahre, 65 Prozent der niedergelassenen Mediziner waren Ende 2013 mindestens 50 Jahre alt. Das geht aus der Gesundheitspersonalrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Montag in Wiesbaden veröffentlicht wurde. Die meisten älteren Ärzte gab es unter Psychotherapeuten, Zahnärzten und Kieferorthopäden. 5,1 Million...

Schlichtungsstelle für Arztfehler prüft jährlich mehr als 4000 Fälle

Hannover (dpa) - Die Schlichtungsstelle in Hannover für Fragen der Haftung von Ärzten bei Behandlungsfehlern prüft jährlich mehr als 4000 Fälle. Die Antragszahlen der insgesamt für zehn Bundesländer zuständigen Schlichtungsstelle sei während der vergangenen drei Jahre jedoch in etwa gleichgeblieben - trotz steigender Behandlungszahlen und zunehmender Arbeitsverdichtung in den Kliniken, teilte die Ärztekammer Niedersachsen mit. Gemessen an den gesamten Behandlungszahlen liege die Anzahl der Fehler nur im Promillebereich, betonte Kammer-Präsidentin Martina Wenker. Patientenschützer beklagen...

Bestechung im Gesundheitswesen: Ärzten droht künftig Haft

Berlin (dpa) - Korrupten Ärzten, Apothekern, Physiotherapeuten oder Pflegekräften drohen künftig bis zu drei Jahren Haft. Besonders schwere Fälle von Bestechung oder Bestechlichkeit werden sogar mit fünf Jahren Gefängnis geahndet. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) gegen Korruption im Gesundheitswesen. Danach machen sich auch Pharmavertreter strafbar, die aktiv bestechen. Patienten hätten ein Recht, das an Versorgung zu bekommen, was angezeigt und notwendig sei, sagte Maas im Anschluss an die Kabinettssitzung. Das...

Acht Jahre Haft für Arzt im Organspende-Prozess gefordert

Göttingen (dpa) - Acht Jahre Haft hat die Staatsanwaltschaft im Prozess um den Göttinger Organspende-Skandal für den angeklagten früheren Chefarzt gefordert. Außerdem plädierte Oberstaatsanwältin Hildegard Wolff am Montag dafür, dass der Mann ein lebenslanges Berufsverbot als Transplantationsmediziner erhalten solle. Der 47-jährige Chirurg habe sich des versuchten Totschlags in elf und der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen schuldig gemacht, sagte Wolff am Montag im Landgericht Göttingen in ihrem rund sechs Stunden dauernden Plädoyer. Die Verteidigung soll am...

Palliativärzte: Gesetz zu Sterbehilfe schafft Unsicherheiten

Palliativmediziner haben erhebliche Bedenken gegen eine Neuregelung der Sterbehilfe. Sie schaffe eher Unsicherheiten. Notwendig sei eine bessere Versorgung von Schwerstkranken. Berlin (dpa) - Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) lehnt eine ärztlich assistierte Selbsttötung Schwerstkranker ab. Eine gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe bringe im Grunde nur mehr Graubereiche und Unsicherheiten, sagte DGP-Präsident Lukas Radbruch am Dienstag in Berlin. «Wir glauben nicht, dass eine gesetzliche Regelung hier Hilfe bietet.» Wie aus einer DGP-Umfrage unter Ärzten hervorging,...

Bewährungsstrafe für heimlich filmenden Arzt

Osnabrück (dpa) - Eine Bewährungsstrafe hat das Landgericht Osnabrück gegen einen Arzt verhängt, der bei Untersuchungen heimlich intime Fotos von Frauen mit einer Kugelschreiberkamera gemacht hat. Das Gericht verurteilte den Arzt am Mittwoch außerdem wegen des sexuellen Missbrauchs von Patientinnen und wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Bildern und Videos. Außer der Bewährungsstrafe von zwei Jahren erhielt der Mann auch drei Jahre Berufsverbot. Zudem muss der 62-Jährige 75 000 Euro an gemeinnützige Organisationen zahlen. Der Mann werde nie wieder als Arzt arbeiten, sagte...

Kammer gründet Ärzte-Beratungsstelle zu Sterbebegleitung

Hannover (dpa) - Angesichts einer großen Verunsicherung der Ärzteschaft in Fragen der Sterbebegleitung eröffnet die Ärztekammer Niedersachsen in Göttingen eine Beratungsstelle für niedergelassene Mediziner. Das «Netzwerk ambulante Ethikberatung Göttingen» solle am 29. September seine Arbeit aufnehmen und Medizinern Unterstützung in schwierigen Entscheidungssituationen bieten, sagte die Präsidentin der Ärztekammer, Martina Wenker. Es sei bundesweit einmalig. Sie forderte am Dienstag zudem eine Ausweitung der Bundestagsdebatte zur Sterbehilfe. «Sie klammert die allgemeine Krankenhausversorgung...

Alzheimer früh erkennen? Manche Ärzte profitieren von der Angst

Mal einen Schlüssel verlegt, dann einen Namen vergessen: Ob das schon Vorboten von Alzheimer sind, fragen sich viele. Mit teuren Tests wollen manche Mediziner das Erkrankungsrisiko bestimmen können. Berlin (dpa) - Es könne jeden treffen, «sogar die Stärksten und Erfolgreichsten». Rudi Assauer, Margaret Thatcher, Ronald Reagan: So listet ein Anbieter von Alzheimer-Früherkennungstests die Promi-Fälle im Internet. Wer frühzeitig das eigene Erkrankungsrisiko kennen wolle, könne sich «bequem» einer nicht-invasiven Gehirnuntersuchung unterziehen. Seit einigen Jahren gibt es Privatpraxen, die auf...

Mehr Ärzte-Wissen gegen Sepsis-Sterblichkeit bei Kindern gefordert

Jedes Jahr erkranken mehr als 175 000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis, fast jeder dritte Patient stirbt. Gerade bei Kindern könne die Todesrate deutlich gesenkt werden, sagen Experten. Und verweisen auf ein Vorzeigeprojekt in Niedersachsen. Weimar (dpa) - Die Todesrate von Kindern bei einer Blutvergiftung könnte nach Ansicht von Fachleuten durch bessere Schulungen von Ärzten erheblich verringert werden. Derzeit sei Sepsis nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, betonte der Generalsekretär der Deutschen Sepsis-Gesellschaft, Frank Brunkhorst. Liege die Sterblichkeit...

Kritik an Spahns Plänen für Therapeuten und Ärzte

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist wegen seiner Pläne zur Stärkung von Physiotherapeuten, Logopäden und anderen Heilberuflern in die Kritik geraten. Es bedürfe keiner zentralistischen Instrumente, schrieb der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Spahn. Spahn will mit seinem Terminservice- und Versorgungsgesetz auch die Heilberufler stärken. Unter anderem sollen höhere Honorarsteigerungen möglich sein, indem Begrenzungen wegfallen. Die Verhandlungen sollen künftig...