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Ärztetag in Frankfurt: Fachchinesisch, Schweigepflicht, neue Gesetze

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kampf gegen Fachchinesisch, die Debatte um die Schweigepflicht und diverse Gesetzesinitiativen beschäftigen in der kommenden Woche den Deutschen Ärztetag in Frankfurt. Das Parlament der Ärzteschaft tagt von Dienstag bis Freitag am Main. 17 Landesärztekammern entsenden dazu 250 Delegierte. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Ulrich Montgomery, und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eröffnen den Ärztetag am Dienstag in der Paulskirche, wie die Veranstalter am Freitag berichteten. Am Mittwoch geht es um globale Epidemien und die «kommunikative...

Arzt trotz Manipulationen im Organspende-Prozess freigesprochen

Die Göttinger Transplantations-Affäre erschütterte das Vertrauen in die Vergabe von Spenderorganen. Der angeklagte Arzt wurde am Mittwoch freigesprochen. Die Richter bescheinigten ihm dennoch verwerfliches Handeln. Göttingen (dpa) - Obwohl er durch Manipulationen in das Verfahren zur Vergabe von Spender-Organen eingegriffen hat, wurde der im Transplantations-Prozess angeklagte Arzt freigesprochen. Das Verhalten des Mediziners sei zwar «verwerflich» und zu missbilligen, aber nicht strafbar, urteilte das Landgericht Göttingen am Mittwoch. Der frühere Leiter der Göttinger...

Gassen: Bin auch nächste Woche noch Kassenärzte-Chef

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat den Vorwurf zurückgewiesen, beim Aufbau einer Abrechnungskonkurrenz zu den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mitgewirkt zu haben. «Der Vorwurf trifft so nicht zu», sagte Gassen in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit der «Ärzte Zeitung online». «Ich habe mir nichts vorzuwerfen, werde das darlegen und gehe davon aus, dass, wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, zu dem gleichen Ergebnis kommen wird.» Gassen wird in den Reihen der KVen vorgeworfen, sein Amt als KBV-Chef auch...

Kassen wollen sich an Service für schnellere Arzttermine beteiligen

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) will auch künftig ihren Versicherten einen eigenen Service für kürzere Wartezeiten in Arztpraxen anbieten. Diesen Service sollten die Kassen nicht den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) allein überlassen, sagte TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Hier geht es um die Zusammenarbeit aller Beteiligten und auch um intelligente Lösungen, mit denen wir den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft an das Gesundheitswesen auch in Zukunft gerecht werden.» Die TK und auch andere Krankenkassen bieten...

Ärztekammern weiter strikt gegen assistierten Suizid

Berlin (dpa) - Die Ärztekammern in Deutschland lehnen weiterhin eine ärztlich assistierte Selbsttötung strikt ab. In einer am Freitag vorgestellten Erklärung heißt es: «Die Berufsordnungen der Ärztekammern formulieren einheitlich und bundesweit, dass es die Aufgabe von Ärzten ist, das Leben zu erhalten.» Zudem müssten die Gesundheit geschützt und wiederhergestellt, Leiden gelindert und Sterbenden Beistand geleistet werden. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, trug in Anwesenheit der 17 Regionalvertreter die Position vor. Es gebe keinen Ansatz, die...

Umfrage: Längere Termin-Wartezeiten vor allem bei Fachärzten

Berlin (dpa) - Patienten müssen einer Umfrage zufolge vor allem bei Fachärzten länger auf Behandlungstermine warten. Bei Hausärzten bekamen im vergangenen Jahr 37 Prozent der Befragten nach eigener Auskunft sofort einen Termin, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als Auftraggeberin der Umfrage am Dienstag mitteilte. Lediglich vier Prozent mussten länger als drei Wochen auf einen Hausarzttermin warten. Bei Fachärzten gaben dagegen 32 Prozent der Befragten Wartezeiten von mehr als drei Wochen an, sofort einen Termin beim Facharzt bekamen 19 Prozent. KBV-Chef...

Ärzte- und Pflegemangel: Zuwanderung als Rezept gegen Kollaps?

In Deutschland fehlen viele Tausend Pflegekräfte und Ärzte. Ohne Personal aus dem Ausland kollabiert das System, sagen manche Experten. Flüchtlinge werden zu Pflegern ausgebildet, Zugewanderte arbeiten als Mediziner. Wo liegen die wunden Punkte? Düsseldorf (dpa) - Amera Kabara hat in Syrien eine Hochschule besucht, zwei Geschäfte geführt, ist vor dem Krieg geflüchtet und lässt sich jetzt im Rheinland zum Altenpfleger ausbilden. Gianluigi Brescia studierte in Italien Medizin und lernt nun gerade für seine Approbation, um in Neuss als Krankenhaus-Kardiologe zu arbeiten. Und ...

Ärzte wollen selbst verschreibungspflichtige Medikamente abgeben

Frankfurt (dpa) - Die deutschen Hausärzte dringen bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente auf eine Gleichstellung mit Apotheken. Damit «könnten die Ressourcen besser genutzt werden, gerade auf dem Land», sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag) und forderte eine Reform des Arzneimittelrechts. Die Frage, welche Arzneimittel in Arztpraxen vorgehalten werden könnten, ließ Weigeldt demnach offen. Er sprach sich für einen Dialog mit den Apothekern aus. Ein komplettes Sortiment bereitzuhalten,...

Studie: Immer mehr Ärzte arbeiten als Angestellte

Berlin (dpa) - Immer mehr Ärzte in Deutschland arbeiten laut einer Studie als Angestellte statt als Selbstständige mit einer eigenen Praxis. Bei Hausärzten stieg der Anteil der Angestellten seit 2012 von 6 auf nun 15 Prozent - bei Fachärzten von 11 auf 26 Prozent, wie aus einer am Donnerstag vorgelegten Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Verbands der niedergelassenen Ärzte (NAV-Virchow-Bund) hervorgeht. Die durchschnittliche Arbeitszeit ging auf gut 51 Stunden pro Woche mit Bereitschaftsdiensten zurück - bei Angestellten auf 42,8 Stunden, bei...

700 Millionen Euro mehr für Kassenärzte bei längeren Sprechzeiten

Berlin (dpa) - Für längere Sprechzeiten für gesetzlich Versicherte und das Annehmen neuer Patienten will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Ärzten jährlich 600 bis 700 Millionen mehr an Honoraren geben. «Das Geld kommt gezielt bei denen an, die zusätzliche Patienten annehmen», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der VRM (ehemals Verlagsgruppe Rhein Main/Donnerstag). Die große Koalition will die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25 Stunden pro Woche ausweiten, damit sie schneller an Termine kommen. Entwarnung auf mittlere Sicht gab Spahn bei den...