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Ärztepräsident bei Impfpflicht-Verstoß für Strafen mit Ausnahmen

Berlin (dpa) - Für den Fall der Einführung einer Masern-Impfpflicht hält Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery Strafen für Verstöße generell für gerechtfertigt, kann sich aber Ausnahmen vorstellen. Der Präsident der Bundesärztekammer gab im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zu bedenken: «Eine Impfpflicht lässt sich leicht verlangen, aber ist schwer umzusetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Kinder mit der Polizei zum Impfen schleppt.» Deshalb müsse man versuchen, mit Vernunft auf die Menschen einzuwirken - das bedeute vor allem mit Aufklärung. Er fügte hinzu:...

Mehr digitale Angebote für Patienten - Ärzte pochen auf Datenschutz

Videosprechstunden, Gesundheits-Apps, elektronische Patientendaten - auf die Patienten kommt eine stärker digitalisierte Medizin zu. Der Ärztepräsident fordert dabei Datensicherheit. Berlin (dpa) - Die Ärzte in Deutschland erwarten deutlich mehr digitale Angebote für die Patienten - pochen dabei aber auf höchsten Datenschutz. Bei der Digitalisierung in der Medizin werde nun «mehr Drive» hineinkommen, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. So würden sich Videosprechstunden als eine von vielen Formen ärztlicher ...

Mehr Arztpraxen für die Versorgung von Kassenpatienten möglich

Berlin (dpa) - Für die Versorgung von Kassenpatienten können bundesweit deutlich mehr Praxisstandorte entstehen als bisher vorgesehen. Das geht aus neuen Regeln für die Bedarfsplanung hervor, die der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag in Berlin beschloss. Zusätzlich zu 3440 derzeit freien Arztsitzen gibt es demnach 3470 neue Niederlassungsmöglichkeiten. Dies sei ein wichtiger Beschluss, der eine «noch wohnortnähere» Versorgung ermögliche, sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken. Die Versorgung könne außerdem genauer an das...

Klinikärzte und Kommunen einigen sich im Tarifstreit

Berlin (dpa) - Patienten der mehr als 500 kommunalen Krankenhäuser in Deutschland müssen vorerst keine weiteren Ärztestreiks befürchten. In den Tarifverhandlungen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden ist am Mittwochmorgen nach mehr als 24-stündigen Verhandlungen in Berlin eine grundsätzliche Einigung erreicht worden. Das sagte ein Sprecher des Marburger Bundes der Deutschen Presse-Agentur. Die Mediziner hatten für den Fall eines Scheiterns dieser fünften Verhandlungsrunde mit unbefristeten Streiks gedroht. Zu den Einzelheiten der...

Einigung bei Klinikärzten - keine weiteren Krankenhaus-Streiks

Monatelang haben die Ärzte der kommunalen Kliniken mit den Arbeitgebern über mehr freie Wochenenden und eine bessere Bezahlung gestritten. Jetzt gibt es eine Einigung. Berlin (dpa) - Patienten der mehr als 500 kommunalen Krankenhäuser in Deutschland müssen vorerst keine weiteren Ärztestreiks befürchten. In den Tarifverhandlungen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) ist am Mittwoch nach mehr als 24-stündigen Verhandlungen in Berlin eine Einigung erreicht worden. Die rund 55 000 Ärzte bekommen rückwirkend zum 1. Januar...

Bundesgericht: Honorarärzte in Kliniken sind oft nicht selbstständig

Kliniken greifen bei Personalnot gern auf Ärzte als freie Mitarbeiter zurück. Doch nach Ansicht der Deutschen Rentenversicherung sind die Mediziner oft gar nicht selbstständig. Nun gibt es ein Urteil des Bundessozialgerichts, das weitreichende Folgen haben könnte. Kassel (dpa) - Kliniken dürfen Ärzte nur im Ausnahmefall als freie Mitarbeiter beschäftigen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) von Dienstag hervor. Bisher griffen vor allem Kliniken im ländlichen Raum gern auf freiberufliche Mediziner zurück, um Personallücken zu schließen. Doch Honorarärzte...

Bundesgerichtshof: Ärzte müssen sterbewillige Menschen nicht retten

Leipzig (dpa) - Ärzte sind nicht verpflichtet, Patienten nach einem Suizid gegen deren Willen das Leben zu retten. Das hat der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) am Mittwoch in Leipzig entschieden. Er bestätigte damit zwei Freisprüche der Landgerichte in Berlin und Hamburg. Die Gerichte hatten entschieden, dass der Wille der Patienten zählt. Zwei Mediziner hatten körperlich kranke Menschen nach der Einnahme tödlicher Medikamente bis zum Tod begleitet. Maßnahmen zur Rettung ergriffen sie nicht. Sie wurden wegen Tötungsdelikten angeklagt. In beiden Fällen sei es der...

Betrüger im Arztkittel - Falsche Mediziner sind Problem für Kliniken

Mit gefälschten Urkunden verschaffen sich Hochstapler eine Einstellung als Arzt. Kliniken und Praxen haben es schwer, die Betrüger zu erkennen. Mancher aufgeflogener Scharlatan probiert es einfach erneut in einem anderen Krankenhaus. Kassel (dpa) - Für die Patienten war er ein Halbgott in weiß. Doch den Ermittlern zufolge steckte unter dem Arztkittel nur ein notorischer Betrüger: Immer wieder soll es einem 37-Jährigen gelungen sein, Arbeitgeber zu täuschen und einen Job als Arzt zu bekommen. Am Montag (15.7.) steht der Mann nun in Kassel vor Gericht - wieder einmal. Der...

Bericht: Ärzte verdienen mit Kontrastmitteln teils erheblich dazu

Berlin (dpa) - Röntgenärzte können laut einem Medienbericht durch die pauschale Abrechnung von Kontrastmitteln mit den Krankenkassen teils erheblich dazuverdienen. In Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gebe es solche festen Pauschalen, berichten NDR, WDR und «Süddeutsche Zeitung» (Freitag). Dies führe zu Gewinnen, da niedergelassene Ärzte Kontrastmittel für Computertomographen (CT) und Magnetresonanztomographen (MRT) zu niedrigeren Preisen kauften. So hätten Radiologen in Bayern Kontrastmittel für 760 Euro je Liter einkaufen können und 3900 Euro...

Ärzte verordnen immer weniger Antibiotika

Berlin (dpa) - Niedergelassene Ärzte verschreiben deutlich weniger Antibiotika als noch 2010. Besonders stark seien die Antibiotika-Verordnungen für Kinder gesunken, berichtete das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland am Mittwoch. Wurden Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung 2010 noch 562 Verordnungen von Antibiotika pro 1000 Versicherte ausgestellt, waren es 2018 nur noch 446. Das ist ein Rückgang von 21 Prozent. Bei Neugeborenen und Säuglingen (0 bis ein Jahr) hat sich die Zahl der Verordnungen fast halbiert: Von relativ hohen 630...