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Bettruhe statt Pillen - neuer Vorstoß gegen überflüssige Therapien

Berlin (dpa) - Ärzte und Krankenkassen wollen etwas gegen überflüssige Therapien tun, die Ärzte ihren Patienten verordnen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin startet «Listen überflüssiger Maßnahmen» bei Behandlung und Diagnose, wie ihr Vorsitzender Michael Hallek dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Man wolle deutlich machen, «dass auch das Unterlassen einer medizinischen Maßnahme eine wichtige ärztliche Leistung sein kann». Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. «Es ist sicherlich häufig anstrengender für einen Arzt, einen Patienten von einer Woche Bettruhe zu überzeugen, als...

Fehler bei einem Test für Organspende im Klinikum Bremerhaven

Bremen (dpa) - Ärzte haben bei einer Organspende im Klinikum Bremerhaven einen Test auf Hirntod nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Es handele sich um einen formalen Fehler in der Dokumentation, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen am Montag. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission will noch im Laufe des Tages eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass die Ärzte die Organentnahme Anfang Dezember 2014 wegen des Fehlers abgebrochen hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Bauch des Patienten schon aufgeschnitten....

BGH: Bewertungsportale müssen Einschätzungen strenger prüfen

Karlsruhe (dpa) - Ärztebewertungsportale müssen auf Verlangen künftig konkrete Nachweise vorlegen, ob ein Nutzer tatsächlich beim bewerteten Arzt in der Praxis war. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe gab damit am Dienstag einem Zahnarzt aus Berlin Recht, der beim Internetportal Jameda im Jahr 2013 eine extrem schlechte Bewertung eines Nutzers erhalten und vergeblich auf Löschung geklagt hatte. Das Urteil hat weitreichende Folgen auch für andere Internetportale, die ihre Prüfprozesse nun anpassen müssen, sagte eine BGH-Sprecherin. Im vorliegenden Fall hatte der angebliche Patient...

Gynäkologen widersprechen Kritik an Schwangerschafts-Untersuchungen

Berlin/München (dpa) - Die Frauenärzte haben die vermeintlich überhöhte Zahl von Schwangerschafts-Untersuchungen verteidigt. Die in einer Bertelsmann-Studie beanstandeten Vorsorgemaßnahmen trügen zur Senkung von Risiken bei und erleichterten die Arbeit von Hebammen und Ärzten, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Eine am Vortag präsentierte Studie der Bertelsmann-Stiftung hatte ergeben, dass die meisten Schwangeren in Deutschland deutlich mehr Untersuchungen in...

Justiz prüft Verdacht auf Abrechnungsbetrug an Uniklinikum

Kiel/Lübeck (dpa) - Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen mehrere Ärzte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Aufgrund einer Anzeige der Kassenärztlichen Vereinigung werde ein bestimmter Bereich der Abrechnungspraxis überprüft, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Darüber hatten zunächst die «Kieler Nachrichten» berichtet. Demnach besteht der Verdacht, Ärzte könnten systematisch Leistungen unter eigenem Namen abgerechnet haben, obwohl nachgeordnete Ärzte die ambulanten Behandlungen erledigt...

SYSTEMATISCHE ÄNDERUNGEN DER DIAGNOSEN

Manipulieren Krankenkassen Diagnosen, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten? Die Analyse von 1,2 Milliarden Diagnose-Daten der Krankenkassen zeigt systematische Änderungen in den Arztpraxen mit Wirkung auf den Morbi RSA.

Bundestag beschließt Reform der medizinischen Versorgung

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat eine Reform der medizinischen Versorgung in Deutschland mit den Stimmen der Koalition beschlossen. Die Bundesregierung will mit dem Versorgungsstärkungsgesetz vor allem die Verteilung der Ärzte in Deutschland verändern. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden. Zur besseren Planung des regionalen Ärztebedarfs sollen die Niederlassungsbezirke deutlich verkleinert und damit überschaubarer gemacht werden. Die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sollen Terminservicestellen einrichten, um...

Marburger Bund fordert Chipkarte für Flüchtlinge ab sofort

Berlin (dpa) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die sofortige Einführung einer Chipkarte für Flüchtlinge in Berlin gefordert. So könne die Versorgung deutlich entbürokratisiert werden, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin-Brandenburg, Peter Bobbert, am Dienstag in Berlin. Außerdem müsse die Versorgung durch hauptamtliche Ärzte gestärkt werden. Vor allem der unterfinanzierte öffentliche Gesundheitsdienst sei finanziell und personell auszubauen, forderte Bobbert. Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte im Juli angekündigt, dass Flüchtlinge und Asylbewerber im vierten...

Krankenkassen für ausgedehntere Praxis-Öffnungszeiten

Kremmen (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) werben für ausgedehntere Praxis-Öffnungszeiten abends und am Wochenende, damit Kassenpatienten leichter an Termine kommen. Ärzte könnten mehr Sprechstunden zu Zeiten anbieten, in denen sie es bisher nicht tun, sagte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandschef des GKV-Spitzenverbands, am Dienstag im brandenburgischen Kremmen. So könnte Ärzten zum Beispiel ermöglicht werden, samstags von 7.00 bis 19.00 Uhr Sprechstunden anzubieten statt wie bisher bis 14.00 Uhr. Dafür seien dann auch Verbesserungen bei der...