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Bessere Patientenversorgung kostet 600 Millionen - höhere Beiträge?

Berlin (dpa) - Gesetzlich Versicherte sollen für die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Leistungsverbesserung keine höheren Beiträge zahlen müssen. Spahn will die ärztliche Versorgung von Kassenpatienten in den kommenden Jahren durch gesetzliche Maßnahmen schneller und besser machen. Wie es am Montag in Berlin im Gesundheitsministerium hieß, sollen die Verbesserungen die gesetzlichen Kassen zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro kosten. Hinzu sollen später noch weitere 600 Millionen Euro für die Anhebung des Zuschusses für Zahnersatz von 50 auf 60 Prozent kommen. ...

Gesetzliche Kassen: Bevorzugung von Privatpatienten sanktionieren

Berlin (dpa) - Vor den entscheidenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD zum Thema Gesundheit fordern die Krankenkassen ein festes Sprechstundenkontingent für gesetzlich Versicherte. «Ein Arzt, der eine volle Zulassung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat, sollte zukünftig mindestens 30 Sprechstunden wöchentlich für gesetzlich Krankenversicherte anbieten müssen», sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Konkret wollen demnach die Krankenkassen erreichen, «dass die...

Gesundheitsminister Spahn zu Änderungen am Terminservicegesetz bereit

Berlin (dpa) - Angesichts massiver Kritik von Ärzten hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Änderungen an seinem geplanten Terminservicegesetz in Aussicht gestellt. «Wir schauen jetzt zusammen mit der Ärzteschaft, ob wir gegebenenfalls zu besseren Regelungen kommen, als im Gesetzentwurf vorgesehen», sagte Spahn, der sich am Freitag in Berlin mit Hunderten Ärzten traf, um über das Gesetz zu diskutieren. «Aber entscheidend ist das Ziel: Ich möchte, dass wir verbindlich zu schnelleren Terminvergaben kommen.» Spahns im Dezember erstmals im Bundestag beratenes Gesetz...

Studie: Suizid mit ärztlicher Hilfe ist selten

Bochum (dpa) - Einer aktuellen Ärztebefragung zufolge ist Selbsttötung mit ärztlicher Hilfe der Ausnahmefall. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Medizinische Ethik der Ruhr-Universität Bochum. Nur ein Fall von ärztlich assistiertem Suizid ist den Studienleitern bei der Befragung von 734 Medizinern genannt worden. Bei dieser Form der Sterbehilfe unterstützt der Arzt, der Patient vollzieht jedoch die letzte Handlung. Die Bundesärztekammer lehnt ärztliche Hilfe zur Selbsttötung ab. In ihren Grundsätzen dazu heißt es: «Die Mitwirkung des Arztes bei der...

Marburger Bund kritisiert Kostendruck in Krankenhäusern

Geht es im Krankenhaus vorrangig um das Wohl der Patienten? Oder in erster Linie um die Bilanzen? Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund beklagt ein «Diktat der Effizienzsteigerung». Hamburg (dpa) - Der Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt Mediziner nach Ansicht des Marburger Bundes dazu, Entscheidungen nicht mehr ausschließlich am Wohl der Patienten auszurichten. Zwölf Jahre nach der Einführung des sogenannten Fallpauschalensystems als Abrechnungsgrundlage in den Krankenhäusern seien dessen negative Folgen zu sehen, teilte die Ärztegewerkschaft am Sonntag in Hamburg im Vorfeld des 119....

Diagramm 10 Quelldaten Diagramm 10 Umfrage - Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit hinsichtlich digitaler Datenverarbeitung von Akteuren des Gesundheitswesens nach Geschlecht Akteure des Gesundheitswesens Männer Frauen Gesamt Anteile in Prozent * Hausärzte 75.1 73.9 74.5 Fachärzte 72.9 72.4 72.7 Apotheken 53.8 54.8 54.3 Krankenhäuser 54.3 52.0 53.2 Krankenkassen 45.9 48.6 47.2 Betriebsärzte 42.4 42.0 42.2 Forschungseinrichtungen 46.2 37.0 41.9 staatliche Gesundheitsbehörden 42.6 40.0 41.4 private Unternehmen 16.5 12.1 14.4

Bettruhe statt Pillen - neuer Vorstoß gegen überflüssige Therapien

Berlin (dpa) - Ärzte und Krankenkassen wollen etwas gegen überflüssige Therapien tun, die Ärzte ihren Patienten verordnen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin startet «Listen überflüssiger Maßnahmen» bei Behandlung und Diagnose, wie ihr Vorsitzender Michael Hallek dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Man wolle deutlich machen, «dass auch das Unterlassen einer medizinischen Maßnahme eine wichtige ärztliche Leistung sein kann». Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. «Es ist sicherlich häufig anstrengender für einen Arzt, einen Patienten von einer Woche Bettruhe zu überzeugen, als...

Fehler bei einem Test für Organspende im Klinikum Bremerhaven

Bremen (dpa) - Ärzte haben bei einer Organspende im Klinikum Bremerhaven einen Test auf Hirntod nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Es handele sich um einen formalen Fehler in der Dokumentation, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen am Montag. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission will noch im Laufe des Tages eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass die Ärzte die Organentnahme Anfang Dezember 2014 wegen des Fehlers abgebrochen hatten. Zu dem Zeitpunkt war der Bauch des Patienten schon aufgeschnitten....

BGH: Bewertungsportale müssen Einschätzungen strenger prüfen

Karlsruhe (dpa) - Ärztebewertungsportale müssen auf Verlangen künftig konkrete Nachweise vorlegen, ob ein Nutzer tatsächlich beim bewerteten Arzt in der Praxis war. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe gab damit am Dienstag einem Zahnarzt aus Berlin Recht, der beim Internetportal Jameda im Jahr 2013 eine extrem schlechte Bewertung eines Nutzers erhalten und vergeblich auf Löschung geklagt hatte. Das Urteil hat weitreichende Folgen auch für andere Internetportale, die ihre Prüfprozesse nun anpassen müssen, sagte eine BGH-Sprecherin. Im vorliegenden Fall hatte der angebliche Patient...