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Überarbeiteter Abtreibungs-Paragraf 219a im Kabinett

Berlin (dpa) - Der mühsam gefundene Kompromiss zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen soll am Mittwoch (9.30 Uhr) vom Kabinett gebilligt werden. Die Vereinbarung von Union und SPD sieht vor, dass sich Schwangere leichter als bisher über die Möglichkeiten einer Abtreibung informieren können. So dürfen Ärzte und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weitergehende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Dort sollen auch zentrale Listen mit Ärzten und Krankenhäusern...

Marburger Bund unzufrieden mit Plänen zur Krankenhausreform

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) findet den bisherigen Entwurf zur Krankenhausreform «ziemlich enttäuschend». Unter dem Deckmantel einer Qualitätsoffensive würden weiter Kapazitäten abgebaut, sagte MB-Vorsitzender Rudolf Henke am Montag in Frankfurt. Der MB vertritt die angestellten und beamteten Ärzte. An diesem Dienstag beginnt in Frankfurt der Deutsche Ärztetag. Der Marburger Bund fordert mehr Geld für die Versorgung ambulanter Patienten in den Klinik-Notaufnahmen. Derzeit fingen die Krankenhäuser nicht nur Engpässe im ärztlichen Notdienst ab, sagte Henke,...

Experte hält Organspende-System inzwischen für manipulationssicher

Göttingen (dpa) - Nach dem Göttinger Organspende-Skandal hält der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), das System inzwischen für weitgehend manipulationssicher. Durch engmaschige Kontrollen der Transplantationszentren und ein Sechs-Augen-Prinzip seien individuelle Manipulationen, wie sie 2012 in Göttingen aufflogen, inzwischen weitgehend ausgeschlossen, sagte Franke dem Südwestrundfunk. Der Politiker warb für eine höhere Spendenbereitschaft und verwies darauf, dass auf der Warteliste für ein Spenderorgan derzeit im Schnitt pro Tag drei Patienten sterben...

Statement: Gesetzentwurf Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

„Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, die Mindestsprechzeiten für niedergelassene Ärzte von derzeit bundesmantelvertraglich vereinbarten 20 Wochenstunden auf 25 Wochenstunden zu erhöhen. Diese Ankündigung hat bereits eine Welle von Vergütungsforderungen der Vertragsärzteschaft provoziert und tut dies noch. Forderungen nach einer extrabudgetären Vergütung stehen im Raum. Das heißt, die Krankenkassen und damit letztlich die Versicherten werden diese Erhöhung der Mindestsprechzeiten mit zusätzlichem Geld finanzieren müssen. Zusätzliche Honorare zu Lasten der Versichertengemeinschaft sind jedoch...

Präventionsgesetz: Verbesserungen für „gesunde“ Betriebe – Finanzierungspläne noch korrekturbedürftig

Die Betriebskrankenkassen befürworten in der heutigen Anhörung zum Präventionsgesetz den Ansatz der Bundesregierung, die betriebliche Gesundheitsförderung ebenso zu stärken wie Prävention, die Kinder und Erwachsene in deren Lebenswelten wirksam erreicht. Praxisnah: Bessere Kooperationsmöglichkeiten zwischen Betriebsärzten, Krankenkassen und niedergelassen Ärzten Das bessere Vernetzen von Betriebsärzten, Krankenkassen und niedergelassenen Ärzten kann auf die Gesundheit von Arbeitnehmern positiv wirken; so beispielsweise die Erweiterung von Befugnissen der...

Freispruch für Göttinger Transplantations-Chirurgen

Nach dem Göttinger Transplantationsskandal brach die Bereitschaft zur Organspende zeitweise stark ein. Wegen Manipulation von Patientendaten wurde ein Arzt angeklagt. Nun hat das Gericht den Mann freigesprochen - obwohl die Anklage acht Jahre Haft gefordert hatte. Göttingen (dpa) - Mit einem Freispruch für den angeklagten Arzt ist der Prozess um Manipulationen bei Organverpflanzungen an der Göttinger Uniklinik zu Ende gegangen. Das Landgericht Göttingen urteilte am Mittwoch, die strafrechtlichen Vorwürfe gegen den angeklagten Chirurgen seien nicht bewiesen worden. Die Staatsanwaltschaft...

Scholz fordert Abschaffung der Krankenkassen-Zusatzbeiträge

Hamburg (dpa) - Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat zu Beginn des Deutschen Ärztetags eine Abschaffung der Zusatzbeiträge alleine zu Lasten der Krankenversicherten gefordert. Deutschland sollte zu einer paritätischen, also gleichmäßigen Finanzierung der Krankenkassen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zurückkommen, sagte Scholz am Dienstag in Hamburg. Die konjunkturelle Lage werde «nicht dadurch besser, dass man Durchschnittsverdienern durch Zusatzbeiträge Kaufkraft entzieht». Seit Anfang 2015 können die Kassen einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben. Viele lagen zunächst...

Patientenkontakt per Smartphone - Pilotprojekt für Manisch-Depressive

Dresden (dpa) - Per Smartphone wollen Ärzte der Dresdner Universitätsklinik den Kontakt zu manisch-depressiven Patienten verbessern. Mit einem Programm werden Bewegungsmuster, Aktivitäten, Telefonate und SMS erfasst, sagte ein Sprecher der Uniklinik der Deutschen Presse-Agentur. In einer manischen Phase sei der Erkrankte praktisch permanent unterwegs, verschicke auch mal 500 SMS am Tag. Werde eine Schwelle überschritten, bekomme der Arzt eine Nachricht und schließe sich mit dem Patienten kurz. Das Pilotprojekt startet in etwa zwei Monaten mit 120 Probanden, derzeit laufe eine Testphase mit 40...

Studie: Patienten werden kritischer - guter Service gefragt

Berlin (dpa) - Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister müssen sich zunehmend auf ein kritischeres und selbstbewussteres Publikum einstellen. So sind bei den 18- bis 34-Jährigen rund 27 Prozent mit den Öffnungszeiten der Praxen unzufrieden, bei der Generation 55plus dagegen nur 8 Prozent. Das zeigt der Healthcare-Barometer März 2015 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach fühlen sich knapp 20 Prozent der jungen Erwachsenen von Ärzten und medizinischem Personal nicht ernst genommen, bei den...

Kassen: Mauern zwischen Praxen und Kliniken gefährden Patienten

Ärzte, wo sie nicht gebraucht werden, Kliniken und Praxen, die nebeneinanderher arbeiten - die Krankenkassen ärgern sich über Wildwuchs der der Gesundheitsversorgung. An die Politik haben sie deutliche Forderungen. Berlin (dpa) - Patienten in Deutschland sollen künftig nach Forderungen der gesetzlichen Krankenkassen in Klinik und Arztpraxis stärker aus einer Hand versorgt werden. Vielfach gebe es Mauern zwischen diesen Bereichen, die zu unnötigen Kosten und Risiken für Kranke führten, sagte der Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, am Mittwoch vor...