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Service-Hotline für Kassenpatienten soll bekannter werden

Berlin (dpa) - Bei dringenden Gesundheitsproblemen und der Suche nach freien Arztterminen sollen sich künftig mehr Kassenpatienten auch an eine bundesweite Telefon-Hotline wenden. Dafür soll die bisherige Bereitschaftsdienst-Nummer 116 117 mit einer Werbekampagne bekannter gemacht werden. «Im vergangenen Jahr haben bereits sieben Millionen Anrufer die Nummer gewählt, doch wir wollen mehr erreichen», sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Freitag zum Start der Kampagne. Darin treten zwei Elfen in türkis- und pinkfarbenen Kostümen auf -...

Sachverständige und Kassen fordern Reform der Notfallversorgung

Notaufnahmen beklagen zu viele Patienten, die sich wiederum über lange Wartezeiten ärgern. Und das ist nicht das einzige Problem in der Notfallversorgung. Alle Beteiligten sind sich einig: So kann es nicht so bleiben - und machen Vorschläge für Reformen. Berlin (dpa) - Die Notaufnahmen sind überlastet, das medizinische Personal ist frustriert: Aus Sicht eines Expertengremiums herrscht bei der Notfallversorgung in Deutschland großer Reformbedarf - auch Kassen und Kassenärzte wollen Änderungen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) hat...

Barmer GEK: Neuen Test gegen Gebärmutterhalskrebs durchsetzen

Berlin (dpa) - Die Krankenkassen dringen darauf, dass Frauen in Deutschland zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs auch eine neue Form des Tests bezahlt bekommen. Der sogenannte HPV-Test sei besser als bisherige Methoden, an denen die Ärzteschaft festhalten wolle, sagte der Vorsitzende der Ersatzkasse Barmer GEK, Christoph Straub, am Donnerstag in Berlin. Für die bisherigen Methoden müssten die Frauen alle zwei Jahre in die Arztpraxis kommen, für den moderneren HPV-Test nur alle fünf Jahre. Der Test erkenne «humane Papillomaviren» (HPV), die als wichtigster Risikofaktor für den...

Notstand in den Notaufnahmen

Viele Notaufnahmen arbeiten an der Belastungsgrenze: Die Ambulanzen sind zu Stoßzeiten so überfüllt, dass Ärzte mit der Versorgung kaum hinterherkommen. Dabei ist längst nicht jeder Patient ein Notfall. Braunschweig/Berlin (dpa) - Ob zur Auffrischung des Impfschutzes, mit entzündetem Insektenstich oder schlicht mit einem dickem Schnupfen - millionenfach bevölkern Patienten mit leichten Erkrankungen die Notaufnahmen an Deutschlands Kliniken. Die Ersatzkassen wie Techniker, Barmer GEK oder DAK-Gesundheit schlagen nun Alarm. Folge der Missstände seien nicht nur lange Wartezeiten - sondern auch...

Antikorruptionsgesetz: Bekommt der Patient, was er braucht?

Das neue Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen gilt für alle Berufssparten. Doch es nimmt vor allem Ärzte und Pharmaindustrie ins Visier. Berlin (dpa) - Lange empörten sich die Ärzte über das Ansinnen der großen Koalition, ein Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen zu schaffen. Als es nichts half, setzten sie sich an die Spitze der Bewegung. Dass ein neues Gesetz nötig ist, ist heute nicht mehr strittig, zumal auch der Bundesgerichtshofs 2012 kritisierte, dass die freiberuflichen, niedergelassenen Ärzte nicht wegen Bestechlichkeit bestraft werden können. Von welchen Summen ist die...

Patientenschützer: Antikorruptionsgesetz nachbessern

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Nachbesserungen am Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen verlangt. So sollten die umstrittenen Anwendungsbeobachtungen von Medikamenten an Patienten in ihrer jetzigen Form klar verboten werden, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. «Alle notwendigen Studien müssen durch eine Bundesbehörde genehmigt werden und strengen Transparenzregeln unterliegen.» Rund 1,7 Millionen Patienten seien 2014 in Anwendungsbeobachtungen einbezogen gewesen - «in der Regel ohne ihr Wissen», kritisierte...

Überarbeiteter Abtreibungs-Paragraf 219a im Kabinett

Berlin (dpa) - Der mühsam gefundene Kompromiss zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen soll am Mittwoch (9.30 Uhr) vom Kabinett gebilligt werden. Die Vereinbarung von Union und SPD sieht vor, dass sich Schwangere leichter als bisher über die Möglichkeiten einer Abtreibung informieren können. So dürfen Ärzte und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weitergehende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Dort sollen auch zentrale Listen mit Ärzten und Krankenhäusern...

Marburger Bund unzufrieden mit Plänen zur Krankenhausreform

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) findet den bisherigen Entwurf zur Krankenhausreform «ziemlich enttäuschend». Unter dem Deckmantel einer Qualitätsoffensive würden weiter Kapazitäten abgebaut, sagte MB-Vorsitzender Rudolf Henke am Montag in Frankfurt. Der MB vertritt die angestellten und beamteten Ärzte. An diesem Dienstag beginnt in Frankfurt der Deutsche Ärztetag. Der Marburger Bund fordert mehr Geld für die Versorgung ambulanter Patienten in den Klinik-Notaufnahmen. Derzeit fingen die Krankenhäuser nicht nur Engpässe im ärztlichen Notdienst ab, sagte Henke,...

Experte hält Organspende-System inzwischen für manipulationssicher

Göttingen (dpa) - Nach dem Göttinger Organspende-Skandal hält der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), das System inzwischen für weitgehend manipulationssicher. Durch engmaschige Kontrollen der Transplantationszentren und ein Sechs-Augen-Prinzip seien individuelle Manipulationen, wie sie 2012 in Göttingen aufflogen, inzwischen weitgehend ausgeschlossen, sagte Franke dem Südwestrundfunk. Der Politiker warb für eine höhere Spendenbereitschaft und verwies darauf, dass auf der Warteliste für ein Spenderorgan derzeit im Schnitt pro Tag drei Patienten sterben...

Statement: Gesetzentwurf Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

„Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, die Mindestsprechzeiten für niedergelassene Ärzte von derzeit bundesmantelvertraglich vereinbarten 20 Wochenstunden auf 25 Wochenstunden zu erhöhen. Diese Ankündigung hat bereits eine Welle von Vergütungsforderungen der Vertragsärzteschaft provoziert und tut dies noch. Forderungen nach einer extrabudgetären Vergütung stehen im Raum. Das heißt, die Krankenkassen und damit letztlich die Versicherten werden diese Erhöhung der Mindestsprechzeiten mit zusätzlichem Geld finanzieren müssen. Zusätzliche Honorare zu Lasten der Versichertengemeinschaft sind jedoch...