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Spahn setzt auch auf Digital-Angebote gegen überfüllte Praxen

Die große Koalition hat sich einiges vorgenommen, um die Versorgung für Patienten zu verbessern. Der neue Minister nimmt Krankenhäuser und Ärzte in den Blick und will auch technische Möglichkeiten nutzen. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auch auf neue digitale Angebote, um überfüllte Arztpraxen zu vermeiden. «Bei vielen Arztbesuchen geht's um kurze, abklärende Gespräche», sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag». Kleine Fragen ließen sich aber auch online in wenigen Minuten unkompliziert klären. «Die Wartezimmer würden deutlich leerer, und es wäre mehr...

Transparenzoffensive der Pharmaindustrie oder eher Imagekampagne?

Die Pharmaindustrie verspricht mehr Transparenz - in der Zusammenarbeit mit Ärzten, Apothekern oder medizinischen Einrichtungen. Und was bringt das dem Patienten? Berlin (dpa) - Es ist nur ein Teil dessen, was Pharma-Firmen für Studien, Vortragshonorare oder Spenden ausgeben. Aber die Zahlen geben einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Pharmabranche und Ärzten. Eine gute halbe Milliarde Euro ließen sich 54 der größeren Unternehmen der Branche 2015 dies kosten: Ausgaben unter anderem für die umstrittenen Anwendungsbeobachtungen von Arzneimitteln im Patienten-Alltag, für klinische...

Streit um Homöopathie - Kritiker wollen Zusatzbezeichnung kippen

Münster (dpa) - Im jahrelangen, emotional geführten Streit um die Berechtigung der Homöopathie haben die Kritiker eine neue Attacke vorgebracht. Sie möchten erreichen, dass Ärzte nicht mehr die Zusatzbezeichnung «Homöopathie» auf dem Praxisschild führen dürfen. Mit einer solchen Zusatzbezeichnung für Ärzte werde das Patientenvertrauen untergraben. Denn der Titel gebe der homöopathischen Lehre den Anstrich wissenschaftlicher Seriosität. Tatsächlich handele es sich aber um eine «esoterische Heilslehre», erklärten die Kritiker rund um die Münsteraner Medizinethikerin Bettina...

Das Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen

Berlin (dpa) - Das Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen gilt für alle Berufssparten. Doch es nimmt vor allem Ärzte und Pharmaindustrie ins Visier. Anlass für die Gesetzesinitiative war 2012 der Hinweis des Bundesgerichtshofs auf eine Gesetzeslücke. Der BGH kritisierte damals, dass niedergelassene Ärzte nicht wegen Bestechlichkeit bestraft werden können. Korrupten Ärzten drohen nach dem Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) künftig bis zu drei Jahre Haft. Besonders schwere Fälle von Bestechung oder Bestechlichkeit werden sogar mit fünf Jahren Gefängnis geahndet. Die Strafe...

Arbeitsgemeinschaft warnt vor Risiken bei mehreren Medikamenten

Berlin (dpa) - Die Arbeitsgemeinschaft «Gesundheit 65 Plus» hat vor den Risiken gewarnt, die insbesondere für ältere Menschen bei der regelmäßigen Einnahme von mehreren Medikamenten gleichzeitig entstehen. Dadurch könne der Behandlungserfolg gefährdet, die Lebensqualität vermindert oder die Gefahr von Todesfällen steigen, erklärte die Arbeitsgemeinschaft am Mittwoch in Berlin. Zwischen drei und sieben Prozent aller Krankenhauseinweisungen hätten als Ursache unerwünschte Arzneimittelwirkungen, davon verliefen zwei Prozent tödlich. Dem Gesundheits- und Sozialsystem entstünden auf diese...

Krankenkassen: Krankenhausgesellschaft verunsichert Patienten

Berlin (dpa) - Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat Darstellungen der Krankenhäuser zurückgewiesen, die Neuregelung zur ersten Begutachtung von Notfallpatienten setze Ärzte massiv unter Zeitdruck. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es ist ausgemachter Unsinn, dass für die Abklärung, ob ein Notfall vorliegt, nur zwei Minuten zur Verfügung stehen.» Dass «die Krankenhauslobby in diesem Streit Patienten und Ärzte mit ihren Schreckensmeldungen verunsichert», sei ärgerlich. Hintergrund...

Immer mehr Schmerzpatienten in Deutschland

Berlin (dpa) - Bei immer mehr Patienten in Deutschland stellen Ärzte chronische Schmerzen fest. Die Zahl stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 3,25 Millionen an, wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Arztreport 2016 der Krankenkasse Barmer GEK hervorgeht. Waren 2005 noch 1,59 Prozent der Bevölkerung betroffen, waren es demnach 2014 mehr als 4 Prozent. Unter den Bundesländern gab es die meisten Diagnosen in Brandenburg mit 5,8 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Berlin mit 5,7 und Thüringen mit 4,8 Prozent. Am seltensten wurden chronische Schmerzen in Bremen...

Digitalisierung im Gesundheitswesen stockt

Berlin (dpa) - Die geplante digitale Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Apotheken gerät ins Stocken. Der für November angekündigte Start abschließender Tests verzögert sich, weil die Industrie Lieferschwierigkeiten hat. Dies berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ/Montag). Demnach haben die Hersteller Testgeräte nicht rechtzeitig dem Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik geschickt. Der schon mehrfach verschobene Test für das Zusammenspiel von Gesundheitskarte, Arztausweis und Lesegeräten mit einem sicheren IT-Netz in tausend Arztpraxen sei im November «weder realistisch...

Informationen zu Abtreibungen: Kabinett billigt Gesetzänderung

Berlin (dpa) - Schwangere sollen sich künftig einfacher über Möglichkeiten zur Abtreibung informieren können. Das Kabinett billigte am Mittwoch den mühsam gefundenen Kompromiss zum sogenannten Werbeverbot in Paragraf 219a des Strafgesetzbuches. Stimmt auch der Bundestag zu, dürfen Ärzte und Kliniken künftig über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weitergehende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Ärzte und viele Frauen kritisieren nach wie vor scharf, dass sich Schwangere damit...

Service-Hotline für Kassenpatienten soll bekannter werden

Berlin (dpa) - Bei dringenden Gesundheitsproblemen und der Suche nach freien Arztterminen sollen sich künftig mehr Kassenpatienten auch an eine bundesweite Telefon-Hotline wenden. Dafür soll die bisherige Bereitschaftsdienst-Nummer 116 117 mit einer Werbekampagne bekannter gemacht werden. «Im vergangenen Jahr haben bereits sieben Millionen Anrufer die Nummer gewählt, doch wir wollen mehr erreichen», sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Freitag zum Start der Kampagne. Darin treten zwei Elfen in türkis- und pinkfarbenen Kostümen auf -...