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Zahl des Monats Januar 2017

GUT VERSORGT IN OSTWESTFALEN Von Andrea Röder, stellv. Pressesprecherin Mit Blick auf den demografischen Wandel muss die Debatte einer sektorenübergrei- fenden Bedarfsplanung weiterentwickelt werden. Immer weniger Fachkräfte müssen immer ältere und betreuungsintensivere Patienten versorgen. Vor allem spielt das Thema ärztliche Versorgung auf dem Land eine vorrangige Rolle. Das ehrgeizige inte- grierte Versorgungsmodell OPTI-MuM in Bünde (Ostwestfalen) zeigt, dass eine gute ärztliche Versorgung auf dem Land auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich praktiziert werden kann. Noch bevor...

Gröhe: Keine Zwangsvereinigung der Krankenversicherung

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich unmittelbar vor Beginn der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD vehement gegen eine Verschmelzung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ausgesprochen. «Milliardenschwere Mehrlasten für gesetzlich Versicherte durch einer Zwangsvereinigung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung oder einheitliche Arzthonorare lehne ich ab», sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur. Gröhe fügte hinzu: «Das heißt aber nicht, dass alles so bleiben kann, wie es ist. Wir wollen weitere Verbesserungen für...

Hamburger Tropenmediziner hilft bald im Ebola-Krisengebiet

Hamburg (dpa) - Der Arzt des ersten Ebola-Patienten in Deutschland, der Hamburger Tropenmediziner Stefan Schmiedel, wird bald selbst im Krisengebiet in Westafrika helfen. Er werde am Mittwoch für die Organisation Ärzte ohne Grenzen für drei Wochen nach Sierra Leone reisen, sagte Schmiedel am Donnerstag - in ein Krankenhaus, «das mitten im Hauptendemiegebiet liegt». Dort seien die Behandlungsbedingungen wegen der Personalknappheit «äußerst limitiert». Er mache sich aber keine Sorgen, mit dem hochgefährlichen Ebola-Virus infiziert zu werden: «Ich hab überhaupt keine Angst, weil ich weiß, wie...

CDU-Politiker Spahn zu Sterbehilfe: «Der Tod ist keine Ware»

Berlin (dpa) - Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, die gesetzlichen Regelungen für Ärzte im Umgang mit sterbenskranken Menschen neu zu regeln. Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Es braucht hier keine weitere Verrechtlichung des individuellen Arzt-Patienten-Verhältnisses, egal, was wir da tun, es wird eine schiefe Bahn eröffnen.» Am Donnerstag steht im Bundestag erstmals eine große Debatte zum Thema Sterbebegleitung und Sterbehilfe an. Spahn bekräftigte die Position der Unionsmehrheit, es dürfe «kein gewerbliches Angebot oder gar Straßenwerbung für...

Gröhe gegen «Verklärung der Selbsttötung» in Debatte um Sterbehilfe

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat seine Ablehnung gegen organisierte und kommerzielle Angebote der Sterbehilfe bekräftigt. «Ich wehre mich gegen eine Verklärung der Selbsttötung», sagte er am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Das als Akt wahrer Freiheit zu verklären, ist mir fremd». Gröhe betonte aber: «An der Straffreiheit der individuellen Selbsttötung und der Beihilfe dazu will ich selbstverständlich festhalten». Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) will hingegen, dass der Arzt des Vertrauens dem schwer leidenden Sterbenden - auf Wunsch - ein...

Stiftung: Junge Menschen mit Krebs werden zu wenig unterstützt

Berlin (dpa) - Die Therapien für junge Erwachsene mit Krebs sollen besser werden. Das ist das Ziel einer neu gegründeten Stiftung. Bei der Patientengruppe zwischen 15 und 39 Jahren werde die weitere Lebensplanung durch die Behandlung «außerordentlich beeinträchtigt», sagte am Dienstag der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Professor Mathias Freund. Zwar würden etwa 80 Prozent der jungen Krebspatienten geheilt, viele hätten aber mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Patienten können zum Beispiel unfruchtbar oder arbeitsunfähig werden.Zu diesen Themen will die Stiftung Unterstützungsangebote...

Bund und Länder verhandeln über Gesundheitskarte für Asylbewerber

Hamburg (dpa) - In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses «Bremer Modells», teilte eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag mit. Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich bei den Stadtstaaten bereits zuvor nach dem Modell erkundigt. Laut Hamburger Senatsverwaltung lohnt sich die...

Expertin: Viele Ebola-Patienten haben Angst vor Behandlung

München/Monrovia (dpa) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen will ihre Arbeit für die Menschen in den von Ebola betroffenen Ländern transparenter machen. Zahlreiche Patienten hätten Angst, sich von den Helfern behandeln zu lassen, berichtete die Würzburger Krankenschwester und Notfallkoordinatorin der Organisation, Anja Wolz. «Viele nehmen die Ebola-Behandlungszentren eher als Todeszentren wahr, weil sie mitbekommen, dass Patienten hier auch sterben», sagte Wolz im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Die Familien behielten ihre Kranken deshalb lieber zu Hause. Damit steige aber...

Forderung nach Meldepflicht bei Arzneimittel-Engpässen

Berlin (dpa) - Krankenkassen, Ärzte und Apotheker fordern gesetzliche Maßnahmen, um Lieferengpässen bei wichtigen Medikamenten vorzubeugen. Die AOK Baden-Württemberg, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) drängten am Mittwoch in Berlin auf umfassende Meldepflichten für die Pharmaindustrie. Sie soll dazu verpflichtet werden, ihre Lagerbestände sowie kurzfristige Lieferprobleme an das zuständige Bundesinstitut zu melden. Das bisher geltende Prinzip der Freiwilligkeit bei der Meldung von Versorgungsengpässen werde...

AOK fordert elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Berlin (dpa) - Der AOK-Bundesverband hat Bund und Länder aufgerufen, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge flächendeckend einzuführen. Mit Blick auf den Flüchtlingsgipfel an diesem Donnerstag in Berlin plädierten die Interimsvorstände des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch und Frank Michalak, für ein möglichst schlankes, wirtschaftliches und umsetzbares Verfahren. «Das geht nur mit dem einheitlichen Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte. Alles andere löst keine Probleme, sondern verlagert sie nur», unterstrich Litsch. Michalak erklärte, vom Einsatz der elektronischen...