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Dutzende Pillen: «Viele wissen nicht, wofür sie was nehmen»

Gerade ältere Menschen leiden oft unter mehreren Krankheiten gleichzeitig. Verschreiben verschiedene Fachärzte unabhängig voneinander Medikamente, kann das gefährlich werden. Frankfurt/Main (dpa) - Neun, zehn Pillen am Tag sind der Durchschnitt, aber manchmal nehmen ältere Menschen mit mehreren Krankheiten auch 20 oder 30 verschiedene Medikamente täglich. Multimedikation oder Polypharmazie nennen Wissenschaftler das Problem. In Frankfurt suchen Medizinier nach Wegen, um Patienten vor den Gefahren eines unübersichtlichen Medikamentenmix zu schützen. Marjan van den Akker...

Studie: 40 Prozent gehen bei Beschwerden ohne Not in Notaufnahme

Berlin (dpa) - Nur sechs von zehn Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren mit Beschwerden in die Notaufnahme eines Krankenhauses kamen, waren tatsächlich auch Notfälle. Bei vier von zehn Befragten gaben die Notfallmediziner nach einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) hingegen Entwarnung. In diesem Zeitraum war mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland (53 Prozent) mindestens einmal in der Notaufnahme eines Krankenhauses, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie hervorgeht. TK-Chef Jens Baas erklärte dazu: «Ob ein Notfall vorliegt oder nicht, können viele...

CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen

München (dpa) - Die CSU-Spitze will organisierte Sterbehilfe unter Strafe stellen lassen. Das sagte Parteichef Horst Seehofer am Montag nach der CSU-Vorstandssitzung in München. Auch Ärzte sollen keine Beihilfe zur Selbsttötung geben dürfen. «Die verkehrteste Antwort wäre: Wir greifen zur Pille», sagte Seehofer zur aktuellen Sterbehilfe-Diskussion. Außerdem will die CSU die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für Palliativmedizin und Hospize ausbauen lassen. Derzeit seien Sportverletzungen wie ein Tennisarm in der gesetzlichen Krankenversicherung besser abgesichert als die...

Pilotprojekt: Kasse ging mit Patienten Behandlungsfehlern nach

Dortmund (dpa) - Ärztliche Behandlungsfehler bleiben nach Einschätzung von Experten häufig unentdeckt. Mehr als 10 000 Fällen ist die AOK-Nordwest im Rahmen eines mehrjährigen Pilotprojeks gemeinsam mit Patienten nachgegangen. «Damit haben wir ein einmaliges, spezifisches Angebot geschaffen», sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch am Mittwoch in Dortmund. In 20 Prozent der Fälle seien Ansprüche durchgesetzt worden. Es sei wichtig für Patienten, eine Anlaufstelle für ihre Probleme zu haben. Auch müsse sich der Dialog zwischen Ärzten und Patienten verbessern.

Zahl des Monats Februar 2017

bkk_zahl_des_monats_februar_2017_download Zahl des Monats Februar 2017 © BKK Dachverband e.V. www.bkk-dachverband.de BKK GesundheitsFinder mit insgesamt 2.55 Mio. Nutzern seit 20132,55Mio 2,55 Mio. Nutzer haben seit 2013 die BKK GesundheitsFinder zur Suche nach einem Arzt, einer Klinik, einer Pflegeeinrichtung und seit neuestem nach einer passenden BKK, genutzt. Laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 greift mittlerweile jeder zweite Onliner auch unterwegs über mobile Endgeräte auf Netzinhalte zu. Die Anzahl der Onliner, die sich im Internet über Gesundheitsthe- men...

Ministerium erarbeitet Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium will Leitlinien für die medizinische Versorgung bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung erarbeiten. Ärzten und Psychotherapeuten komme eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum gehe, Verdachtsmomenten nachzugehen und weitere Schritte einzuleiten, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem will es ausloten, wie die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessert werden kann. «In jungen Jahren auftretende psychische Auffälligkeiten nehmen nicht selten einen langwierigen Verlauf», erläuterte das Ministerium.

Koalition plant weitere Erleichterungen für Pflegebedürftige

Berlin (dpa) - Die große Koalition plant weitere Erleichterungen für Pflegebedürftige und ihre Familien. Für Taxifahrten zum Arzt sollen Pflegebedürftige künftig keine Genehmigung der Krankenkasse mehr einholen müssen. Außerdem sollen Angehörige, die in eine Reha-Klinik gehen, ein pflegebedürftiges Familienmitglied parallel in derselben Einrichtung betreuen lassen können. Das sehen Änderungsanträge zu einem geplanten Gesetz für mehr Pflegepersonal vor, über die zuerst das «Redaktionsnetzwerk Deutschland» (RND/Mittwoch) berichtete. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte:...

Gesundheits-Akte Vivy reagiert auf angebliche Sicherheitsmängel

Berlin (dpa) - Nach Hinweisen auf Sicherheitsmängel haben die Betreiber der neuen Gesundheits-App Vivy reagiert und diese nach eigenen Angaben beseitigt. Das IT-Sicherheitsunternehmen Modzero hatte Vivy zuvor untersucht und auf Sicherheitslücken der App und der Server-Einrichtung hingewiesen. «Nicht nur Patienten oder Ärzte, auch Unbefugte konnten Gesundheitsdaten lesen», teilte Modzero am Dienstag mit. Vivy wiederum erklärte, es sei zu keinem Zeitpunkt möglich gewesen, auf die elektronische Gesundheitsakte zuzugreifen. Modzero habe potenzielle Angriffsszenarien getestet,...

Krankenkassen-Experten: Selbstzahler-Leistungen oft nutzlos

Berlin (dpa) - Beim Arzt häufig angebotene Selbstzahler-Leistungen sind aus Sicht von Medizinexperten der Krankenkassen oft nutzlos oder können Patienten sogar schaden. Früherkennungen per Ultraschall, Messungen des Augeninnendrucks und andere individuelle Gesundheitsleistungen (Igel) widersprächen teils den Empfehlungen von Fachverbänden, teilte der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen am Donnerstag mit. Geschäftsführer Peter Pick sagte, die Angebote orientierten sich nicht am nachgewiesenen Nutzen, sondern an Vorlieben von Arztgruppen und Umsatzinteressen der...

Kassen investieren 700 Millionen in elektronische Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die Krankenkassen zahlen allein im kommenden Jahr 700 Millionen Euro in die Infrastruktur des digitalen Gesundheitsnetzwerks - obwohl die elektronische Gesundheitskarte (eGK) immer noch nicht mehr kann, als Stammdaten zu verwalten. Das entspreche 10 Euro pro Versichertem, berichtet die «Bild»-Zeitung über entsprechende Berechnungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). «Die Karte lohnt sich erst, wenn sie Patienten und Ärzten hilft, Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermeidet und Kosten spart»,sagte die Chefin der BKK VBU, Andrea Galle, der Zeitung. «Aber bis dahin ist...