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Krankenkassen: Patienten bekommen oft nicht die passenden Medikamente

Neue Arzneimittel werden exakt daraufhin geprüft, was sie welchen Patienten bringen. Dumm nur: Ärzten bleiben die wertvollen Infos oft verborgen. Folge: Eigentlich unnötige Risiken für die Patienten. Berlin (dpa) - Ärzte verordnen Patienten in Deutschland nach Ansicht der Krankenkassen mangels ausreichender Informationen oft nicht die passenden Medikamente. Heute wüssten die Mediziner in ihren Praxen in der Regel nicht, was nach aktuellem wissenschaftlichem Stand optimal für die Patienten sei, sagte der Vizechef des Kassen-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, am Mittwoch bei einer...

Pille danach in Apotheker-Hand - Viel Aufregung um nichts?

Es ging ein Aufschrei durch die Ärzteschaft, als die Hoheit über die Pille danach den Apothekern in die Hände gelegt wurde. Falsche Beratung, mehr Abtreibungen und anderes mehr wurde befürchtet. Doch so schlimm kam es dann wohl doch nicht. Berlin (dpa) - Nein, die Pille danach ist kein buntes Smartie und auch keine Halsschmerztablette. Die Nebenwirkungen der Notfall-Verhütungsmittel nach ungeschütztem Sex lassen sich nicht wegdiskutieren. Sie können Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen oder gar Unterbauchschmerzen verursachen. Denn die Präparate greifen - zum Teil heftig - in den...

«Pille danach» jetzt rezeptfrei - Doch viele haben Bedenken

Manche feiern sie, andere fürchten sie: Die «Pille danach» ist ab sofort ohne Rezept erhältlich. Doch viele sind skeptisch. Frauenärzte erwarten sogar, dass das Gegenteil des Erwartbaren eintritt - mehr ungewollte Schwangerschaften. Düsseldorf (dpa) - Mehr Selbstbestimmung und Freiheit für die Frauen, sagen die einen. Gesundheitliche Risiken und mehr Abtreibungen, befürchten die anderen. Seit Sonntag ist die «Pille danach» ohne Rezept in Apotheken erhältlich. Die Präparate ellaOne mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (UPA) und PiDaNa mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) werden nun...

(Fragen & Antworten) Antibiotika mit Nebenwirkungen: Warnung vor Fluorchinolonen

Fluorchinolonhaltige Antibiotika können schwere Nebenwirkungen verursachen. Nun warnt ein Schreiben an Ärzte vor den Mitteln. Was steht drin? Bonn (dpa) - Die rote Hand hat es in sich: Künftig sollen bestimmte Antibiotika nur noch eingeschränkt verschrieben werden. Dabei geht es um die weit verbreitete Gruppe der Fluorchinolone. Sie können schwere Nebenwirkungen verursachen, heißt es in einem sogenannten Rote-Hand-Brief an Ärzte und Krankenhäuser. Die wichtigsten Antworten dazu: Um was geht es in dem Schreiben, auf dem eine rote Hand prangt? Angeschrieben sind...

Urteil wegen Werbung für Abtreibung aufgehoben - Neue Verhandlung

Der Fall der Ärztin Kristina Hänel, die auf ihrer Homepage unerlaubt für Schwangerschaftsabbrüche geworben haben soll, kommt erneut vor Gericht. Die Medizinerin spricht aber nicht von einem Erfolg. Sie sieht sich in ihrem Kampf gegen den Paragrafen 219a zurückgeworfen. Frankfurt/Gießen (dpa) - Recht auf Information oder verbotene Werbung: Erneut müssen Richter darüber entscheiden, ob die Gießener Ärztin Kristina Hänel gegen den umstrittenen Abtreibungsparagrafen 219a verstoßen hat. Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) hob die Verurteilung der Medizinerin wegen unerlaubter...

Weitere Krankenkassen starten digitale Gesundheitsakte

Bei Ärzten und Kliniken gibt es jede Menge Daten - von Röntgenbildern bis zu Impfangaben. Seit langem laufen Bemühungen, Infos zum Nutzen von Patienten zu verknüpfen. Die Palette der Anwendungen wird größer. Berlin (dpa) - Mehr und mehr Krankenkassen starten digitale Angebote mit Gesundheitsdaten - noch vor genauen Plänen der Bundesregierung für eine elektronische Patientenakte. Mehrere gesetzliche und private Kassen stellten am Dienstag eine gemeinsame App vor, über die etwa Befunde, Laborwerte und Notfalldaten gespeichert und abgerufen werden können. Hinter dem Angebot stehen...

Führungspositionen auch im Gesundheitswesen Männerdomäne

Berlin (dpa) - Immer mehr junge Frauen studieren Medizin, aber Führungspositionen im Gesundheitswesen bleiben eine Männerdomäne. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Frauen sind demnach in leitenden Funktionen im Krankenhaus deutlich unterrepräsentiert. 2015 hätten dort 11 Prozent Ärztinnen und 89 Prozent Ärzte leitende Funktionen besetzt. Und etwas weniger als 20 Prozent der kaufmännischen Leitungen in deutschen Allgemeinkrankenhäusern sei weiblich. Bundesweit seien nur 10 Prozent der...

Preisbremse bei Arzneimitteln - Wirkung und Reformperspektiven

Berlin (dpa) - Es war eines der umstrittensten Gesundheitsgesetze der vergangenen Jahre - das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG). Die Pharmaindustrie fürchtete um die Versorgung, als es 2011 in Kraft trat. Pharmakritiker sahen es als zu milde an. Heute ist klar, dass das Gesetz ein wesentliches Ziel erreicht. «Die Kostenersparnis über das AMNOG beträgt derzeit 1,8 Milliarden Euro im Jahr mit stark aufwachsender Tendenz», sagt der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken. Das Gremium bewertet nach den Regeln des Gesetzes neue Medikamente - nur...

Laumann: Bessere Qualität in der Pflege durch Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die elektronische Gesundheitskarte kann nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung langfristig auch die Qualität in der Pflege verbessern. Es sei in der Pflege wichtig, dass die notwendigen Informationen durch digitale Vernetzung schnell und zuverlässig zur Verfügung stünden, sagte Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag vor Beginn eines Pflegekongresses in Berlin. So würde etwa die Kommunikation zwischen Hausarzt und Pflegepersonal vereinfacht. Wann auch Pflegeheime oder Pflegedienste die Karte nutzen könnten, konnte Laumann nicht sagen. Bislang stehe die...

Kassen fordern neuen Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Die Todesrate bei Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland sehr gering. Es gibt aber eine neue Vorsorgemethode - und darüber streiten Kassen und Ärzte. Berlin (dpa) - Die Krankenkassen wollen die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs neu ausrichten. Nach ihrem Willen soll der neue HPV-Test (Humane Papillomaviren-Test) die bisherige Methode ablösen und auch von den Kassen bezahlt werden. Zudem sollen die Kassen Frauen aktiv zur Vorsorge einladen und es nicht mehr deren Eigeninitiative überlassen, sagte der Vorsitzende der Ersatzkasse Barmer GEK, Christoph Straub, am Donnerstag in Berlin. ...