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Startschuss für Reform der Drogenersatz-Therapie

Berlin (dpa) - Zehntausenden Drogenabhängigen in Deutschland winken Erleichterungen bei ihrer Ersatztherapie. Wie die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) am Freitag mitteilte, tritt mit Beginn der kommenden Woche eine neue Richtlinie in Kraft. Sie erweitert die Möglichkeiten der heimischen Einnahme von Drogenersatzstoffen und vergrößert die Zahl der Ausgabeeinrichtungen. Mortler sprach von einem «Meilenstein» für suchtkranke Menschen. Die Reform trage dazu bei, Versorgungslücken zu schließen - vor allem auf dem Land. Substitutionsmittel wie Methadon sollen auch künftig...

Verband: Keine Bürgerversicherung zu Lasten gesetzlich Versicherter

Berlin (dpa) - Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wehrt sich gegen die Einführung einer einheitlichen Bürgerversicherung zu Lasten ihrer Beitragszahler. Die offensichtlichen Probleme der privaten Krankenversicherung dürften nicht auf dem Rücken der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst werden, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Doris Pfeiffer der Deutschen Presse-Agentur. Pfeiffer hatte dabei vor allem Überlegungen im Blick, dass privatversicherte Beamte individuelle Wechseloptionen in die gesetzliche Krankenversicherung bekommen sollen....

Kostenschub bei Krebsmedikamenten - Schärfere Kontrollen gefordert

Berlin (dpa) - Angesichts explodierender Kosten sollen neue Krebsmedikamente nach dem Willen des führenden Gremiums im Gesundheitswesen künftig schärfer überprüft werden. Die Mittel brächten den Patienten oft nur einige Monate mehr Lebenszeit, hätten aber oft starke Nebenwirkungen und seien extrem teuer, sagte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen forderte die Politik auf, Lücken bei der Bewertung des Mehrwerts der Mittel für die Patienten zu schließen. ...

Mehrere Länder wollen Werbeverbot für Abtreibungen abschaffen

Berlin (dpa) - Mehrere Bundesländer wollen das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche abschaffen. Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Thüringen haben dazu einen Gesetzentwurf eingebracht, der am Freitag im Plenum des Bundesrats vorgestellt wurde und nun weiter in den Ausschüssen der Länderkammer beraten wird. Die Strafvorschrift, die im Wesentlichen aus dem Jahr 1933 stammt, sanktioniert Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft sowie für Mittel, Gegenstände oder Verfahren, die dafür geeignet sind. Sie sieht Freiheits- oder Geldstrafen vor. Das Verbot widerspreche den ...

Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung

München (dpa) - Die Zahl der Geburten nach einer künstlichen Befruchtung steigt in Deutschland steil an. Nach im Jahr 2015 begonnenen Behandlungen wurden mehr als 20 000 Kinder geboren, wie das Deutsche IVF-Register auf dem Kongress des Dachverbands Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR) in München berichtete. Nach 2011 begonnenen Behandlungen waren es knapp 15 000 Kinder. Die Daten zeigen, dass die Ärzte ihre Erfolgsquote deutlich verbessern konnten. Die Zahl der Kinderwunsch-Behandlungen stieg von 2011 von rund 80 000 auf knapp 100 000 im Jahr 2015. Die...

Kauder signalisiert SPD Entgegenkommen bei Kassenpatienten

Berlin (dpa) - Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen hat Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) Kompromisssignale an die Sozialdemokraten gesendet. «Bei der Gesundheitsversorgung will natürlich auch die Union Verbesserungen», sagte Kauder den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Zwar lehne er die von der SPD geforderte Vereinheitlichung der Ärztehonorare ab. «Eine pauschale Angleichung der Ärztehonorare würde vermutlich fünf Milliarden Euro kosten», sagte er. «Die bringt uns auch nicht weiter.» Dagegen wären «höhere Honorare für die Behandlung von...

Apotheker: Patienten brauchen klare Anwendungsinformation zu Cannabis

Berlin (dpa) - Die Bundesapothekerkammer hat eine klare Gebrauchsanweisung für Patienten gefordert, die Cannabis als Schmerzmittel konsumieren. «Wenn Cannabis von Ärzten verordnet und von Apothekern als Rezepturarzneimittel abgegeben wird, dann brauchen die Patienten auch eine eindeutige Gebrauchsanweisung inklusive der notwendigen Hilfsmittel», sagte Kammer-Präsident Andreas Kiefer am Dienstag in Berlin anlässlich des Symposiums «Cannabis als Arzneimittel - Fakten und Herausforderungen». Das Bundeskabinett hatte Anfang Mai einen Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums verabschiedet, wonach...

Grüne: Patienten brauchen stärkere Stimme - Patientenstiftung

Berlin (dpa) - Die Grünen wollen den Patienten im Chor mit den anderen Akteuren im Gesundheitswesen eine kräftigere Stimme geben. «Sie sollen stärker an allen ihre Versorgung betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Dazu braucht es starke Beteiligungsrechte für die Patientenorganisationen und eine verlässliche unabhängige Finanzierung», sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Maria Klein-Schmeink, am Montag anlässlich eines Fachgesprächs zu dem Thema. Außerdem sollten Patienten Entscheidungen zu ihrer eigenen Gesundheit auf der Basis guter Informationen treffen...

Mediziner fordert mehr Offenheit für HIV-Tests

Würzburg (dpa) - Der Leiter der Infektiologie am Uni-Klinikum Würzburg, Hartwig Klinker, hat die fortgesetzte Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen kritisiert. «Wir stellen diese Infektionen, auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft, zu sehr in eine Ecke», sagte Klinker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Betroffenen dürften Situationen, in denen sie sich angesteckt haben könnten, nicht verdrängen. Gleichzeitig sollten sich aber auch Ärzte nicht vor den relevanten Fragen drücken. HIV sei heute eine sehr gut behandelbare Infektion. «Für den Infizierten bedeutet ein...

Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept erhalten

Hannover (dpa) - Cannabis als Heilmittel spaltet die Ärzteschaft. Die Psychiaterin Kirsten Müller-Vahl begrüßt die Pläne der Bundesregierung, Cannabis auf Rezept zu erlauben. Cannabis-basierte Medikamente könnten bei rund 50 Krankheiten beziehungsweise Symptomen helfen, sagte die Professorin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): «Leider gibt es viel zu wenig Geld für die Forschung.» Der Suchtmediziner Rainer Thomasius sieht Cannabis als Medikament kritisch. Unter anderem gebe es ein Psychose-Risiko, sagte der Kinder- und Jugendpsychiater vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. ...